Gesunde Integration von Zugewanderten

21. September 2009

Gesunde Integration von Zugewanderten – Das Projekt „Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit in Nordrhein-Westfalen“ (MiMi-NRW) zieht eine Zwischen­bilanz

Das Projekt „Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit in Nordrhein-Westfalen“ (MiMi-NRW) zieht eine Zwischen­bilanz. „Mit dem landesweiten Projekt sorgen wir dafür, dass Men­schen mit Zuwanderungsgeschichte die Angebote des deutschen Ge­sundheitssystems besser nutzen können“, erklärte Gesund­heitsminister Laumann.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, der BKK Landesverband NRW, der BKK Bundesverband, die Janssen Cilag GmbH und Ethno-Medizinisches Zentrum e.V. teilen mit:

Auf der Tagung am heutigen Montag in Düsseldorf kommen MiMi-Gesundheitslotsen, Kooperationspartner, Interessierte sowie Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Praxis zusammen, um eine Zwischenbilanz der bisherigen Projektaktivitäten zu ziehen. Das Zusammentreffen verspricht aber auch wichtige Impulse für die zukünftige Entwicklung des MiMi-Projekts in Nordrhein-Westfalen.

MiMi-NRW ist ein Kooperationsprojekt des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, der BKK Bundesverband GbR, des BKK Landesverbandes Nordrhein-Westfalen und der Janssen-Cilag GmbH. Das Ethno-Medizinischen Zentrum e.V. führt das MiMi-Projekt mit der Unterstützung von Standortpartnern und örtlichen Betriebskrankenkassen durch.

„Mit dem landesweiten Projekt MiMi-NRW sorgen wir dafür, dass Men­schen mit Zuwanderungsgeschichte die Angebote des deutschen Ge­sundheitssystems besser nutzen können. Die mehrsprachigen MiMi-Gesundheitslotsen führen Informationsveranstaltungen durch und informieren mit Hilfe von mehrsprachigen Gesundheitsleitfäden und Informationsmaterialien zugewanderte Eltern und ihre Kinder, wie sie ihre Gesundheit besser fördern und erhalten können“, erklärte Gesund­heitsminister Karl-Josef Laumann heute (21. September 2009) in Düsseldorf.

Das MiMi Projekt in Nordrhein-Westfalen hat viele Erfolge zu verzeichnen. Seit 2004 wurden in Nordrhein-Westfalen an 13 Standorten 296 Migrantinnen und Migranten zu Gesundheitslotsen ausgebildet. In diesem Jahr kommen mit dem Kreis Düren und dem Kreis Mettmann zwei weitere Standorte und damit 50 neue Gesundheitslotsen hinzu. Im Mai 2009 wurde der neue MiMi-Gesundheitsleitfaden in 15 Sprachen veröffentlicht und in einer Auflage von 20.000 Exemplaren gedruckt.

„Wir freuen uns, dass MiMi in Nordrhein-Westfalen von den Lotsen und den Zugewanderten angenommen wird“, unterstreicht Theo Giehler, Mitglied des Vorstandes des BKK Landesverbandes Nordrhein-Westfalen. Untersuchungen zeigen, dass insbesondere Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennungsmaßnahmen von Kindern und Erwachsenen mit Zuwanderungsgeschichte weniger häufig in Anspruch genommen werden. „Das MiMi-Projekt in Nordrhein-Westfalen soll diese Situation nachhaltig verbessern und die Angebote der gesetzlichen Krankenversicherung verständlicher und ihre Nutzung effektiver machen“, so Giehler.

Seit 2009 wird MiMi-NRW auch durch die Janssen-Cilag GmbH für drei Jahre gefördert. Mit der Förderung konnten zwei neue MiMi-Standorte, jährlich stattfindende landesweite Fortbildungen für Gesundheitslotsen sowie 220 zusätzliche Informationsveranstaltungen finanziert werden.

Marlis Richter, Mitglied der Geschäftsleitung, sagt hierzu: „Uns als forschendem Pharmaunternehmen liegt besonders am Herzen, dass alle Menschen gleichermaßen von den medizinischen Möglichkeiten und speziell dem medizinischen Fortschritt profitieren können. Das setzt Wissen über das Gesundheitssystem und die Inanspruchnahme voraus. Wir sind stolz darauf, mit MiMi im Rahmen unseres Corporate Social Responsibility-CSR-Programms ein Projekt zu fördern, das genau hier ansetzt. Soziale Verantwortung gehört zu den Grundprinzipien unserer Unternehmensphilosophie.“

Der Leiter der bundesweiten MiMi-Projekte, Geschäftsführer des Ethno-Medizinischen Zentrums e.V Ramazan Salman, sagt dazu: „Wir möchten auf dieser Tagung gemeinsam mit unseren Förderern, den Gesundheitslotsen und unseren Partnern auf das bereits Erreichte in Nordrhein-Westfalen zurückblicken. Die bisherigen Rückmeldungen der über 2.000 Teilnehmer an den Informationsveranstaltungen sind sehr positiv und bestätigen: gesunde Integration und Engagement lohnen sich!“. In den letzten zwölf Monaten wurden neben der Aus- und Weiterbildung von Gesundheitslotsen 170 Informationsveranstaltungen und in 15 verschiedenen Sprachen durchgeführt.

Pressekontakt und weitere Informationen:

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
Kathrin Rebbe, Telefon 0211/8553118, E-Mail: presse@mags.nrw.de
BKK - Landesverband NRW
Karin Hendrysiak, Telefon 0201/179-1511, E-Mail: k.hendrysiak@bkk-nrw.de
BKK Bundesverband
Susanne Wilhelmi, Telefon 030/223120, E-Mail: presse@bkk-bv.de
Janssen Cilag GmbH
Kristina Wolff  , Telefon 02137 955 930 , E-mail: kwolff@its.jnj.com
Ethno-Medizinisches Zentrum e.V.
Ahmet Kimil, Projektleiter MiMi NRW, Telefon 0511/168410-19
E-Mail: ethno@onlinehome.de

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