Jugend-Fußballturnier „Anstoß für ein neues Leben“

3. September 2011

Jugend-Fußballturnier „Anstoß für ein neues Leben“: Minister Kutschaty und Torwart-Legende Kahn ehren die Gewinner

Justizminister Thomas Kutschaty, Torwart-Legende Oliver Kahn und Roland Schüßler (Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion NRW) haben in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Herford die Gewinner des Sepp-Herberger-Pokals geehrt. Das Turnier ist der alljährliche sportliche Höhepunkt des Stiftungsprojekts „Anstoß für ein neues Leben". Ziel ist es, jungen Gefangenen und Haftentlassenen systematische Unterstützung bei der sozialen und beruflichen Wiedereingliederung durch Akteure aus Sport, Justiz und Arbeitsmarkt zu geben.

Das Justizministerium teilt mit:

Justizminister Thomas Kutschaty, Torwart-Legende Oliver Kahn und Roland Schüßler (Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion NRW) haben in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Herford die Gewinner des Sepp-Herberger-Pokals geehrt. (Fotos heute ab ca. 18.00 Uhr zum Download und zur honorarfreien Veröffentlichung verfügbar unter www.sepp-herberger.de/share)

Das Turnier ist der alljährliche sportliche Höhepunkt des Stiftungsprojekts „Anstoß für ein neues Leben". Ziel ist es, jungen Gefangenen und Haftentlassenen systematische Unterstützung bei der sozialen und beruflichen Wiedereingliederung durch Akteure aus Sport, Justiz und Arbeitsmarkt zu geben.

In Zusammenarbeit mit dem Justizministerium, dem Westdeutschen Handwerkskammertag und dem Deutschen Handwerksblatt hat die Sepp-Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) 2008 dieses bundesweit einzigartige Projekt in die Wege geleitet. Jetzt wurde der Ansatz noch einmal verändert: Die Bundesagentur für Arbeit ist als Partner hinzugekommen und das von Kahn entwickelte Motivationsprogramm „DU PACKST ES!“ wurde in das Projekt integriert. Neu ist auch, dass den 66 Projekteilnehmern/innen in den Kategorien Fußball, Arbeit/Beruf und Soziales verschiedene Fortbildungsangebote zur Verfügung stehen: Dazu zählen Trainer- und Schiedsrichterausbildungen sowie Bewerber- und Anti-Gewalt-Trainings. Über das wöchentliche Fußballtraining hinaus hat die Mannschaft mindestens einmal monatlich eine Fortbildung aus den drei Bereichen erhalten.

Den jungen Gefangenen werden durch den Sport vor allem auch persönlichkeitsbildende und soziale Fähigkeiten vermittelt. Hauptziel ist es, sie nach der Haftentlassung direkt in Arbeits- oder Ausbildungsstellen sowie in Mitgliedschaften in Fußballvereinen zu vermitteln.

In den Jugendjustizvollzugsanstalten Iserlohn, Siegburg, Herford, Heinsberg, Hövelhof (alle männliche Gefangene) und in Köln (weibliche Gefangene) bildet die Sepp-Herberger-Stiftung jeweils eine Fußballmannschaft aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sie werden von einem Team - bestehend aus einer Kraft des Sozialdienstes, Sportübungsleitern, einem Übergangsmanager von MABiS.NeT (marktorientierte Ausbildungs- und Beschäftigungsintegration für Strafgefangene und Haftentlassene) und einen prominenten Paten aus dem Fußball - betreut.

Justizminister Kutschaty zog in Herford eine positive Bilanz: "Die Integration junger Strafgefangener ist kein einfaches Geschäft, aber der neu gewählte Ansatz hat dem Projekt noch einmal richtig Schwung gegeben. Der Jugendvollzug wird jetzt durch ein Netzwerk von starken Partnern unterstützt, die in dem Projekt gut zusammenarbeiten und den jungen Gefangenen eine faire Chance geben, nach der Haft wieder in der Ge¬sellschaft Fuß zu fassen. Deshalb bin ich der Sepp-Herberger-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, dem Handwerk und den beteiligten Vollzugsbediensteten für ihr Engagement außerordentlich dankbar. Das Projekt bildet ein wertvolles ergänzendes Element in dem Bemühen des Justizvollzugs, straffällig gewordene junge Menschen auf ein geregeltes Leben außerhalb der Gefängnismauern vorzubereiten", so Minister Kutschaty.

„Deutschland braucht jeden jungen, gut ausgebildeten Menschen, um den künftigen Fachkräftebedarf zu sichern“ ergänzte Roland Schüßler von der Bundesagentur für Arbeit. „Dieses Projekt unterstützt die Jugendlichen, eine echte berufliche Zukunftsperspektive zu entwickeln, ihre Fähigkeiten und Talente zu entdecken, ihre sozialen Kompetenzen zu schulen und damit ein gutes Rüstzeug für die Zeit nach der Haft zu erlangen. Ich freue mich vor allem, dass die Jugendlichen selbst so begeistert an dem Programm teilnehmen und aktiv den Anstoß für ihr neues Leben geben."

Die Sepp-Herberger-Stiftung (www.sepp-herberger.de) will das Projekt „Anstoß für ein neues Leben“ zeitnah auf fünf weitere Bundesländer ausdehnen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Justizministeriums, Telefon 0211 8792-255.

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