„Islam ist nicht Islamismus“

10. Juni 2009

„Islam ist nicht Islamismus“ – Vortrag der Landeszentrale für politische Bildung wirbt für ein differenziertes Islambild

„Islam ist nicht Islamismus“ – Vortrag der Landeszentrale für politische Bildung wirbt für ein differenziertes Islambild

„Islam ist nicht Islamismus“ – Vortrag der Landeszentrale für politische Bildung wirbt für ein differenziertes Islambild

Die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen teilt mit:

„Die Begriffe Islam und Islamismus dürfen nicht gleichgesetzt werden. Diese Tatsache vor allem Jugendlichen deutlich zu machen, ist eine wichtige Aufgabe der politischen Bildung", betonte die Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, Maria Springenberg-Eich heute in Düsseldorf. Im Rahmen einer Informationsreihe lädt die Landeszentrale zusammen mit dem Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen zu einem Informationstag am 16. Juni zum Thema: „Islam? Islamismus? − Herausforderungen für Pädagogik und Gesellschaft“ nach Bielefeld ein. „Seit dem Terroranschlag vom 11. September 2001 wird auch in Nordrhein-Westfalen in der öffentlichen Debatte die Religion des Islam oft gleichgesetzt mit politisch motiviertem Islamismus. Dem muss mit Information und Aufklärung entgegengewirkt werden“, so Springenberg-Eich weiter.

„Die Religionsfreiheit ist ein wichtiger Wesenszug unseres Grundgesetzes. Mit 60 Jahren Grundgesetz feiern wir auch 60 Jahre Religionsfreiheit. Es ist Teil unserer Demokratie, den Muslimen den Freiraum zu garantieren, innerhalb unserer Gesellschaft ihren Glauben im Rahmen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu leben. Zugleich sollten wir den Islamismus als das behandeln, was er ist: politisch motivierter Extremismus. Und es ist ebenso Teil unserer Demokratie, gegen politischen Extremismus vorzugehen“, stellte Springenberg-Eich klar.

Referenten der Veranstaltung sind Wael El-Gayar und Dr. Korkut Bugday. Wael El-Gayar, Islamwissenschaftler und Referent im Integrationsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, gibt in seinem Vortrag einen Einblick in die Grundlagen des Islams. El-Gayar: „Die Mehrheit der in unserem Land lebenden Muslime lebt ihren Glauben friedlich und ist verfassungstreu. Es muss eindeutig zwischen Muslimen und Islamisten unterschieden werden. In der Öffentlichkeit wird viel zu wenig differenziert."

Dr. Korkut Bugday, Referent im Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen spricht vom Missbrauch des Islam durch den Islamismus: „Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man den Islam als eine für unterschiedliche Auslegungen offene Religion oder als ein geschlossenes, unveränderbares Weltbild versteht. Der Islamismus will alle Bereiche des menschlichen Lebens streng regeln, gerade eben auch die politischen und staatlichen Teile. Das hat nichts mit Religionsfreiheit zu tun.“

Für Maria Springenberg-Eich muss die Aufklärung über Islam und Islamismus besonders Jugendliche erreichen: „Gerade muslimische Jugendliche sind für islamistische Propaganda empfänglich, vor allem dann, wenn sie sich ausgegrenzt fühlen. Darum wenden wir uns mit unserem Informationsangebot besonders an Multiplikatoren von Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen. Dabei informieren wir auch konkret über Strategien im Umgang mit gefährdeten Jugendlichen.“

Der Vortrag „Islam? Islamismus? − Herausforderungen für Pädagogik und Gesellschaft“ beginnt am Dienstag, 16. Juni 2009 um 14.00 Uhr in der Ravensberger Spinnerei, Ravensberger Park 1, in Bielefeld.

Wegen der begrenzten Platzzahl wird um Anmeldung gebeten unter:

Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen
Herr Cormann
Horionplatz 1
40213 Düsseldorf
Tel. 0211-8618 4622
E-Mail: herbert.cormann@mgffi.nrw.de

Weitere Informationen unter www.politische-bildung.nrw.de.

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