Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Größtmöglicher Gesundheitsschutz der Bevölkerung bleibt gewährleistet“

11. Juni 2009

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Größtmöglicher Gesundheitsschutz der Bevölkerung bleibt gewährleistet“

„Auch die Anhebung der Pandemiewarnstufe auf „6“ durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) muss die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen nicht beunruhigen“, betonte heute (11.06.2009) der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. „Das Land ist sehr gut vorbereitet“, sagte Laumann weiter.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

„Auch die Anhebung der Pandemiewarnstufe auf „6“ durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) muss die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen nicht beunruhigen“, betonte heute (11.06.2009) der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. „Das Land ist sehr gut vorbereitet“, sagte Laumann weiter.

"Wir haben seit einiger Zeit damit gerechnet, dass die WHO die Phase 6 ausrufen würde. Global gesehen sind dafür die Bedingungen erfüllt“; so Laumann weiter. Definitionsgemäß müssen in mindestens zwei unterschiedlichen WHO-Regionen fortgesetzte Übertragungen des Virus von Mensch zu Mensch vorkommen. Nach der Bewertung der WHO ist diese Definition jetzt erfüllt. Aus deutscher Sicht handele es sich um eine formale Ausrufung. Faktisch ändere sich in Deutschland derzeit nichts mit der Ausrufung der Phase 6. Auch wenn mit weiteren Erkrankungen gerechnet werden müsse, entspreche das Infektionsgeschehen in Deutschland nicht dem einer Pandemie.

Das Gesundheitsministerium hat zur Unterstützung seiner Arbeit acht Experten berufen, die fachlich medizinische Probleme bewerten und damit die Landesregierung beraten. Die einzelnen Experten sind in unterschiedlichsten Fragen seit längerem in das Geschehen einbezogen. Die berufenen Experten sind Wissenschaftler, Praktiker und Sachverständige des Öffentlichen Gesundheitsdienstes:

  • Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn
  • Prof. Dr. Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit am Universitätsklinikum Bonn
  • Prof. Dr. Hartmut Hengel, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Düsseldorf
  • Prof. Dr. Dieter Häussinger, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie der Universität Düsseldorf
  • Dr. Jan Leidel, Leiter des Gesundheitsamtes Köln
  • Prof. Dr. Georg Peters, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Münster
  • Dr. Detlef Schmeer, Stellvertretender Leiter des Gesundheitsamts Kreis Steinfurt, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Infektiologie des Berufsverbands Ärzte im ÖGD Nordrhein-Westfalen
  • Prof. (BG) Dr. Heiko Schneitler, Leiter des Gesundheitsamtes Düsseldorf

„Ich bin mir sicher, dass die berufenen Experten durch ihre hohe fachliche Kompetenz die Arbeit der Landeregierung bei der Bekämpfung der Mexiko-Grippe in geeigneter Form unterstützen werden“, meinte Laumann.

Ob und vor allem in welchem Umfang gleichzeitig der Vertrieb der antiviralen Arzneien an die Apotheken des Landes in die Wege geleitet werden müsse, richte sich nach dem Maß der Verbreitung des Virus. „Mit der 2005 beschlossenen Bevorratung der antiviralen Arzneimittel (Tamiflu® und Relenza®) für 30 Prozent der Bevölkerung werden wir im Falle einer ernsten Grippe-Pandemie jedem erkrankten Bürger in Nordrhein-Westfalen die benötigten Medikamente zur Verfügung stellen können, damit er schnell wieder gesund wird“, betonte Laumann. „Ich kann gleichzeitig nur alle Bürgerinnen und Bürger davor warnen, jetzt diese antiviralen Arzneimittel im Internet zu bestellen. Es handelt sich extrem häufig um Fälschungen, die nur der Geldmacherei aber nicht dem Gesundheitsschutz dienen. Außerdem müssen diese Medikamente streng nach ärztlicher Verordnung eingenommen werden. Wer sie eigenständig zum falschen Zeitpunkt einnimmt, schadet sich selbst und geht das Risiko ein, dass ihm genau diese Medikamente bei einer Grippepandemie aufgrund von Resistenz-Bildungen nicht mehr helfen.

Der Versuch also, Arzneimittel im Wege von Hamsterkäufen unkontrolliert und ohne ärztliche Verordnung zu erhalten, ist nicht notwendig und zudem auch noch gefährlich“, so der Gesundheitsminister. Wichtig ist allerdings, dass auch die Betriebe im Rahmen ihrer Arbeitsschutzmaßnahmen Vorsorge treffen.

„Wir möchten, dass die Bevölkerung informiert ist, dass sie weiß, welche Verhaltensregeln gelten und wohin sie sich im Bedarfsfall wenden kann. Daher steht den Bürgerinnen und Bürger die speziell eingerichtete Hotline der Landesregierung zur Verfügung. Die Hotline ist werktags von 8 bis 18 Uhr unter 0180 3 100 210 (9ct/Min., abweichende Tarife aus dem Handynetz) erreichbar“, so Laumann weiter. Selbstverständlich hilft auch jedes Gesundheitsamt weiter.

Die Ärzteschaft ist selbstverständlich ebenfalls informiert, berät und hilft. „Ein simpler, aber sehr effektiver Schutz vor Infektionskrankheiten stellt nach wie vor regelmäßiges Händewaschen dar. Daher steht der Flyer „Hygiene im Alltag. Influenza im Keim ersticken“ zur Verfügung, der wertvolle Tipps für alle Bürgerinnen und Bürger bietet.“ Er werde nun auch allen Schulen des Landes gesondert zur Verfügung gestellt. „Wenn die Bevölkerung durch aktive und noch intensivere Hygiene mithilft, werden wir diese Grippe gut in den Griff bekommen.“ Jeder Bürger, jeder Verband oder jedes Unternehmen könne das Faltblatt unter http://www.mags.nrw.de/08_PDF/002/Hygiene_im_Alltag_Flyer.pdf im Internet downloaden.

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