Gesundheitsbericht 2018
8. Oktober 2019

Kabinett billigt Gesundheitsbericht 2018

Krankenstand in der Landesverwaltung leicht gestiegen – Minister Reul: Der demografische Wandel ist die größte Herausforderung für das Gesundheitsmanagement

Das Kabinett hat den Gesundheitsbericht der Landesregierung für das Jahr 2018 gebilligt.

 
Das Ministerium des Innern teilt mit:

Das Kabinett hat am Dienstag (8. Oktober 2019) den Gesundheitsbericht der Landesregierung für das Jahr 2018 gebilligt. Danach stieg der Krankenstand bei den rund 340.000 Beschäftigten der Landesverwaltung im vergangenen Jahr leicht von 7,24 Prozent auf 7,43 Prozent. Das ist ein Plus von 0,19 Prozentpunkten. Wenn nur die Fehlzeiten mit Attest betrachtet werden, lag die Fehlquote 2018 bei 5,79 Prozent (2017: 5,62 Prozent). Nach dieser Methode erheben in der Regel die Gesetzlichen Krankenkassen ihre Daten. Der leichte Anstieg wird dem Bericht zufolge vor allem auf die schwere Grippe- und Erkältungswelle des Jahres 2018 zurückgeführt.
 
Eine Kernaussage des Berichts ist, dass die Fehlzeiten mit zunehmendem Alter der Beschäftigten steigen und das Durchschnittsalter der Beschäftigten der Landesverwaltung höher ist, als das der Gesamtbeschäftigten. So ist rund jeder vierte Beschäftigte der Landesverwaltung 55 Jahre oder älter, in der gesamten Erwerbsbevölkerung ist es jeder Fünfte. „Dies macht deutlich, dass der demografische Wandel die größte Herausforderung für das Gesundheitsmanagement in der öffentlichen Verwaltung ist. Die Erfahrung der älteren Beschäftigten ist immens wertvoll für die Landesverwaltung, deshalb liegt es in unserem eigenen Interesse ihre Arbeitskraft so lange wie möglich zu erhalten“, sagte Minister Herbert Reul. Laut dem Bericht ist die menschliche Gestaltung der Digitalisierung eine weitere Herausforderung für die Behörden in Nordrhein-Westfalen.
 
Die Autoren plädieren im Gesundheitsmanagement für einen ganzheitlichen Ansatz: Die Gesundheitsförderung, das Eingliederungsmanagement, die Personalentwicklung, der Arbeitsschutz und andere relevante Bereiche müssen zusammenwirken, um die Beschäftigten zu stärken, heißt es. Dies ist das Ziel der im Innenministerium eingerichteten Stabsstelle Landeskoordination Betriebliches Gesundheitsmanagement.
 
Der Krankenstand bei den Frauen war 2018 mit 7,7 Prozent etwas höher als bei den Männern. Beamtinnen und Beamte hatten im Jahr 2018 eine durchschnittliche Fehlquote von 7,45 Prozent, bei den Tarifbeschäftigten lag dieser Wert bei 9,44 Prozent. Großen Einfluss auf die Statistik hat der Krankenstand der rund 170.000 Lehrerinnen und Lehrer in Nordrhein-Westfalen. Der lag mit 6,71 Prozent unter dem landesweiten Krankenstand. An Hauptschulen und an Förderschulen sind die Krankenstände am höchsten, an Gymnasien am niedrigsten.
 
Der Gesundheitsbericht der Landesregierung für das Jahr 2018 wird nun dem Landtag zugeleitet.
 

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