Wichtiger Beitrag zur erzieherischen Ausgestaltung des Jugendvollzuges

8. Juli 2009

Justizstaatssekretär Söffing: Diplom-Pädagogen leisten wichtigen Beitrag zur

Im vergangenen Herbst hatten jeweils drei Diplom-Pädagogen in den Jugendvollzugsanstalten Herford, Iserlohn, Siegburg und Heinsberg ihre Arbeit aufgenommen. „Sie leisten einen enorm wichti­gen Beitrag zur erzieherischen Ausgestaltung des Jugendvollzuges in Nordrhein-Westfalen“, unterstrich Justiz-Staatssekretär Jan Söffing.

Das Justizministerium teilt mit:

Ein American-Football-Team, Rap-Kurse und gemeinsame Mahlzeiten am gedeckten Tisch: Dies sind Beispiele für Initiativen, die von den zwölf im nordrhein-westfälischen Jugendstrafvollzug tätigen Diplom-Pä­dagogen ins Leben gerufen worden sind.

Im vergangenen Herbst hatten jeweils drei Diplom-Pädagogen in den Jugendvollzugsanstalten Herford, Iserlohn, Siegburg und Heinsberg ihre Arbeit aufgenommen. Sie stellten jetzt im Justizministerium einige her­ausragende Projekte vor.

In Herford hat sich auf Initiative der dortigen Diplom-Pädagogen die bundesweit erste American-Football-Mannschaft in einer Jugendhaftan­stalt, die „BLACK DEVILS“, gegründet. Gerade junge Gefangene, die sich in den gängigen Sportarten für eher „untalentiert“ hielten, haben die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten sportlich einzubringen und auf diese Weise Anerkennung zu erfahren.

In Siegburg können junge Gefangenen rappen lernen. Zu dem genre-typischen Rhythmus und Takt werden erste eigene Texte entwickelt. Ziel ist unter anderem, den Wortschatz der Teilnehmer zu vergrößern und sich mit Konflikten in künstlerischer Form auseinander zu setzen. Am Ende eines Workshops sollen ein amerikanisches Essen und eine „Knastjam“ stehen.

In Iserlohn bietet eine Diplom-Pädagogin mehrere „Tischgruppen“ an: Die Gefangenen lernen, das Essen gemeinsam mit anderen zu erleben. Ein gedeckter Tisch und Speisen auf Porzellantellern laden ein, Essen bewusst zu genießen. Die Diplom-Pädagogin berichtet, die Gefangenen seien sich einig: „Es schmeckt viel besser“. Über den gemeinsamen Mittagstisch komme man ins Gespräch. Die Teilnehmer würden offener, berichteten über ihre Erlebnisse, Sorgen und Probleme.

In Heinsberg haben die dort tätigen Diplom-Pädagogen einen Schwer­punkt auf die Zeit nach der Haftentlassung gelegt. Sie vermitteln für die jungen Gefangenen insbesondere Kompetenz- und Bewerbungstrai­nings.

„Die Diplom-Pädagoginnen und -Pädagogen leisten einen enorm wichti­gen Beitrag zur erzieherischen Ausgestaltung des Jugendvollzuges in Nordrhein-Westfalen“, unterstrich Justiz-Staatssekretär Jan Söffing heute (8. Juli 2009) in Düsseldorf. „Diplom-Pädagogen sind als Berufs­gruppe im Vollzug neu. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sie den zum Teil schwierigen Gefangenen wertvolle Hinweise für eine sinnvolle Gestaltung ihrer Freizeit geben können.“

Die Diplom-Pädagoginnen und Diplom-Pädagogen haben ein abge­schlossenes Hochschulstudium bzw. einen Master-Abschluss der Stu­dienrichtung Rehabilitationspädagogik, Sozialpädagogik, Sonderpäda­gogik oder in ähnlichen Fachbereichen mit dem Schwerpunkt „Verhal­tens- und Erziehungsschwierige“ absolviert.

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