Gesundheitscampus kommt nach Bochum

12. Mai 2009

Gesundheitscampus kommt nach Bochum / Ministerpräsident Jürgen Rüttgers: „Ein wichtiges Signal für den Wandel im Ruhrgebiet“

Der neue Gesundheitscampus wird seinen Sitz in Bochum haben. „Nordrhein-Westfalen ist bereits heute eine führende Gesundheitsregion in Deutschland. Wir wollen eine führende Gesundheitsregion in Europa werden. Auch für das Ruhrgebiet ist die heutige Entscheidung ein wichtiges Signal für den Wandel“, betonte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. <p><a href="../archive/presse2009/05_2009/090512STK_Campus.php" title="Gesundheitscampus kommt nach Bochum">Pressemitteilung lesen / Foto zum Download</a></p>

Die Landesregierung teilt mit:

Der neue Gesundheitscampus wird seinen Sitz in Bochum haben. Das hat das Kabinett heute (12. Mai 2009) in Düsseldorf entschieden. Grundlage der Entscheidung war die Empfehlung einer unabhängigen Expertenkommission unter der Leitung von Professor Karl Max Einhäupl von der Berliner Charité. „Nordrhein-Westfalen ist bereits heute eine führende Gesundheitsregion in Deutschland. Wir wollen eine führende Gesundheitsregion in Europa werden. Und wir wollen international zu den Besten gehören. Dafür haben wir heute die Grundlagen geschaffen. Auch für das Ruhrgebiet ist die heutige Entscheidung ein wichtiges Signal für den Wandel“, betonte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers im Anschluss an die Kabinettsitzung.

Auf dem Gesundheitscampus sollen künftig bereits vorhandene und noch zu gründende Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft in einem Zentrum gebündelt, vernetzt und weiterentwickelt werden. Besonders Innovationen in der Gesundheitsforschung sollen so gezielt gefördert werden. Vorbild für den neuen Gesundheitscampus war die amerika­nische Einrichtung der „National Institutes of Health“.

Der Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen wird nun sukzessive auf­gebaut. Einrichtungen, die auf den Campus umziehen bzw. errichtet werden, sind:

  • die bundesweit erste öffentlich-rechtliche Fachhochschule für Gesundheitsberufe. Ihr Spektrum wird mit bis zu 1.000 Studien­plätzen die Berufsgruppen umfassen: Gesundheits- und Kranken­pfleger/innen, Altenpfleger/innen, Hebammen/Entbindungspfleger, Logopäden/innen, Ergotherapeuten/innen, Physiotherapeuten/innen;
  • das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit (LIGA);
  • das Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen;
  • das Europäische Protein Forschungszentrum (PURE);
  • die MedEconRuhr;
  • das Clustermanagement „Gesundheitswirtschaft“;
  • das Strategiezentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (befindet sich zurzeit in Gründung);
  • das Krebsregister, vorbehaltlich der Zustimmung der Gesellschafter und des Landtages.

Bereits im Juni 2008 hatte das Kabinett beschlossen, für den Gesund­heitscampus einen Standort im Ruhrgebiet auszuwählen. Mit der Aus­wahl einer Standortempfehlung betraute die Landesregierung eine un­abhängige Kommission, die sich aus Experten unterschiedlicher Fach­richtungen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammensetzte.

„Die neun eingereichten Interessenbekundungen aus dem Ruhrgebiet boten vielfältige Lösungen für das ambitionierte Vorhaben des Landes. Alle neun Bewerbungen zeichneten sich durch eine hohe Qualität und generelle Umsetzbarkeit aus. Die Auswahlkommission zum Standort für den Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen hat nach intensiver Diskussion eine mehrheitliche Empfehlung für den Standort Bochum ausgesprochen“, erläuterte der Kommissionsvorsitzende Prof. Dr. med. Karl Max Einhäupl.

„Ausschlaggebend für die positive Empfehlung zugunsten Bochums waren in erster Linie die wissenschaftliche, medizinische und gesundheitswirtschaftliche Kompetenz. Die angebotenen Standorte zeichnen sich durch eine günstige Lage mit Vernetzungspotenzial zur Innenstadt und zur Universität aus. Die Kommission hob positiv hervor, dass sich die Stadt mit einem erheblichen finanziellen Eigenbeitrag am Aufbau des Campus beteiligen will. Dies haben wir als Hinweis für den starken Rückhalt in der Stadt gedeutet. Wegen der starken außeruniversitären Forschung wird für den Standort ein großes Potenzial für Vernetzungen in die Metropole Ruhr gesehen.“

„Die Entscheidung für den einen Standort ist keine Entscheidung gegen die anderen Standorte“, unterstrich Minister Karl-Josef Laumann. „Der Gesundheitscampus soll als Gravitationszentrum in Nordrhein-West­falen nationale und internationale Kooperations- und Vernetzungs­strukturen aufbauen. Der Campus wird nicht eine Stadt oder Region nach vorne bringen. Er wird dem gesamten nordrhein-westfälischen Gesundheitswesen einen Schub geben, um damit die medizinische Versorgung weiter voranzubringen“.

Ein zentraler Bestandteil des Gesundheitscampus ist die bundesweit erste Fachhochschule für Gesundheitsberufe. Rechtzeitig zur Standortentscheidung wurde auch das erforderliche Errichtungsgesetz für die Fachhochschule im Kabinett beschlossen. Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sagte: „Die neue Fachhochschule wird 1.000 moderne und praxisnahe Studienplätze für angehende Hebammen, Logopäden, Ergotherapeuten oder Kranken- und Altenpfleger schaffen. Die Fachhochschule für Gesundheitsberufe ist die 16. Fachhochschule von insgesamt 37 staatlich finanzierten Hochschulen in Nordrhein-Westfalen und ein wichtiger Teil unseres Konzepts zum Ausbau der Fachhochschullandschaft. Außerdem stellt die neue Fachhochschule eine wertvolle Ergänzung der nordrhein-westfälischen Forschungslandschaft dar, zu deren vier Schwerpunkten der Bereich Medizinforschung/Medizintechnik zählt.“

 

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