Brustzentren in Nordrhein-Westfalen flächen­deckend eingeführt

26. Januar 2010

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Wir sind Vorreiter in der Brustkrebsversorgung“ / Brustzentren verbessern Diagnostik und Behandlung von Brustkrebs

„Wir haben unser Ziel, Brustzentren in Nordrhein-Westfalen flächen­deckend einzuführen, erreicht. Damit haben wir die Brustkrebsversor­gung entscheidend verbessert“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei der Vorstellung der Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung der Brustzentren.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

„Wir haben unser Ziel, Brustzentren in Nordrhein-Westfalen flächen­deckend einzuführen, erreicht. Damit haben wir die Brustkrebsversor­gung entscheidend verbessert. Vergleicht man die Brustzentren mit der Versorgungsqualität in Deutschland, besteht ein Trend zu einer über­durchschnittlichen Versorgung dieser Patientinnen in Nordrhein-West­falen“, sagte der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann heute (26. Januar 2010) in Düsseldorf bei der Vorstellung der Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung der Brustzentren im Düs­seldorfer Landtag. Laumann zog eine positive Bilanz: Die in Deutsch­land festgelegten Qualitätsindikatoren werden in den nordrhein-westfäli­schen Brustzentren besser erreicht als anderswo.

„Wir haben in den landesweit 51 Brustzentren die Behandlung dieser Krankheit konzentriert und gebündelt“, erklärte Laumann. Noch bis zum Jahr 2005 sei dies nur verstreut in etwa 250 Krankenhäusern möglich gewesen. „Jetzt haben wir mehr Qualität in Diagnostik und Behandlung erreicht“, erklärte Laumann. Pro Brustzentrum liegt der Einzugsbereich jeweils zwischen 360.000 und 450.000 Menschen – damit ist auch die nötige Nähe zu einem so spezialisierten Angebot gesichert.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, bundesweit erkranken daran jährlich mehr als 45.000 Frauen. Das bedeutet allein für Nordrhein-Westfalen etwa 10.000 Neuerkrankungen pro Jahr.  Bei Frauen zwischen 40 und 50 Jahren ist diese Krebsart die häufigste To­desursache.

„Deshalb gehört „Krebs bekämpfen“ zu den zehn vorrangigen Gesund­heitszielen in Nordrhein-Westfalen, auf die sich die Landesgesundheits­konferenz verständigt hat“, sagte Laumann.

Wesentliche Elemente des Konzepts sind eine hohe Qualifikation aller beteiligten Fachgebiete, eine größere Orientierung an den Bedürfnissen der Patientinnen sowie die bessere Zusammenarbeit zwischen den un­terschiedlichen Disziplinen und Einrichtungen. Um als Brustzentrum an­erkannt zu werden, muss eine Klinik daher eine ganze Reihe von Krite­rien erfüllen.

Dazu gehört beispielsweise, dass Brustzentren alle so genannten Kernleistungen wie Operationen, Röntgenuntersuchungen, Strahlenthe­rapie, Pathologie und Onkologie in interdisziplinärer Zusammenarbeit erbringen müssen. Die vom Land anerkannten Brustzentren müssen darüber hinaus Mindestfallzahlen bei Operationen nachweisen. Außer­dem sollen sie mit niedergelassenen Gynäkologen und anderen Spezia­listen ein regionales Netzwerk bilden, das von der Diagnose über die Behandlung bis zur Nachsorge alle Leistungen ermöglicht. Die Einhal­tung der hohen Qualitätsmaßstäbe wird regelmäßig von der Ärztekam­mer überprüft. Wie die Leistungen der Brustzentren von den Patientin­nen beurteilt werden, wird regelmäßig in Patientinnenbefragungen ge­klärt.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Telefon 0211 855 3118.

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