Jugendbildungsprogramm "Courage zeigen!"

26. Januar 2011

Jugendbildungsprogramm „Courage zeigen!“ stärkt das Engagement gegen Gewalt und Antisemitismus

Mit Diskriminierung, Intoleranz, Ausgrenzung, Antisemitismus und Ge­walt gegen Kinder und Jugendliche setzt sich das bundesweit einmalige Jugendbildungsprogramm "Courage zeigen!" der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen auseinander. Kinder und Ju­gendliche sollen ein Gespür für diese Gefahren entwickeln, sie frühzeitig erkennen und sich für Demokratie engagieren.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport teilt mit:

Mit Diskriminierung, Intoleranz, Ausgrenzung, Antisemitismus und Ge­walt gegen Kinder und Jugendliche setzt sich das bundesweit einmalige Jugendbildungsprogramm „Courage zeigen!“ der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen auseinander. Kinder und Ju­gendliche sollen ein Gespür für diese Gefahren entwickeln, sie frühzeitig erkennen und sich für Demokratie engagieren. Das Programm unter­stützt Lehrkräfte allgemeinbildender Schulen bei der Vermittlung demo­kratischer Handlungsgrundsätze.

„Schülerinnen und Schüler erfahren mit diesem Programm die Bedeu­tung der Grundwerte, wie Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde, als Grundregeln individuellen Handelns in einer demokratischen Gesell­schaft. Diskriminierung, Antisemitismus und Gewalt widersprechen die­sem demokratischen Selbstverständnis. Um sich gegen diese Erschei­nungsformen erfolgreich zu behaupten, braucht man Demokratiekom­petenz. Diese Kompetenz eignen sich die Kinder und Jugendliche durch dieses Programm an“, erklärte Jugendministerin Ute Schäfer heute in Düsseldorf.

Das Programm „Courage zeigen!“ umfasst einzelne Projekttage zu den Themen „Cool sein − cool bleiben“ und „Antisemitismus“:

1. „Cool sein − cool bleiben“ ist ein von Expertinnen und Experten aus dem Jugend- und Polizeibereich entwickeltes Trainingsprogramm für Jugendliche der 7. bis 10. Klasse. Es setzt sich konkret mit kör­perlicher Gewalt im öffentlichen Raum auseinander: „Wie sind Ge­waltsituationen frühzeitig erkennbar? Wie verhalte ich mich als Op­fer? Wie helfe ich richtig?“ Kinder und Jugendliche lernen am Pro­jekttag, Bedrohungen richtig einzuschätzen, potenziellen Gewalttä­tern in konkreten Situationen aus dem Weg zu gehen und sich angemessen zu wehren.

2.Ziel der Projekttage „Antisemitismus“ ist es, Jugendliche ab der 9. Klasse für den immer noch in der Gesellschaft anzutreffenden Antisemitismus zu sensibilisieren. Schülerinnen und Schüler wer­den mit der Geschichte des Antisemitismus und seinen heutigen Ausprägungen vertraut gemacht.

Das Programm „Courage zeigen!“ wurde von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen und der Buber-Rosenzweig-Stiftung der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit ge­meinsam entwickelt. Im Jahr 2010 beteiligten sich 41 Schulklassen mit fast 1.200 Schülerinnen und Schülern daran. Wegen des großen Erfolgs wird das Programm auch in diesem Jahr angeboten.

Die Projekttage für das laufende Jahr 2011 können ab sofort von Schu­len der Sekundarstufe I bei der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen bis zum 31. März 2011 gebucht werden. Das An­gebot ist für die Schulen kostenlos.

Anfragen sind zu richten an:
Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen
Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 8618 4634
E-Mail: monika.frings@mfkjks.nrw.de
Ausführliche Informationen bieten der Flyer „Courage zeigen! Gegen Gewalt und Antisemitismus. Ein Angebot für Schulen.“ sowie die 100-seitige gleichnamige Lehrerhandreichung unter
www.politische-bildung.nrw.de/wir/ueberuns/arbeitsbereiche/512/00184/index.html
Anmeldeflyer können auch unter dem vorgenannten Link heruntergela­den werden.

Ansprechpartnerin für Journalisten bei weiteren Fragen:
Lydia Anita Jendryschik, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, Tel.: 0211-8618-4652.

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