Gründung: Stiftung „Stadt­gedächtnis“

29. Juni 2010

Kabinett der Landesregierung gibt „grünes Licht“ für Gründung der Stiftung „Stadt­gedächtnis“

Das Kabinett hat in seiner Sitzung der Gründung der Stiftung „Stadtgedächtnis“ zuge­stimmt, die sich um die Wiederherstellung der nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs geborgenen Archivalien kümmern soll.

Die Staatskanzlei teilt mit:

Das Kabinett der nordrhein-westfälischen Landesregierung hat in seiner heutigen Sitzung der Gründung der Stiftung „Stadtgedächtnis“ zuge­stimmt, die sich um die Wiederherstellung der nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs geborgenen Archivalien kümmern soll. Das gab der nordrhein-westfälische Staatssekretär für Kultur Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff heute (29. Juni 2010) im Anschluss an die Kabinettsitzung bekannt. Das Kabinett habe zugestimmt, die Stiftung zusammen mit der Stadt Köln, dem Erzbistum Köln und der Evangelischen Kirche im Rheinland zu errichten und seitens des Landes mit einem Betrag von einer Million Euro zu unterstützen, so Grosse-Brockhoff. Als weitere Gründungsstifter beteiligt sind die Stadt Köln mit 1.120.000 Euro, das Erzbistum Köln mit 100.000 Euro sowie die Evangelische Kirche im Rheinland mit 20.000 Euro. Zweck der Stiftung ist die Instandsetzung der Archivalien des Historischen Archivs der Stadt Köln, die beim Ein­sturz des Gebäudes am 3. März 2009 beschädigt wurden. Ziel ist es, die in Fragmenten geborgenen, unersetzlichen Archivbestände zusammen­zuführen, zu restaurieren und wertvolle Teilbestände zu digitalisieren. Der Bund hat zugesagt, die Stiftung mit einer Million Euro zu unterstüt­zen. Ebenfalls Unterstützung in Höhe von 50.000 Euro kommt vom Landschaftsverband Rheinland.

Grosse-Brockhoff: „Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs hat uns noch einmal mit aller Macht die Bedeutung von Archiven deutlich gemacht. Unschätzbare Dokumente sind schwer beschädigt worden oder ganz verloren gegangen. Nachdem mehr als 90 Prozent der Bestände aus den Trümmern geborgen werden konnten, wird es dennoch lange dau­ern, bis wir das Beschädigte wiederhergestellt haben werden. Im Guten wie im Schlechten haben wir gelernt, was uns Archive bedeuten. Der heutige Kabinettbeschluss macht den Weg frei, nach vorn zu blicken.“

Voraussetzung der Beteiligung des Landes an der Stiftung war die Zusi­cherung der Stadt Köln, dass 63,1 Millionen Euro aus Versicherungs­prämien für die Rettung und Restaurierung des beschädigten Archivgu­tes zur Verfügung gestellt werden. Ferner hat die Stadt zugesichert, die Haftungsfragen schnellstmöglich zu klären und Zahlungen für Schäden an den betroffenen Archivalien zweckgebunden für die Restaurierung zu verwenden.

Bereits eine Woche nach dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln hat die Landesregierung eine Hilfe von 300.000 Euro zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Soforthilfemaßnahme flossen 200.000 Euro in das Anschubprojekt „Digitalisierung der Mikrofilme“ des Stadtarchivs. Finanziert wurde auch die im Juni 2009 vom Landesarchiv Nordrhein-Westfalen zusammen mit der Stadt Köln durchgeführte Ex­pertenanhörung zu Fragen der Sicherung von Archivgut. Auch das Lan­desarchiv Nordrhein-Westfalen half sofort und maßgeblich bei der Ret­tung der Archivalien und stellte unter anderem an seinen Standorten Münster und Detmold insgesamt zehn Regalkilometer Magazinfläche zur Verfügung.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Geschäftsbereichs Kultur in der Staatskanzlei, Telefon 0211 837-1136.

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