Immobilienmarkt: Reges Interesse an Wohneigentum

5. August 2010

Immobilienmarkt 2009 zeigt reges Interesse an Wohneigentum / Minister Jäger legt Grundstücksmarktbericht Nordrhein-Westfalen 2010 vor

Auf dem nordrhein-westfälischen Immobilienmarkt 2009 ist trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise das Interesse an Ein- und Zweifamilien­häusern ungebrochen. Das geht aus dem Grund­stücksmarktberichtes 2010 hervor, den Innen- und Kommunalminister Ralf Jäger heute vorlegte.

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Auf dem nordrhein-westfälischen Immobilienmarkt 2009 ist trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise das Interesse an Ein- und Zweifamilien­häusern ungebrochen. Noch stärker ist das Interesse am Wohnungs­eigentum. Weiter abwärts geht es mit den Umsätzen bei den Mehr­familienhäusern, sowie den Gewerbe- und Industrieobjekten. Dies teilte Innen- und Kommunalminister Jäger heute bei der Vorlage des Grund­stücksmarktberichtes 2010 durch den Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte mit.

Nachfrage nach Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentums­wohnungen weiter ansteigend

Im vergangenen Jahr wechselten 122.190 Immobilien den Besitzer. Das entspricht nur einem leichten Rückgang von einem Prozent im Vergleich zum Jahr 2008. Mit 43.390 verkauften Ein- und Zweifamilienhäusern stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent, der Umsatz blieb mit 8,34 Milliarden Euro dagegen nahezu unverändert. Auch die Zahl der verkauften Eigentumswohnungen stieg landesweit um fünf Prozent.

Entgegen dem Jahr 2009 verringerte sich die Anzahl der Kauffälle

  • bei Mehrfamilienhäusern um 18 Prozent,
  • bei Gewerbe- und Industrieobjekten um 21 Prozent und
  • bei Büro-, Verwaltungs- oder Geschäftshäusern sogar um 29 Prozent.

Die Marktpreise gaben im Schnitt leicht nach. Gebrauchte Eigen­tumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser verbilligten sich landesweit durchschnittlich um zwei Prozent. Dagegen stiegen die Preise für Erstverkäufe von Wohnungseigentum in einzelnen Regionen bis zu vier Prozent an. Die Preise für Baugrundstücke blieben weiter konstant.

Den Spitzenplatz bei den Baulandpreisen in mittleren Wohnlagen hält nach wie vor Düsseldorf mit 460 €/m2, gefolgt von den rheinischen Ge-meinden Meerbusch mit 370 €/m2 sowie Langenfeld mit 330 €/m2. Bei den guten Wohnlagen rangiert Köln mit 810 €/m2 vor Düsseldorf mit 630 €/m2 und Aachen mit 440 €/m2. Deutlich günstiger ist die Situation in einigen ländlichen Gebieten. So liegt der Preis für den Quadratmeter Bauland in mittleren Wohnlagen beispielsweise in Hallenberg (Hoch­sauerlandkreis) bei 30 €/m2 und in Stemwede bei 34 €/m2 (Kreis Minden-Lübbecke).

Bei nach Regionen differenzierten Baulandpreisen liegen die Grund­stücke in der Region Düsseldorf auf Platz 1 der Kostenskala. Dort zahlt man für den Quadratmeter Bauland im Schnitt 281 Euro. Deutlich preiswerter erworben werden können die Grundstücke

  • im Ruhrgebiet mit 189 €/m²,
  • der Bergisch/Märkischen Städteregion mit 181 €/m²,
  • den Regionen Bonn mit 178 €/m²,
  • Köln mit 169 €/m²,
  • der Region Niederrhein mit 151 €/m²,
  • dem Münsterland mit 124 €/m²,
  • der Region Eifel/Rur mit 105 €/m²,
  • in Ostwestfalen/Lippe mit 96 €/m² sowie
  • im Sauer- und Siegerland mit 88 €/m².

Wohnungseigentum in der Rheinschiene weiterhin zu Spitzenpreisen

Beim Wohnungseigentum ist es entlang der Rheinschiene unver­ändert am teuersten. Der Quadratmeter Wohnfläche kostet in Bonn in mittlerer Lage 2.918 €/m². An zweiter und dritter Stelle stehen Düssel­dorf mit 2.838 €/m² und Haan mit 2.623 €/m². Dagegen kostet eine Eigentumswohnung in Hamm 1.560 €/ m², in Rhede 1.550 €/ m², und in Hiddenhausen 1.450 €/m².

Erstbezugsfertige Reihenendhäuser oder Doppelhaushälften im Münsterland kosten mit 206.000 € deutlich weniger als in der Region Düsseldorf mit 303.000 €. Die Werte für die anderen Regionen:

  • Köln 279.000 €,
  • Bergisch/Märkische Städteregion 259.000 €,
  • Bonn 250.000 €,
  • Ruhrgebiet 248.000 €,
  • Eifel/Rur 234.000 €,
  • Niederrhein 223.000 €,
  • Sauer- und Siegerland 221.000 €,
  • Ostwestfalen/Lippe 207.000 €.

Reihenmittelhäuser sind in der Regel etwas preisgünstiger, sie kosten in der Region Düsseldorf aber immer noch 262.000 €.

Hintergrundinformationen

Der Grundstücksmarktbericht wird jährlich vom Oberen Gutachteraus­schuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen erstellt; Berichtszeitraum ist das jeweilige Vorjahr. Der Bericht ist das Ergebnis der Auswertung des Datenmaterials der örtlichen Gutachterausschüsse. Er informiert umfassend und aktuell auf 125 Seiten über Umsätze, Preise und Preisentwicklungen auf allen Grundstücksteilmärkten in Nordrhein-Westfalen und enthält Übersichten über die von den örtlichen Gutachterausschüssen ermittelten Liegenschaftszinssätze und Boden­preisindexreihen. Der Grundstücksmarktbericht NRW enthält wertvolle Informationen für Bewertungssachverständige aus Wirtschaft und Ver­waltung und nicht zuletzt für alle Bürger, die sich mit der Finanzierung und dem Erwerb bzw. der Veräußerung von Immobilien beschäftigen.

Der Grundstücksmarktbericht NRW 2010 kann für 40 Euro bei der folgenden Anschrift bestellt werden:

Der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen
Postfach 30 08 65
40408 Düsseldorf
Telefon: 0211/4 75 26 40
Telefax: 0211/4 75 29 00
E-Mail: oga@brd.nrw.de

oder im Internet unter der Adresse www.boris.nrw.de heruntergeladen werden.

Grafiken und eine Tabelle finden Sie unter dieser Pressemeldung als pfd-Datei.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

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