Jugend-Fußballturnier „Anstoß für ein neues Leben“ in der JVA Siegburg

12. September 2009

Jugend-Fußballturnier „Anstoß für ein neues Leben“ in der JVA Siegburg: Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter und Torwart-Legende Oliver Kahn ehren die Gewinner

Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter und Torwart-Legende Oliver Kahn haben heute in der Justizvollzugsanstalt Siegburg die Gewinner des Sepp-Herberger-Pokals beim zweiten Fußballturnier unter dem Motto „Anstoß für ein neues Leben“ geehrt.

Das Justizministerium teilt mit:

Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter und Torwart-Legende Oliver Kahn haben heute (12. September 2009) in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Siegburg die Gewinner des Sepp-Herberger-Pokals beim zweiten Fußballturnier unter dem Motto „Anstoß für ein neues Leben“ geehrt.

Der 67-malige Nationalspieler und Vize-Weltmeister Kahn war in seiner Funktion als Botschafter der Sepp-Herberger-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach Siegburg gekommen. Die Stiftung unterstützt zusammen mit dem Westdeutschen Handwerkskammertag dieses im vergangenen Jahr gestartete und wegweisende Projekt der nordrhein-westfälischen Justiz.

Kernpunkte von „Anstoß für ein neues Leben“ sind ein fußballerisches Sozialtraining während der Haft sowie Wiedereingliederungshilfen nach der Entlassung. Insgesamt 90 nach dem Jugendstrafrecht verurteilte junge Männer und Frauen sollen mit Hilfe des Fußballs auf das Leben nach der Haft vorbereitet werden.

In den Jugendjustizvollzugsanstalten Iserlohn, Siegburg, Herford, Heinsberg, Hövelhof (männliche Gefangene) und in Köln (weibliche Gefangene) bildet die Sepp-Herberger-Stiftung jeweils eine Fußballmannschaft aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren, die durch eine pädagogische Kraft und einen Paten aus dem Fußball betreut werden. In der kontinuierlichen Gruppenarbeit sollen den jungen Gefangenen durch den Sport persönlichkeitsbildende und soziale Fähigkeiten vermittelt werden, die später eine Rückkehr in das gesellschaftliche Leben erleichtern. Nach der Entlassung werden ihnen mit Unterstützung des Handwerks konkrete Hilfen zur Wiedereingliederung in die Gesellschaft angeboten.

„Wir sind überzeugt, dass dies eine Möglichkeit ist, straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende so zu erreichen, dass sie ihre Einstellung zum Leben und ihr Verhalten positiv verändern, dass sie einen Sinn darin sehen, sich eine Arbeit zu suchen und dass sie sich nochmals bewerben, auch wenn sie sich gerade eine Absage eingehandelt haben, weil die gewünschte Arbeits- oder Ausbildungsstelle schon vergeben ist“, sagte die Ministerin.

Sie fügte hinzu: „Gerade bei jungen Menschen muss unser aller Ziel sein, sie nicht weiter in eine kriminelle Karriere abgleiten zu lassen, sondern alles daran zu setzen, dass sie den noch vor ihnen liegenden langen Lebensweg bewältigen können, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Jugendliche Straftäter brauchen die klare Kante ebenso wie die ausgestreckte Hand. Das entspricht dem Interesse der Gesellschaft, die vor weiteren Straftaten geschützt wird, und dem Interesse der jungen Menschen, denen so ein Leben am Rande und im Abseits unserer Gesellschaft erspart bleibt.“

Weitere Informationen zum Projekt „Anstoß für ein neues Leben“ unter www.sepp-herberger.de.

Kontakt bei Rückfragen:
Justizministerium Nordrhein-Westfalen
Pressesprecher Ulrich Hermanski, Telefon 0162/1349 165
E-Mail: pressestelle@jm.nrw.de, die NRW-Justiz im Internet: www.justiz.nrw.de

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.