Globale Menschheitsfragen brauchen Chemie aus Nordrhein-Westfalen

25. November 2009

Globale Menschheitsfragen brauchen Chemie aus Nordrhein-Westfalen – Internationale Vergleichsstudie empfiehlt kompaktere Marketingstrategie

„Chemie ist ein Problemlöser, kein Problemverursacher. Globale Menschheitsfragen wie Klimaschutz und Energieversorgung sind nur mit chemischen Produkten zu beantworten“, erklärte Wirtschaftsministerin Christa Thoben zur Eröffnung des Branchentags Chemie.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

„Chemie ist ein Problemlöser, kein Problemverursacher. Globale Menschheitsfragen wie Klimaschutz und Energieversorgung sind nur mit chemischen Produkten zu beantworten“, erklärte Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Christa Thoben heute (25. November 2009) zur Eröffnung des Branchentags Chemie in Düsseldorf. So seien chemische Produkte wie etwa Dämmstoffe, Niedrigtemperatur-Waschmittel, Energiesparlampen oder Kunststoffe im Automobilbau unverzichtbar, um Energieverbräuche entscheidend zu senken. Für Nordrhein-Westfalen als Europas größter Chemieregion bedeute dies große Marktchancen, so die Ministerin weiter. Voraussetzung sei, von der ersten Produktionsstufe bis zur abschließenden Weiterverarbeitung möglichst viel im Land zu halten.

Ministerin Thoben: „Wer der Filetierung der Wertschöpfungsketten das Wort redet, legt die Axt an den Industriestandort. Auch deshalb brauchen wir über Pipelines vernetzte Chemieparks mit leistungsfähigen Kraftwerken darin.“

Die Zukunftsaussichten für die Chemie in Nordrhein-Westfalen sind gut. Dies ist das Ergebnis einer zum Branchentag veröffentlichten internationalen Vergleichsstudie. Danach kann Nordrhein-Westfalen auf hervorragend ausgebildete Beschäftigte, eine leistungsfähige Infrastruktur, ein üppiges Patentportfolio und überdurchschnittliche ausländische Direktinvestitionen zurückgreifen. Hohe Energiekosten, ein zunehmender Wettbewerb sowie ein Mangel an Fachkräften in der Zukunft hingegen fordern laut Studie den Standort heraus. Empfohlen werden daher verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung, der Ausbau des Bildungspotenzials sowie eine verstärkt an mittelständischen Unternehmen in den Konkurrenzregionen orientierte kompakte Vermarktungsstrategie.

Ministerin Christa Thoben: „Nordrhein-Westfalen muss sich als eine Chemieregion vermarkten und um Investoren werben. Dabei wollen wir als Land mithelfen und in den kommenden drei Jahren zusammen mit der NRW.Invest eine Strategie erproben, die sich an den Handlungsempfehlungen der Studie orientiert. Eine dritte Wettbewerbsrunde im Förderwettbewerb Chemie und Kunststoff (CheK.NRW) ist überdies in Arbeit.“

Nach einer Studie des Internationalen Dachverbandes der Chemischen Industrie ICCA haben sich Produktion und Energieverbrauch der chemischen Industrie entkoppelt. Für das gleiche Produkt braucht man in der Chemie heute nur halb so viel Energie wie vor 20 Jahren. Die deutsche Chemieindustrie hat seit 1990 die Treibhausgas-Emissionen um über 36 Prozent reduziert, während gleichzeitig die Produktion um über 57 Prozent anstieg.

Nordrhein-Westfalen ist die bedeutendste deutsche Chemieregion. Die chemische Industrie zählt zu den größten Arbeitgebern im Land. Die knapp 470 Chemieunternehmen beschäftigen rund 106.000 Mitarbeiter – das sind gut 24 Prozent aller Beschäftigten in dieser Branche in Deutschland. Von den 20 umsatzstärksten deutschen Chemieunternehmen haben allein sieben ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen. Zum deutschen Gesamtumsatz trägt die nordrhein-westfälische Chemieindustrie alleine mit knapp 32 Prozent fast so viel bei wie die drei nachfolgenden Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg zusammen. Die Chemieunternehmen in Nordrhein-Westfalen erzielten 2008 einen Umsatz von über 56 Milliarden Euro. Gemessen an diesem Umsatz nimmt der nordrhein-westfälische Standort EU-weit Rang 6 und weltweit Rang 12 ein.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211 837 2417.

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