Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

25. November 2009

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen / Minister Laschet: „Frauen sind immer noch zu häufig Opfer von Gewalt“

„Unsere Gesellschaft darf in der Bekämpfung häuslicher Gewalt nicht nachlassen. Auch in Deutschland werden noch immer zu viele Frauen Opfer von Gewalttaten. Schutz und Hilfe für die Opfer sind weiterhin unerlässlich“, bekräftigte Frauenminister Armin Laschet anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Unsere Gesellschaft darf in der Bekämpfung häuslicher Gewalt nicht nachlassen. Auch in Deutschland werden noch immer zu viele Frauen Opfer von Gewalttaten. Schutz und Hilfe für die Opfer sind weiterhin unerlässlich“, bekräftigte Frauenminister Armin Laschet heute (25. November 2009) anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen in Düsseldorf. Auch in diesem Jahr beteiligt sich das nordrhein-westfälische Frauenministerium wieder an der bundesweiten Fahnenaktion von Terre des Femmes. Mit der Fahne „Frei leben - ohne Gewalt“ vor dem Dienstgebäude wird auf das Grundrecht auf ein gewaltfreies Leben aufmerksam gemacht. „Eine demokratische Gesellschaft wie die unsere muss öffentlich gegen Gewalt an Frauen Position beziehen“, so Minister Laschet.

Mit dem Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes und der Änderung des nordrhein-westfälischen Polizeigesetzes im Jahr 2002 ist die Sensibilität gegenüber häuslicher Gewalt gestiegen. Dies schlägt sich auch in der Zahl der bekannt gewordenen Fälle häuslicher Gewalt nieder. Sie nimmt von Jahr zu Jahr kontinuierlich zu. Allein im Jahr 2008 wurde die Polizei in Nordrhein-Westfalen in über 22.500 Fällen wegen häuslicher Gewalt zu Hilfe gerufen. Fast 11.000 Mal wurde der Täter der Wohnung verwiesen, mehr als 7.300 Opfer wurden von der Polizei an eine Beratungsstelle vermittelt. „Die Zahlen belegen, dass immer mehr Betroffene, ganz überwiegend sind es Frauen, ein Leben mit einem gewalttätigen Partner nicht mehr akzeptieren wollen. Auch das Umfeld ist aufmerksamer geworden und schaltet in kritischen Situationen häufiger die Polizei ein. Die Zahlen zeigen aber auch, wie notwendig nach wie vor eine
große gemeinsame Anstrengung zur Prävention häuslicher Gewalt ist“, erklärte der Minister.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung finanziert ein umfassendes Netz von Hilfeeinrichtungen, die den betroffenen Frauen Zuflucht und Unterstützung in schwierigen Lebenssituationen bieten, dazu zählen 62 Frauenhäuser, 55 allgemeine Frauenberatungsstellen, 47 Fraueninitiativen gegen sexualisierte Gewalt und acht Beratungsstellen für Opfer von Menschenhandel.

Damit auch Frauen mit Zuwanderungsgeschichte, die sich in der deutschen Sprache nicht sicher genug fühlen, einen verbesserten Zugang zu Frauenhäusern und den Angeboten der Frauenberatungsstellen und Fraueninitiativen gegen sexualisierte Gewalt bekommen, trägt das Land Nordrhein-Westfalen seit 2008 einen Teil der anfallenden Dolmetscherkosten.

Daneben unterstützt das Land die Arbeit der örtlichen Runden Tische gegen häusliche Gewalt, um durch eine optimierte Zusammenarbeit der Akteure schnelle und effektive Hilfe vor Ort sicherzustellen. Mit Fachtagungen, Ausstellungen und Plakataktionen tragen die örtlichen Runden Tische erheblich dazu bei, die Gesellschaft für das Thema häusliche Gewalt zu sensibilisieren und Hilfemöglichkeiten aufzuzeigen.

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen erinnert an die drei Schwestern Mirabel aus der Dominikanischen Republik, die im Untergrund Widerstand gegen den Diktator Rafael Trujillo leisteten und im Jahr 1960 nach monatelanger Folter vom militärischen Geheimdienst getötet wurden. Seit 1999 ist der 25. November von den Vereinten Nationen als internationaler Gedenktag anerkannt.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618 4338.

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