Programm „NRW-Patent-Validierung”

Porträtfoto von Ministerin Svenja Schulze
12. Oktober 2016

Ideen aus Hochschulen nutzen: Elf neue Projekte im Förderwettbewerb zur Patentverwertung empfohlen

NRW unterstützt Weiterentwicklung von Patenten aus Hochschulen

Mit dem Programm „NRW-Patent-Validierung” fördert das Land die Weiterentwicklung von Patenten aus den Hochschulen in NRW. In der zweiten Ausschreibungsrunde 2016 wurden 25 Vorhaben eingereicht.

 
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung teilt mit:

Mit dem Programm „NRW-Patent-Validierung” fördert das Land die Weiterentwicklung von Patenten aus den Hochschulen in NRW. In der zweiten Ausschreibungsrunde 2016 wurden 25 Vorhaben eingereicht. Elf Projekte hat die Jury jetzt zur Förderung empfohlen. Ihnen steht eine Fördersumme von insgesamt zwei Millionen Euro für eine Projektlaufzeit von zwei Jahren zur Verfügung.
 
Das Wissenschafts- und das Wirtschaftsministerium unterstützen mit dem Wettbewerb Projekte darin, an der Hochschule entstandene Ideen wirtschaftlich zu nutzen und sie auf den Markt zu bringen. So soll die Förderung „NRW-Patent-Validierung“ die Lücke zwischen Patentanmeldung und der Nutzung durch Wirtschaft und Gesellschaft schließen.
 
„Es ist wichtig, das Potenzial neuer Patente aus den Hochschulen systematisch zu erschließen und den Austausch zwischen Hochschulen und Unternehmen zu verbessern. Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft müssen effizient und zielgerichtet miteinander verknüpft werden – für wirtschaftliches Wachstum, für mehr Beschäftigung, für den Umweltschutz und für den Wohlstand unserer Gesellschaft“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.
 
Wirtschaftsminister Garrelt Duin: „Von der gemeinsamen Initiative HochschulStart-up.NRW profitieren Hochschulen, Forschungseinrichtungen, mittelständische Unternehmen und Start-ups. Die zur Patentverwertung empfohlenen Projekte zeigen einen eindrucksvollen Querschnitt der Leistungen unserer Wissenschaft. Und sie zeigen, wie es Hochschulen auf unterschiedlichen Gebieten gelingen kann, diese Ideen für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen und sich damit in einer ständig verändernden Welt erfolgreich zu behaupten.“

Die elf ausgewählten Projekte:

  • Fachhochschule Aachen: Mikrowellen-Zündkerze für neue Magermotoren
  • RWTH Aachen: Extrakorporale Kohlenmonoxid-Entgiftung
  • Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: Validierung eines diagnostischen Verfahrens zur Quantifizierung und Verlaufskontrolle von nächtlichem Bruxismus
  • Hochschule Düsseldorf: Faseroptisches Körperschallmesssystem zur Rissdetektion und Schadensvorhersage von dünnwandigen Metallstrukturen
  • Universität Duisburg-Essen: Kallikrein-8 als früher Biomarker in der Diagnostik und als Therapie-Target in der Alzheimer-Krankheit
  • Universität zu Köln: Entwicklung und Etablierung eines DMEK Shooters
  • Universität zu Köln: Vim3 zur Differentialdiagnose – Validierung des Nachweises im Gewebe und im Urin, Etablierung eines Testsystems für einen monoklonalen Antikörper
  • Universität zu Köln: Farbtoneinstellung über Interferenz in OLED
  • Hochschule Niederrhein: Faseroptischer Betauungssensor mit Temperaturmessung
  • Hochschule Niederrhein: Eliminierung des Phosphitgehaltes von Abwässern aus der Beschichtungsbranche mittels Stabbündelelektrode
  • Westfälische Hochschule: Validierung eines neuartigen modular aufgebauten Hochdruck-Elektrolysesystems zur Produktion von Wasserstoff aus regenerativen Energiequellen

Eine weitere Ausschreibungsrunde ist für den 31. März 2017 geplant.
 
Der Förderwettbewerb ist Teil der Initiative „HochschulStart-up.NRW“, die vom Land bis 2020 mit insgesamt 70 Millionen Euro gefördert wird. Die Mittel stammen zur Hälfte aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). 

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