Mehr Frauen in natur- und ingenieur­wissenschaftlichen Berufen

3. August 2009

Immer mehr Frauen in Nordrhein-Westfalen entscheiden sich für natur- und ingenieur­wissenschaftliche Berufe / Minister Armin Laschet: „Wir sind auf dem richtigen Weg“

Der Anteil junger Frauen in naturwissenschaftlichen und ingenieur­wissenschaftlichen Berufen nimmt in Nordrhein-Westfalen deutlicher als im Bundestrend zu. In Nordrhein-Westfalen sind besonders viele Uni­versitäten und Fachhochschulen vertreten, die sich durch einen hohen Frauenanteil auszeichnen.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

Der Anteil junger Frauen in naturwissenschaftlichen und ingenieur­wissenschaftlichen Berufen nimmt in Nordrhein-Westfalen deutlicher als im Bundestrend zu. In Nordrhein-Westfalen sind besonders viele Uni­versitäten und Fachhochschulen vertreten, die sich durch einen hohen Frauenanteil auszeichnen. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die Frauenminister Armin Laschet in Auftrag gegeben hat. Laschet ermutigt junge Frauen, diesen positiven Trend durch ihre Berufswahl weiter zu verstärken. „In diesen Tagen treffen viele junge Menschen ihre Berufs­wahl. Gerade für die junge Frauen gilt, dass sie ausdrücklich auch tech­nische und naturwissenschaftliche Berufe in den Blick nehmen sollten", so Laschet.

Auswertungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit belegen für den Zeitraum von 1994 bis 2008 einen stärkeren einen Anstieg junger Frauen in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Berufen in Nordrhein-Westfalen als im Bundesdurchschnitt. Nimmt man als Beispiel die Bauingenieurwissen­schaften, so liegt der gestiegene Anteil um zwei Prozent höher als im Bundesdurchschnitt: In Nordrhein-Westfalen liegt der Anteil hier bei 11,2 Prozent, wohingegen der Bund nur eine Erhöhung von 7,8 Prozent zu verzeichnen hat. Ähnlich ist auch der Anstieg bei den Chemikerinnen und Chemieingenieurinnen, die im Unterschied zum Bundesdurchschnitt von 7,8 Prozent einen Anstieg von 9,1 Prozent vorweisen.

Der Frauenanteil an nordrhein-westfälischen Hochschulen liegt tenden­ziell fast zehn bis 20 Prozent höher als im Vergleich zum Bundesdurch­schnitt, wie zum Beispiel in den Studiengängen Architektur (Universität Wuppertal: 61,2 Prozent und Fachhochschule Düsseldorf: 72,0 Prozent; Bund: 52,9 Prozent) oder Bauingenieurwesen (Universität Dortmund: 33,2 Prozent; Bund: 23,2 Prozent). Die drei Universitäten Siegen, Wuppertal und Duisburg-Essen können im Gegensatz zum Bundes­durchschnitt von 49,4 Prozent einen Frauenanteil von über 60 Prozent im Studienfach Mathematik ausmachen. Sogar in traditionell männlich dominierten Studiengängen wie Elektrotechnik sticht Nordrhein-Westfalen positiv hervor.

Um diesen positiven Trend weiter zu fördern, hat das Frauenministerium die Erarbeitung eines Leitfadens zur Förderung des weiblichen Technik­nachwuchses in Auftrag gegeben, der sich gezielt an Studierende, Hochschulen und Unternehmen wendet. „Wir brauchen mehr junge Frauen in natur- und ingenieurwissenschaftlichen Berufen, aber wir müssen auch die Voraussetzungen dafür schaffen", so Minister Laschet. Welche Erwartungen die jeweils Beteiligten aneinander haben und auf welche Weise diesen entgegengekommen werden kann, um so die be­nötigten Voraussetzungen zu schaffen, soll der Leitfaden klären. Projektträger ist das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancen­gleichheit e.V. in Bielefeld.

Als weiterführendes Ziel gilt es, auch im europäischen Vergleich Spit­zenplätze zu erreichen. „Daher setze ich verstärkt auf internationalen Erfahrungsaustausch", erklärte Laschet. Diesen Erfahrungsaustausch soll die vom Frauenministerium beauftragte Studie „Studium, Berufs­einstieg und Beschäftigungssituation von Frauen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften in den EU-Ländern - Analyse von Best-Practise-Beispielen" (Projektträger: Küpper Sozialforschung & Consulting GmbH Köln) ermöglichen. Die europaweit angelegte Studie zeigt Möglichkeiten auf, wie Hochschulen Studienanfängerinnen gewinnen und sie bis zum Übergang vom Studium in den Beruf begleiten können. Nähere Informationen zum Projekt: www.kueso.de/aktuelles-frame.html . Die vorgestellten Projekte sollen bis Ende 2009 abgeschlossen sein und anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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