Nordrhein-Westfalen stellt als erstes Bundesland Untersuchungsergebnisse ins Internet

12. November 2009

Gentechnik-Report: Nordrhein-Westfalen stellt als erstes Bundesland Untersuchungsergebnisse ins Internet

Die Ergebnisse der Kontrollen von Lebensmitteln, Futtermitteln und Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile können ab sofort über die Internetseite des Umweltministeriums eingesehen werden.

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:

Die Ergebnisse der Kontrollen von Lebensmitteln, Futtermitteln und Saatgut auf gentechnisch veränderte Bestandteile können ab sofort über die Internetseite des Umweltministeriums eingesehen werden. In Nordrhein-Westfalen werden jedes Jahr etwa 500 Lebensmittelproben, 100 Futtermittelproben und 80 Proben von Saatgut genommen und auf gentechnisch veränderte Bestandteile hin untersucht. Die Ergebnisse werden jetzt fortlaufend im Gentechnik-Report zusammengeführt. Wie auch beim erfolgreichen Pestizid-Report gibt es eine direkte Verbindung zu den Untersuchungsämtern. Sie stellt sicher, dass die Datenbank ständig aktuell ist. „Mit dem Gentechnik-Report schaffen wir zusätzliche Transparenz und kommen Verbraucherwünschen nach. Das wertet den Nutzen unseres engen Netzes an Kontrollen noch auf“, sagt Umwelt­minister Eckhard Uhlenberg.

Der Gentechnik-Report informiert über Lebensmittel, Futtermittel und Saatgut. Es werden die Anzahl der Proben, das Herkunftsland und der Anteil der Befunde ausgewiesen. Die Überwachungsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte nehmen Proben in Herstellerbetrieben und Handelsunternehmen, die dann in den amtlichen Laboren in Detmold, Arnsberg, Krefeld und Münster untersucht werden. So wird unter ande­rem die Einhaltung der Kennzeichnungspflicht überwacht. Denn einige Lebensmittel und Futtermittel aus bestimmten gentechnisch veränderten Pflanzenlinien (z.B. bestimmte Soja-, Mais- oder Rapslinien) sind in Eu­ropa zugelassen, müssen aber für den Verbraucher gekennzeichnet werden. Nicht kennzeichnungspflichtig sind dagegen Lebensmittel und Futtermittel, die nur Spuren (höchstens 0,9 Prozent) von zugelassenen gentechnisch veränderten Bestandteilen enthalten. Die betroffenen Un­ternehmer müssen dann aber nachweisen können, dass sie geeignete Schritte unternommen haben, um derartige Verunreinigungen zu ver­meiden. Gentechnisch veränderte Pflanzen, die in der EU nicht zuge­lassen sind, dürfen in Saatgut, Lebensmitteln und Futtermitteln gar nicht enthalten sein. Werden sie gefunden, müssen die Bestände vernichtet und Warenströme zurückverfolgt werden.

Ein Überblick über die Ergebnisse aus den zurückliegenden Jahren:
Lebensmittel: Die Kontrollen haben gezeigt, dass die Vorschriften zur Gentechnik-Kennzeichnung im Lebensmittelbereich weitgehend ein­gehalten werden. In den meisten Lebensmitteln waren keine gentechni­schen Veränderungen oder nur Spuren von zugelassenem gentech­nisch verändertem Material nachweisbar.
Futtermittel: Ein Großteil der industriell hergestellten Futtermittel enthält zugelassene gentechnisch veränderte Bestandteile und ist entspre­chend deklariert. Teilweise sind gentechnisch veränderte Sojabestand­teile gefunden wurden, die über dem Schwellenwert von 0,9 Prozent lagen. Sie sind in der Regel in der EU zugelassen, müssen aber ent­sprechend gekennzeichnet werden.
Saatgut: Es sind vereinzelt Partien mit Spuren gentechnisch veränderter Bestandteile aufgefallen. Saatgut mit nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Anteilen darf nicht verkauft werden. Der Gentechnik-Report ist zu erreichen über die Internetseite des Verbrauchschutzministeriums www.umwelt.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566 748 (Stephan Malessa).

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