Startschuss für „Stadtteilmütter in NRW – Aktiv für Arbeit und Integration“

21. Februar 2011

Gemeinsamer Startschuss für „Stadtteilmütter in NRW – Aktiv für Arbeit und Integration“ / Projekt von Bundesagentur für Arbeit und Arbeitsministerium

In einem gemeinsamen Projekt der Bundesagentur für Arbeit und des Arbeitsministeriums werden arbeitslose Frauen mit Zuwanderungs­geschichte als soziale Ansprechpartnerinnen für Migrantenfamilien in ihrem Stadtteil qualifiziert. Bei Fragen zur Erziehung, Gesundheit, Schule und Ausbildung können sie den Familien Wege zu geeigneten Beratungsstellen, Ämtern oder Institutionen weisen.

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit teilen mit:

In einem gemeinsamen Projekt der Bundesagentur für Arbeit und des Arbeitsministeriums werden arbeitslose Frauen mit Zuwanderungs­geschichte als soziale Ansprechpartnerinnen für Migrantenfamilien in ihrem Stadtteil qualifiziert. Bei Fragen zur Erziehung, Gesundheit, Schule und Ausbildung können sie den Familien Wege zu geeigneten Beratungsstellen, Ämtern oder Institutionen weisen. Zugleich quali­fizieren sich die „Stadtteilmütter“ selbst weiter – beispielsweise für eine Tätigkeit im sozialen Bereich.

Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider und Christiane Schönefeld, Chefin der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, haben heute den offiziellen Startschuss für das Projekt „Stadt­teilmütter in Nordrhein-Westfalen – Aktiv für Arbeit und Integration“ gegeben.

Minister Guntram Schneider: „Menschen mit Zuwanderungsgeschichte wissen oft nicht, wohin sie sich mit ihren Fragen und Problemen wenden können. Weil die Stadtteilmütter selbst Kinder haben, die Sprache ihrer Klienten sprechen und deren Probleme kennen, werden sie akzeptiert und sind ideale Multiplikatorinnen. Dass wir mit diesem Projekt gleich­zeitig die persönlichen und beruflichen Potenziale noch arbeitsloser Migrantinnen erschließen, freut mich als Arbeits- und Integrations­minister besonders.“

Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regional­direktion NRW der Bundesagentur für Arbeit, ergänzt: „Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind doppelt so häufig arbeitslos wie Menschen ohne Migrationshintergrund und haben überdurchschnittlich oft keine abgeschlossene Berufsausbildung. Ihre Ausbildung und Integration in Arbeit ist einer der Schlüssel zur Deckung des zunehmen­den Fachkräftebedarfs. Die Stadtteilmütter leisten dazu einen großen Beitrag: Für sich selbst, und für ihre Community, die sie über Ausbildung und Arbeit informieren.“

Das Pilotprojekt „Stadtteilmütter in Nordrhein-Westfalen – Aktiv für Arbeit und Integration“ startet in den Modellstädten Bochum, Dortmund und Essen mit 55 Frauen, die nach einer Qualifizierungsphase von sechs Monaten ihre praktische Tätigkeit als Stadtteilmütter aufnehmen werden. Während der insgesamt 18-monatigen Projektphase erhalten die Frauen Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende vom zuständigen Jobcenter.

Durchgeführt wird das Projekt von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe gemeinsam mit den Jobcentern und den Trägern der Diakonie an den Standorten Bochum, Dortmund und Essen. In Essen hat die Qualifi­zierungsphase mit 25 Teilnehmerinnen bereits am 1. Februar begonnen, Bochum und Dortmund gehen im März an den Start.

Für das Projekt stehen insgesamt 1,522 Millionen Euro zur Verfügung. Davon übernimmt die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit rund 1,1 Millionen Euro, das Arbeitsministerium stellt 360.000 Euro aus EU-Mitteln zur Verfügung und die Diakonie beteiligt sich mit rund 62.000 Euro.

Zahlen und Fakten:

In NRW leben rund 4,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Im Vergleich zu Menschen ohne Migrationshintergrund sind sie mehr als doppelt so häufig von Erwerbslosigkeit betroffen. Die Erwerbslosen­quote bei Menschen mit Zuwanderungsgeschichte im Jahr 2009 lag bei 13,9 Prozent, bei Menschen ohne Zuwanderungsgeschichte bei 6 Pro­zent (Quelle: „Arbeitsmarktreport NRW 2010. Migrantinnen und Migran­ten auf dem Arbeitsmarkt“).

Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sind seltener erwerbstätig als Personen ohne Zuwanderungsgeschichte. Bei den Frauen ist der Unter­schied besonders deutlich: Bei Frauen mit Zuwanderungsgeschichte beträgt die Erwerbstätigenquote nur 49 Prozent, bei Frauen ohne Zu­wanderungsgeschichte dagegen 65 Prozent (jeweils bezogen auf die Altersgruppe zwischen 15 und 64 Jahren; Quelle ist ebenfalls der „Arbeitsmarktreport NRW 2010“).

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales, Telefon 0211 855-3118.

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