Integrationsbeauftragter fordert Ächtung weiblicher Beschneidung

5. Februar 2009

Integrationsbeauftragter fordert Ächtung, Wachsamkeit und Hilfe gegen weibliche Beschneidung

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Mädchenbeschneidung am 6. Februar fordert der Integrationsbeauftragte der Landesregierung Ächtung aller Formen der weiblichen Beschneidung, Wachsamkeit der Gesellschaft und Hilfe für die Betroffenen.

Der Integrationsbeauftragte der nordrhein-westfälischen Landesregierung, Thomas Kufen, teilt mit:

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Mädchenbeschneidung am 6. Februar fordert der Integrationsbeauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen Ächtung aller Formen der weiblichen Beschnei­dung, Wachsamkeit der Gesellschaft und Hilfe für die Betroffenen von weiblicher genitaler Beschneidung. Zu diesem Zwecke stellt der Integra­tionsbeauftragte Thomas Kufen eine 27-seitige Broschüre insbesondere zur Sensibilisierung zum Thema "Genitale Beschneidung bei Mädchen und Frauen" vor.

"Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind weltweit über 130 Millionen Mädchen und Frauen von Genitalverstümmelung betrof­fen. Täglich kommen 6.000 junge Mädchen hinzu. Schätzungen gehen davon aus, dass in EU-Staaten hunderttausende Frauen aus Ländern leben, in denen die Praxis der Genitalverstümmelung verbreitet ist. Schätzungen von Nichtregierungsorganisationen gehen in Nordrhein-Westfalen von rund 5.000 bedrohten oder betroffenen Mädchen und Frauen aus.

Deshalb brauchen wir eine stärkere Ächtung und Sensibilisierung für diese Thematik", so der Integrationsbeauftragte Thomas Kufen. Die In­formationsschrift will vor allem diejenigen unterstützen und ihnen Grundinformationen an die Hand geben, die in ihrer ehrenamtlichen oder beruflichen Arbeit mit beschnittenen Frauen oder mit Mädchen, denen eine genitale Verstümmelung droht, konfrontiert sind.

"Wichtig ist, dass wir nicht die betroffenen Mädchen und Frauen stigma­tisieren, sondern dass wir die Beschneidungspraxis verurteilen und gleichzeitig die betroffenen Frauen unterstützen. Für eine nachhaltige Verhinderung von Genitalverstümmelung sind wir auf Multiplikatorinnen und Multiplikatoren angewiesen, die einen guten Zugang zu den jeweili­gen Gruppen haben und dort aufklärend arbeiten können", so Thomas Kufen weiter.

Zu bestellen ist die Broschüre kostenlos über die Internet-Seite: http://www.mais.nrw.de

 

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