Profilschule Ascheberg: Schule der Zukunft zum Wohle der Kinder

17. November 2010

Genehmigung Profilschule Ascheberg – Ministerin Löhrmann: Schule der Zukunft zum Wohle der Kinder

Schulministerin Sylvia Löhrmann hat mit der Genehmigung der Profilschule Ascheberg die erste Gemeinschaftsschule in Nordrhein-Westfalen auf den Weg gebracht. Bürgermeister Dr. Bert Risthaus aus Ascheberg nahm gemeinsam mit Vertretern aller Rats­fraktionen aus Ascheberg in Düsseldorf den Genehmigungserlass in Empfang.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Schulministerin Sylvia Löhrmann hat heute mit der Genehmigung der Profilschule Ascheberg die erste Gemeinschaftsschule in Nordrhein-Westfalen auf den Weg gebracht. Bürgermeister Dr. Bert Risthaus (CDU) aus Ascheberg nahm gemeinsam mit Vertretern aller Rats­fraktionen aus Ascheberg in Düsseldorf den Genehmigungserlass in Empfang.

Ministerin Sylvia Löhrmann: „Ich freue mich sehr, dass mit der Profil­schule Ascheberg die erste Gemeinschaftsschule in Nordrhein-West­falen genehmigt ist. Gemeinschaftsschulen sind für die Schulträger im Land, aber auch für Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern ein attraktives Angebot. Zum einen ermöglicht die Gemeinschaftsschule das längere gemeinsame Lernen und kommt dem Wunsch der Eltern ent­gegen, Bildungswege ihrer Kinder länger offen zu halten und alle Ab­schlüsse, bis hin zum Abitur, erreichen zu können. Zum anderen bieten Gemeinschaftsschulen bei zurückgehenden Schülerzahlen vor allem im ländlichen Raum den Kommunen die Möglichkeit, ein wohnortnahes umfassendes Schulangebot mit gymnasialen Standards vor Ort zu er­halten und sind somit ein gewichtiger Standortfaktor. Es ist unser Ziel, mehr Schülerinnen und Schüler zu höheren Abschlüssen zu führen. Ich wünsche der Profilschule Ascheberg zum Wohle der Kinder eine gute Zukunft.“

Bürgermeister Dr. Bert Risthaus: „Auch ich freue mich über die Zulas­sung unserer Profilschule Ascheberg als Gemeinschaftsschule. Mit der Profilschule können wir das Bildungsangebot für unsere Kinder vor Ort deutlich verbessern. Wir werden ein ,Mehr’ an Bildung bieten. Mit unse­rer Profilschule als Gemeinschaftsschule haben wir vor Ort in Ascheberg eine Antwort auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und die stets steigende Nachfrage nach gymnasialen Standards gefun­den. Das Interesse der Eltern und Kinder ist sehr groß.“ Gemeinsam mit dem Bürgermeister waren mit Maria Schulte Loh (CDU), Harald Kastner (SPD), Hans-Werner Schlottbohm (UWG) und Peter Leyers (FDP) Ver­treter aller Ratsfraktionen aus Ascheberg nach Düsseldorf gekommen.

Das pädagogische Konzept an der Profilschule Ascheberg setzt das Prinzip der individuellen Förderung systematisch um. Es sieht vor, dass alle Kinder von der fünften bis zur achten Klasse in Klassenverbänden am Standort Ascheberg gemeinsam lernen. Je nach Neigung wählen die Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse ein sprachliches, naturwissenschaftliches oder musisches Profil, in dem sie vertieft unter­richtet werden. Der gemeinsame Unterricht im Klassenverband setzt sich für die Klassen neun und zehn am Standort Herbern fort. In den Klassen neun und zehn wird der Unterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften dann auf zwei Leistungsstufen erteilt, die sich an den angestrebten Abschlüssen orientieren. Am Ende der Klasse 10 finden zentrale Abschlussprüfungen mit der Vergabe entsprechender Abschlüsse und Berechtigungen statt. Je nach Abschluss ist der Übergang in eine auswärtige gymnasiale Oberstufe problemlos möglich. Ebenso wird ein möglicher Wechsel in das berufliche Schulwesen sorgfältig vorbereitet.

Zum Hintergrund:

Die grundlegenden Vorgaben für die Gründung von Gemeinschafts­schulen in Nordrhein-Westfalen zum kommenden Schuljahr sind in einem Leitfaden zusammengestellt unter www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulpolitik/index.html und sehen folgendes vor:

  • In der Regel ist die Gemeinschaftsschule eine Schule der Sekun­darstufe I, sie kann mit einer Primarstufe oder einer Sekundarstufe II verknüpft werden.
  • Sie wird in der Regel als gebundene Ganztagsschule geführt, aus­nahmsweise können auch offene, flexible Ganztagsangebote einge­richtet werden.
  • Sie entsteht in der Regel durch die Zusammenführung bestehender Schulen.
  • Gemeinschaftsschulen bieten auch gymnasiale Standards an.
  • Der Unterricht erfolgt in den Klassen 5 und 6 in integrierter Form. Für die 7. Klasse oder später entscheiden die Schulen, ob die Kinder weiter gemeinsam oder nach schulformspezifischen Bildungsgängen getrennt unterrichtet werden.
  • In der Gemeinschaftsschule können alle für die Sekundarstufe I vorgesehenen Abschlüsse erreicht werden.
  • Gemeinschaftsschulen verfügen entweder über eine eigene gymnasiale Oberstufe oder sie kooperieren mit der Oberstufe einer anderen Gemeinschaftsschule, eines Gymnasiums, einer Gesamt­schule oder eines Berufskollegs, sodass Eltern sowie Schülerinnen und Schüler sicher wissen, wo ihre Kinder bzw. sie selbst die allgemeine Hochschulreife erwerben können.

Hinweis an die Redaktionen:
Fotos finden Sie im Laufe des Tages auf der Internetseite www.schulministerium.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211 5867 3505 oder -3506.

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