Konzept zur Bekämpfung der Jugendkriminalität zeigt Erfolge

11. März 2009

Jugendkontaktbeamte der Bonner Polizei wenden kriminelle Karrieren ab / Konzept zur Bekämpfung der Jugendkriminalität zeigt Erfolge / Minister Dr. Ingo Wolf: Gute Zusammenarbeit mit Stadt und Justiz

„Die Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Partnern von Stadt und Justiz sowie die intensive Jugendarbeit vor Ort sind für den Erfolg entscheidend“, hob Innenminister Wolf heute bei seinem Besuch in Bonn hervor.

Das Innenministerium teilt mit:

Die Bonner Polizei setzt auf Jugendkontaktbeamte, um kriminelle Karrieren von Jugendlichen abzuwenden. Das landesweit vorbildliche Konzept zur Bekämpfung der Jugendkriminalität zeigt Erfolge: Im zweiten Halbjahr 2008 sind in Bonn-Tannenbusch die Straftaten im Bereich der Straßenkriminalität (Raubdelikte und Autoaufbrüche) erstmals seit Jahren zurückgegangen. „Die Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Partnern von Stadt und Justiz sowie die intensive Jugendarbeit vor Ort sind für den Erfolg entscheidend“, hob Innenminister Dr. Ingo Wolf heute (11. März 2009) in Bonn hervor.

Kern des Polizeiprojektes sind die Jugendkontaktbeamten als feste Ansprechpartner für die Jugendlichen in dem Stadtteil. Sie gehen zu den Treffpunkten der Jugendlichen, kennen diejenigen, die auffällig sind, und jene, die sich im Dunstkreis von Intensiv- und Serientätern aufhalten. „Die Beamten führen Gespräche, bauen so Vertrauen auf und bieten den Jugendlichen Hilfe, damit sie keine Straftaten begehen“, erklärte der Innenminister. Er betonte, dass die Polizei auf die „besonderen Herausforderungen“ in Bonn-Tannenbusch die richtigen Antworten habe. „Den jungen Menschen werden Perspektiven aufgezeigt, damit sie aus dem kriminellen Umfeld heraus finden“, sagte Wolf.

Neben der intensiven Jugendkontaktarbeit und einer erhöhten Präsenz der Polizei durch Beamte des Bezirksdienstes und der Einsatzhundertschaft arbeitet die Polizei auch verstärkt mit Staatsanwaltschaft, Jugendgerichtshilfe, Jugendamt und Schulen zusammen. Wenn ein Jugendlicher erstmals auffällig wird, erhält er im Rahmen der Ordnungspartnerschaft von Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe eine „Gelbe Karte“. Dieser „Warnschuss“ soll ihn - verbunden mit zusätzlichen erzieherischen Maßnahmen - aus dem Dunstkreis der Intensiv- und Serientäter reißen. Intensivtäter hingegen, die besonders viele Gewalttaten und schwere Eigentumsdelikte begehen, bekommen die „Rote Karte“. Die Ermittlungsgruppe Intensiv- und Serientäter (EGIS), Staatsanwaltschaft, Jugendsachbearbeiter der Polizei und städtische Dienststellen schaffen dann gemeinsam die Voraussetzungen für eine beweiskräftige und gerichtliche Strafverfolgung.

Der Bonner Stadtteil Tannenbusch ist von Hochhauskomplexen, also einer hohen Bevölkerungsdichte geprägt. Überproportional viele Jugendliche hier sind arbeitslos. In den vergangen Jahren war die Straßenkriminalität angestiegen. Polizisten wurden sogar bei Einsätzen angegriffen.

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