Regenerative Energiewirtschaft legt weiter zu

8. Dezember 2009

IWR-Studie: Regenerative Energiewirtschaft kann in Nordrhein-Westfalen 2008 trotz Finanzkrise weiter zulegen – Strukturwandel durch Ausbau regenerativer Forschungs- und Kompetenzeinrichtungen unterstützen

Die regenerative Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen ist 2008 weiterhin gewachsen. Im vergangenen Jahr waren über 22.400 Menschen bei den rund 3.200 erfassten nordrhein-westfälischen Unternehmen in den Bereichen Herstellung, Errichtung und Service regenerativer Anlagen tätig.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Die regenerative Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen ist 2008 weiterhin gewachsen. Im vergangenen Jahr waren über 22.400 Menschen bei den rund 3.200 erfassten nordrhein-westfälischen Unternehmen in den Bereichen Herstellung, Errichtung und Service regenerativer Anlagen tätig. Damit stieg die Zahl der Beschäftigten um rund sechs Prozent zum Vorjahr 2007 (rund 21.200 Beschäftigte). Gleichzeitig stiegen die Umsätze um etwa 20 Prozent auf gut 6,6 Milliarden Euro an (2007: rund 5,5 Milliarden Euro). Diese Zahlen gehen aus der aktuellen Studie „Zur Lage der Regenerativen Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen 2008“ hervor, die das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (www.IWR.de) im Auftrag des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums erstellt hat.

Die Energie- und Umweltbilanz in Nordrhein-Westfalen zeigt für 2008, dass der Beitrag erneuerbarer Energien (inklusive Grubengas) zur CO2-Minderung in den drei Teilbereichen Strom, Wärme und Treibstoffe um 0,8 Millionen Tonnen auf rund 16,5 Millionen Tonnen gestiegen ist (2007: rund 15,7 Millionen Tonnen). Bezieht man diesen Wert auf das in der Energie- und Klimaschutzstrategie Nordrhein-Westfalen verankerte Basisjahr 2005 (CO2-Minderung = rund zwölf Millionen Tonnen), stieg die CO2-Minderung in dem Zeitraum 2005 bis 2008 um 37,3 Prozent. Ausgehend von dem in der Studie dargestellten „Business as usual“-Szenario könnten bis 2020 gegenüber dem Basisjahr 2005 noch bis zu zehn Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Die Stromerzeugung aus regenerativen Energien erreicht 2008 rund 10,6 Milliarden Kilowattstunden. Bezogen auf die bundesweite Stromerzeugung aus regenerativen Energien von 93,2 Milliarden Kilowattstunden erreicht der Anteil in Nordrhein-Westfalen 2008 etwa 11,4 Prozent. „Damit liegt die Stromerzeugung aus regenerativen Energien in Nordrhein-Westfalen höher als die gesamte Stromerzeugung in Berlin (9,3 Milliarden Kilowattstunden), Brandenburg (7,8 Milliarden Kilowattstunden), Thüringen (6,4 Milliarden Kilowattstunden) oder Mecklenburg-Vorpommern (6,8 Milliarden Kilowattstunden)“, erklärte Wirtschaftministerin Christa Thoben.

Die wichtigsten Säulen der regenerativen Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen sind die Wind- und die Bioenergie, auf die insgesamt 90 Prozent der regenerativen Stromerzeugung entfallen. Die Liste der Energieträger (Einzelfeuerstätten) bei der regenerativen Wärmeerzeugung wurde in Nordrhein-Westfalen erweitert und erreicht 2008 gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um rund 61 Prozent auf neun etwa Milliarden kWh. Insgesamt liegt der nordrhein-westfälische Anteil an der bundesweiten Wärmeerzeugung aus regenerativen Energien (rund 104 Terrawattstunden) 2008 bei rund neun Prozent. Der Bio-Treibstoffsektor ist 2008 erstmals leicht rückläufig. Die biogene Treibstoffproduktion ist in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2008 auf rund 490.000 Tonnen zurückgegangen (2007: rund 566.000 Tonnen).

In Nordrhein-Westfalen werden durch die Landesregierung verschiedene Forschungs- und Kompetenzeinrichtungen in den einzelnen regenerativen Energiesparten unterstützt. Das IWR empfiehlt auf der Grundlage der Standort- und Strukturanalyse eine stärkere Bündelung der industrienahen Forschung, einen gezielten Ausbau der regenerativen Kompetenzzentren sowie einen systematischen Ausbau des Leistungsspektrums der Einrichtungen. Durch eine noch intensivere Vernetzung zwischen Industrie und Forschung kann der Standort Nordrhein-Westfalen weiter gestärkt werden. Zu den neuen zentralen Forschungs- und Kompetenzeinrichtungen, die beispielhaft Kristallisationspunkte für den systematischen Ausbau und die weitere Stärkung des Standortes Nordrhein-Westfalen bilden können, gehören unter anderem das GeothermieZentrum Bochum sowie das geplante Kompetenzzentrum Windkrafttechnik.

Die Studie ist abrufbar unter www.wirtschaft.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837 2417.

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