Interkultureller Gesundheitsleitfaden in 15 Sprachen

24. Juni 2009

Gesundheitsprojekt „Mit Migranten für Migranten – Gesundheit Gesundheit von Eltern und Kindern in Nordrhein-Westfalen“

Im Rahmen des Gesundheitsprojektes „Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit in Nordrhein-Westfalen“ wurde ein Gesund­heitsleitfaden für Menschen mit Zuwande­rungsgeschichte veröffentlicht. Er soll die Orientierung im deutschen Gesundheitssystem er­leichtern.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und das MiMi (Mit Migranten für Migranten) Gesundheitsprojekt in Nordrhein-Westfalen teilen mit:

Noch immer stehen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte vor großen Herausforderungen, wenn es um die Orientierung im deutschen Ge­sundheitssystem geht. Neben sprachlichen Barrieren kann auch die Unwissenheit über Versorgungsstrukturen verhindern, dass Menschen bestehende Angebote nutzen und sich um ihre Gesundheit kümmern.

Im Rahmen des Gesundheitsprojektes „Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit in Nordrhein-Westfalen“ (MiMi NRW) wurde in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten und Institutionen ein Gesund­heitsleitfaden für Nordrhein-Westfalen zum Thema „Gesundheit von El­tern und Kindern“ erstellt. Die Broschüre soll Menschen mit Zuwande­rungsgeschichte die Orientierung im deutschen Gesundheitssystem er­leichtern.

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sagte anlässlich der Veröffentlichung des Leitfadens heute (24. Juni 2009) in Düsseldorf: „Die Gesundheit und das Verhalten der Eltern ha­ben einen großen Einfluss auf die gesundheitliche Entwicklung des Kin­des. Das gilt für den Verlauf einer Schwangerschaft und der Geburt, aber auch für das Aufwachsen. Aber nur wer gut und umfassend infor­miert ist, kann die vielfältigen Angebote unseres Gesundheitssystems gezielt wahrnehmen. Der Gesundheitsleitfaden enthält wichtige Infor­mationen über die Möglichkeiten des deutschen Gesundheitswesens, über Früherkennungsuntersuchungen und Vorsorgeleistungen. Neben konkreten Informationen und Tipps rund um die Gesundheit von Eltern und Kindern ist dort ein vielfältiges Adressangebot von Institutionen und Anlaufstellen zu finden, bei denen sich Interessierte genauer informieren und gezielt beraten lassen können. Damit ist der Leitfaden ein weiterer wertvoller Baustein der vielfältigen Aktivitäten der Landesinitiative ‚Ge­sundheit von Mutter und Kind’“, so Laumann weiter.

„Wir freuen uns über den neuen MiMi-Leitfaden für NRW“, unterstreicht Theo Giehler, Mitglied des Vorstandes des BKK Landesverbandes NRW. Untersuchungen zeigen, dass vor allem Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennungsmaßnahmen von Menschen mit Zuwanderungsge­schichte weniger häufig in Anspruch genommen werden. Das MiMi-Projekt in Nordrhein-Westfalen soll diese Situation verbessern und die Angebote der Gesetzlichen Krankenversicherung verständlicher und ihre Nutzung effektiver machen“, so Giehler.

Ramazan Salman, Geschäftsführer des Ethno-Medizinischen Zentrums, betont: „Gesundheitslotsen sind Experten für die muttersprachliche Vermittlung von Informationen rund um das Thema Gesundheit – ihr Einsatz hat uns schon ein gutes Stück bei der gesundheitlichen Integra­tion vorangebracht. Nun soll der neue Mi-Mi Leitfaden für Nordrhein-Westfalen zusätzliche Hilfe für Migranten in Nordrhein-Westfalen bie­ten.“

Der Gesundheitsleitfaden ist in 15 Sprachen erhältlich: Deutsch, Alba­nisch, Griechisch, Persisch, Polnisch, Spanisch, Italienisch, Kurdisch, Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch, Serbokroatisch, Türkisch und Vietnamesisch. Das MiMi-NRW-Projekt wird im Auftrag des Ministe­riums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-West­falen, der BKK Bundesverband GbR und des BKK Landesverbandes Nordrhein-Westfalen unter der Leitung des Ethno-Medizinischen Zent­rums durchgeführt und von Betriebskrankenkassen in den Regionen gefördert.

Hier kann der Gesundheitsleitfaden bezogen werden:

als Broschüre schriftlich per Mail: ethno@online.de

per Post: Ethno-Medizinisches Zentrum e.V., Königstraße 6, 30175 Hannover, oder als Download über die Internetadresse: www.bkk-promig.de

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