Gemeinschaftsinitiative zur Mittelstands­finanzierung

15. September 2009

„Gemeinschaftsinitiative zur Mittelstands­finanzierung in Nordrhein-Westfalen“: Im engen Schulterschluss durch die Krise

Das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, die kreditwirtschaftlichen Verbände in Nordrhein-Westfalen, das nordrhein-westfälische Handwerk sowie die Industrie- und Handelskammern des Landes Nordrhein-Westfalen sehen in einem noch engeren, verzahnten Miteinander von Landesregierung, Kreditwirtschaft, Handwerk und gewerblicher Wirtschaft eine entscheidende Voraussetzung für kleine und mittlere Unternehmen, auch in der Wirtschaftskrise zu bestehen.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, die kreditwirtschaftlichen Verbände in Nordrhein-Westfalen, das nordrhein-westfälische Handwerk sowie die Industrie- und Handelskammern des Landes Nordrhein-Westfalen sehen in einem noch engeren, verzahnten Miteinander von Landesregierung, Kreditwirtschaft, Handwerk und gewerblicher Wirtschaft eine entscheidende Voraussetzung für kleine und mittlere Unternehmen, auch in der Wirtschaftskrise zu bestehen. Die „Gemeinschaftsinitiative zur Mittelstandsfinanzierung in Nordrhein-Westfalen“ ist Ausdruck des Willens der beteiligten Verbände und Organisationen, das ihrige für eine erfolgreiche Bewältigung der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise zu leisten.

„Gerade in der Wirtschaftskrise gilt: Gemeinsam sind wir stärker. Es ist daher ein positives Signal, dass Kreditwirtschaft, Handwerk und gewerbliche Wirtschaft in unserem Land zu einem engen Schulterschluss bereit sind“, so Wirtschaftsministerin Thoben aus Anlass der Gründung der Gemeinschaftsinitiative durch das Handwerk, die Industrie- und Handelskammern und die Kreditwirtschaft. Ziel der von der Landesregierung ins Leben gerufenen Gemeinschaftsinitiative ist es, den nordrhein-westfälischen Unternehmen einen nachhaltigen Zugang zu Finanzmitteln zu erhalten, der zugleich mit den gesetzlichen und bankaufsichtlichen Vorschriften für die Kreditwirtschaft und den individuellen Geschäftsmodellen der jeweiligen Bank oder Sparkasse in Einklang steht.

Miteinander reden - Beratung nachfragen

Kleine und mittlere Unternehmen haben selbst Einfluss auf die Kreditkonditionen. Einerseits können sie auf ihre Bonitätseinschätzung
(Rating) als Spiegelbild ihrer fachlichen und kaufmännischen Qualifikation, der Eigenkapitalausstattung sowie der Ausfallwahrscheinlichkeiten einwirken. So können z. B. betriebswirtschaftliche Zusatzausbildungen oder das Vorliegen eines Meisterbriefes sich im Rahmen der qualitativen Bonitätsanalyse Rating verbessernd auswirken. Andererseits können die Unternehmen ihre Kreditkonditionen durch das Stellen von Sicherheiten beeinflussen.

Unternehmen, die sich hier optimal und nachhaltig aufstellen, haben nicht nur einen leichteren und günstigeren Zugang zu Finanzierungsmitteln, sondern verbessern zudem ihre eigene Wettbewerbsposition.  

Handwerk, Industrie- und Handelskammern und Kreditwirtschaft wissen um diesen Zusammenhang und informieren hierüber. Das Handwerk und die Industrie- und Handelskammern bieten umfangreiche Beratungsangebote zur betriebswirtschaftlichen Qualifizierung und Weiterbildung, auch in Vorbereitung auf Gespräche mit Banken und Sparkassen. Deshalb sind die kleinen und mittleren Unternehmen aufgefordert, diese Möglichkeiten frühzeitig zu nutzen und sich bei den zuständigen Stellen ihrer Verbände und Organisationen beraten zu lassen, wie das Unternehmensrating verbessert sowie das Bankgespräch bestmöglicht vorbereitet werden kann.

Die Kreditinstitute sehen ihre Aufgabe darin, ihren Kunden die Möglichkeiten zur Verbesserung des Ratings aufzuzeigen und das unternehmensbezogene Ratingergebnis zu erläutern und im Bankgespräch gemeinsam mit den Kunden nach Maßnahmen und Wegen zu suchen, wie Verbesserungen auf Unternehmensebene kurz-, mittel- und langfristig erreicht werden können.

Viele kleine Unternehmen haben eine niedrige Eigenkapitalquote. Die Stellung von Sicherheiten in Form von werthaltigem Privatvermögen, insbesondere grundpfandbesicherbarer Immobilien, kann für den Kreditnehmer in Ergänzung zum Ratingergebnis positive Auswirkungen auf den Zinssatz haben.

Die Gemeinschaftsinitiative empfiehlt ihren Mitgliedern, miteinander schon heute in einen intensiven und regelmäßigen Informationsaustausch, der von hoher Transparenz und Offenheit geprägt ist, einzutreten. Die gegenseitige frühzeitige Kommunikation ermöglicht, rechtzeitig auf mögliche Störungen in der Geschäftsbeziehung reagieren zu können und gemeinsam Lösungen zur Überwindung einer Unternehmenskrise zu entwickeln.

Öffentliche Förderprogramme nutzen – Bearbeitungszeiten minimieren

Ein wichtiger Baustein der Versorgung kleiner und mittlerer Unternehmen mit Finanzierungsmitteln - gerade in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld - ist die Nutzung von Förderkreditprogrammen sowie öffentlicher Bürgschaften der Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen oder des Landes. Die Vermittlung dieser von NRW.BANK, Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen und KfW zur Verfügung gestellten Programmmittel ist bereits heute ein Kerngeschäft der nordrhein-westfälischen Banken und Sparkassen. Die Kreditwirtschaft in Nordrhein-Westfalen verfügt über das Know-how und die notwendigen Strukturen, den kleinen und mittleren Unternehmen einen direkten und unkomplizierten Zugang zu diesen Mitteln zu ermöglichen. Sie weiß um die Bedeutung eines effizienten Mittelabrufs und wird auch künftig die mittelständischen Unternehmen auf Unterstützungsmöglichkeiten der Förder- und Bürgschaftsbanken hinweisen und entsprechend beraten.

Alle Beteiligten - vom Antragsteller, über die Hausbank bis hin zur Förderbank und zum Bürgschaftsgeber - sind aufgefordert, im Fördergeschäft auf möglichst kurze Bearbeitungszeiten zu achten. Verbände und Landesregierung sehen sich in der Pflicht, effiziente Strukturen für zeitsparende Beantragungs- und Bewilligungswege bereitzustellen.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.wirtschaft.nrw.de herunterladen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211/837 2417.

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