Härtetest für den neuen Digitalfunk im Köln-Bonner Raum gestartet

2. April 2012

Härtetest für den neuen Digitalfunk im Köln-Bonner Raum gestartet / Minister Jäger: Nächster wichtiger Schritt zur flächendeckenden Einführung

Ab sofort unterziehen die Sicherheitsbehörden in Köln, Leverkusen, Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis das neue Digitalfunknetz einem Här­tetest. In den nächsten sechs Monaten soll das neue Funknetz seine Funktionsfähigkeit beweisen. „Wir machen jetzt den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg zum flächendeckenden Digitalfunk in NRW“, sagte Innenminister Ralf Jäger in Köln. „Im Probebetrieb wollen wir Erfahrun­gen sammeln, technische Szenarien erproben und prüfen, ob alle von uns gestellten Anforderungen erfüllt sind. Wir werden das Netz auf Herz und Nieren prüfen. Wo es hakt, wird nachgebessert.“

Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Ab sofort unterziehen die Sicherheitsbehörden in Köln, Leverkusen, Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis das neue Digitalfunknetz einem Här­tetest. In den nächsten sechs Monaten soll das neue Funknetz seine Funktionsfähigkeit beweisen. „Wir machen jetzt den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg zum flächendeckenden Digitalfunk in NRW“, sagte Innenminister Ralf Jäger in Köln. „Im Probebetrieb wollen wir Erfahrun­gen sammeln, technische Szenarien erproben und prüfen, ob alle von uns gestellten Anforderungen erfüllt sind. Wir werden das Netz auf Herz und Nieren prüfen. Wo es hakt, wird nachgebessert.“

Der erweiterte Probebetrieb ist ein wichtiger Bestandteil der vertrag­lichen Regelungen mit den Herstellern. „Nach den Berichten aus ande­ren Bundesländern ist es unwahrscheinlich, dass ein Systemwechsel dieser Größenordnung völlig fehlerfrei funktioniert“, machte der Minister deutlich. „Deshalb unterbrechen wir sofort die Probephase, wenn wir gravierende Fehler oder Schwächen im System erkennen. Dann müs­sen die Hersteller die Probleme schnell lösen. Erst wenn alle Tests die volle Funktionsfähigkeit bewiesen haben, werden wir das Netz über­nehmen.“ Während des Probebetriebs wird der analoge Funk parallel weiter verwendet.

Bereits seit Januar dieses Jahres sammeln die beteiligten Behörden im Großraum Düsseldorf erste Erfahrungen mit dem Digitalfunk. „Das Netz läuft dort stabil. Die Messungen bestätigen die im Rahmen der Planung erwartete Funkversorgung. Die Nutzer loben in ersten Rückmeldungen die deut­liche Qualitätssteigerung bei der Sprachübertragung“, erläuterte Jäger. „Es gibt aber auch Bereiche, wo es tatsächlich noch hakt. Daran arbei­ten wir jetzt. Wir bessern nach, bis alles fehlerfrei läuft. Das ist unser Anspruch.“

Im Köln/Bonner Raum wurden 38 Basisstationen errichtet. Bei den drei beteiligten Polizeibehörden werden 43 Wachen und drei Leitstellen an das Netz angeschlossen. Rund 570 Funkstreifenwagen werden umge­rüstet und etwa 5.700 Polizisten an den neuen Geräten geschult. In ganz Nordrhein-Westfalen rüsten in 50 Polizeibehörden sowie 422 Feu­erwehren der Kommunen und Kreise, 96 Werksfeuerwehren und die Hilfsorganisationen insgesamt 26.000 Fahrzeuge um. Rund 80.000 Funkgeräte werden ausgetauscht. Auch die Leitstellen der Feuerwehren werden an die neue Technik angepasst. 40.000 Polizisten und mehr als 120.000 Angehörige von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Hilfsorgani­sationen werden für den Digitalfunk fit gemacht. Für den Aufbau und Betrieb des Digitalfunks hat das Land rund 513 Millionen Euro bereitge­stellt. Im Sommer 2013 soll das Digitalfunknetz in ganz NRW betriebs­bereit sein.

Die neue digitale Funktechnik zeichnet sich durch wesentlich bessere und klarere Übertragung von Sprache aus, auch unter Extrembedingun­gen. „Der Digitalfunk ist abhörsicher und bringt der Polizei, den Feuer­wehren, dem Zoll, der Justiz, den Rettungsdiensten und damit den Men­schen mehr Sicherheit“, sagte der Innenminister. Neben der Hoch­sicherheitsverschlüsselung hat die digitale Technik weitere Vorteile ge­genüber dem analogen Funk. Die digitalen Funkgeräte sind kleiner, leichter und bieten neben der Gruppenkommunikation zusätzliche Funk­tionen wie Einzelruf und die Möglichkeit, zu telefonieren und Kurzmitteilungen zu versenden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Inneres und Kommunales, Telefon 0211 871-2300.

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