Girls’ Day 2010: Junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Frauenministerium

19. April 2010

Girls' Day 2010 - Berufsorientierung von jungen Frauen und Männern mit Zuwanderungsgeschichte

Zum Girls’ Day am 22. April 2010 lädt Staatssekretärin Marion Gierden-Jülich junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ins Frauen- und Jugendministerium ein.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Bildung und Berufswahl sind die entscheidenden Schlüssel zur Integration und für den sozialen und gesellschaftlichen Aufstieg“, sagte Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im Frauenministerium, im Vorfeld des Girls' Day in Düsseldorf am 22. April 2010. „Es entspricht mittlerweile einer guten Tradition unseres Hauses, den Tag gemeinsam mit Mädchen und Jungen zu gestalten. Dabei setzen wir in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Berufsorientierung von jungen Frauen und Männern mit Zuwanderungsgeschichte.“

Zum „Girls' Day - Mädchenzukunftstag 2010" empfängt Staatssekretärin Dr. Gierden-Jülich eine Gruppe von jungen Frauen und Männern mit Zuwanderungsgeschichte im Alter von 14 bis 20 Jahren im Frauen- und Jugendministerium. Die diesjährige Veranstaltung hat das übergeordnete Thema "Geschlecht - Interkulturalität - Berufsorientierung". Kooperationspartner sind die „FUMA Fachstelle Gender NRW“, die Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwanderungsfamilien (RAA) Hamm und der Verein Schulen ans Netz e.V.

Eine Gruppe von etwa zehn Mädchen im Alter von 15 bis 20 Jahren mit Zuwanderungsgeschichte hat das Thema „Lebens- und Berufsplanung bei Migrantinnen“ vorbereitet. In Kleingruppen werden sie im Ministerium mit Frauen sprechen, die eine eigene Zuwanderungsgeschichte haben und verantwortungsvolle Positionen bekleiden. Von besonderem Interesse sind dabei die persönlichen und fachlichen Voraussetzungen sowie die Erfahrungen der Mitarbeiterinnen auf ansonsten männerdominierten Arbeitsstellen.

Etwa zehn Jungen im Alter von 14 bis 16 Jahren haben das Thema „Berufsorientierung bei jungen Männern aus interkultureller Perspektive am Beispiel des Friseurberufs“ gewählt. Die teilnehmenden Jungen werden in Kleingruppen selbstständige Friseure mit Zuwanderungsgeschichte in Düsseldorf aufsuchen und zu ihren Berufen befragen. Dabei soll der Blick zum einen auf die Geschlechterthematik in Berufen gelenkt werden. Zum anderen wird ein interkultureller Vergleich zwischen Friseurmeistern in Deutschland und beispielsweise der Türkei gezogen. Aus dem gewonnenen Material werden die Jungen für das Internetportal „Mixopolis“ einen Lernkurs zum Beruf „Friseur“ verfassen.

Staatssekretärin Dr. Gierden-Jülich: „Junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte erreichen im Durchschnitt bessere Abschlüsse in der Schule als junge Männer mit Zuwanderungsgeschichte. Auch verfügen sie häufiger über einen Universitätsabschluss. Dennoch haben sie größere Schwierigkeiten, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, die ihrem persönlichen Potenzial entspricht.“

In der Altersgruppe von 25 bis 35 Jahren verfügen rund 25 Prozent der Frauen über einen Realschulabschluss, 30 Prozent über die Hochschulreife. Aber: Rund zehn Prozent bleiben ohne schulischen Abschluss. Bei den Jungen besitzen rund 22 Prozent einen Realschulabschluss, rund 26 Prozent die Hochschulreife. Hier bleiben rund neun Prozent  ohne schulischen Abschluss.

Bei den beruflichen Bildungsabschlüssen haben rund 37 Prozent der jungen Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in der Altersgruppe von 25 bis 35 Jahren eine Lehre erfolgreich abgeschlossen, 12,5 Prozent erlangen einen Universitätsabschluss und rund 34 Prozent bleiben ohne einen beruflichen Bildungsabschluss. Rund 41,5 Prozent der jungen Männern in der vergleichbaren Altersgruppe absolvieren erfolgreich eine Lehre: Rund zehn Prozent erlangen einen Universitätsabschluss, jedoch bleiben rund 30 Prozent ohne beruflichen Abschluss. (Quelle: Mikrozensus 2008, Statistisches Bundesamt Deutschland)

Viele junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte konzentrieren sich auf die Ausbildungsberufe Friseurin, Kauffrau im Einzelhandel, Medizinische Fachangestellte, Verkäuferin, zahnmedizinische Fachangestellte. (Quelle: Datenbank Aus- und Weiterbildungsstatistik, BIBB)

Das Frauenministerium setzt sich seit Jahren sehr erfolgreich dafür ein, junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in der Phase der Berufsorientierung gezielt zu begleiten und zu unterstützen.

Beispielhaft ist in diesem Zusammenhang das landesweite Projekt „Neue Wege in den Beruf – Mentoring für junge Frauen mit Zuwanderungsgeschichte“ zu nennen, das zum Ziel hat, die beruflichen Chancen von Mädchen und jungen Frauen mit Zuwanderungsgeschichte zu verbessern und sie bei der Ausbildungsplatzsuche oder der Studienwahl zu unterstützen. Bei einem finanziellen Gesamtvolumen von einer Million Euro und einer Laufzeit von drei Jahren (2009 - 2011) zählt es bundesweit zu den größten seiner Art.

Fotos von der Veranstaltung zum Girls' Day 2010 können am 22. April 2010 auf www.mgffi.nrw.de heruntergeladen werden.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211 8618 4338.

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