Kinospot ‚Schluss mit dem Unsinn’ soll wachrütteln

9. Oktober 2009

Gegen Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern ─ Minister Armin Laschet: „Der Kinospot ‚Schluss mit dem Unsinn’ soll wachrütteln“

„Der Kinospot ‚Schluss mit dem Unsinn’ macht auf witzige und unterhaltsame Art die Gehaltsunterschiede zwischen Män­nern und Frauen zum Thema, er soll Bewusstsein für das Problem schaffen und wachrütteln“, sagte heute Minister Laschet.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Ein Viertel weniger Lohn für Frauen, das ist ein Zustand, der nicht ak­zeptabel ist“, sagte Frauenminister Armin Laschet heute (9. Oktober 2009) in Düsseldorf. „Der Kinospot ‚Schluss mit dem Unsinn’ macht auf witzige und unterhaltsame Art die Gehaltsunterschiede zwischen Män­nern und Frauen zum Thema, er soll Bewusstsein für das Problem schaffen und wachrütteln.“

Der Kurzfilm wird in den kommenden vier Wochen auf 134 Leinwänden in 83 Kinos Nordrhein-Westfalens zu sehen sein und somit schätzungs­weise 825.000 Besucherinnen und Besucher erreichen.  Wie aktuell das Thema Lohnungleichheit ist, macht noch einmal die ge­rade vorgestellte Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung deutlich. Danach gibt es bereits bei Berufsanfängern und -anfängerinnen einen deutlichen Ein­kommensrückstand von Frauen gegenüber Männern in Höhe von durchschnittlich 18,7 Prozent.

Es gebe mehrere Ursachen für diese Gehaltsdifferenzen, so Minister Laschet. Ein wichtiger Grund sei die schlechtere Entlohnung von typi­schen Frauenberufen gegenüber Berufen, die traditionell vor allem von Männern ausgeübt werden.

Besonders problematisch sei, dass der geringere Verdienst von Frauen in der Regel dazu führe, dass sie nach der Geburt eines Kindes zu Hause blieben. Bei der Rückkehr in den Beruf müssten Frauen dann häufig einen weniger qualifizierten Arbeitsplatz einnehmen.

Minister Laschet: „Kinder zu haben darf für Frauen aber nicht bedeuten, weniger Chancen im Erwerbsleben zu haben. Der Ausbau der Kinder­betreuungsangebote hat für mich daher höchste Priorität.“ Auch spezielle Angebote zum Wiedereinstieg erleichtern die Rückkehr in den Be­ruf, so Laschet.

Ein weiterer Grund für die andauernde Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern bestehe darin, dass mehr Männer als Frauen bes­ser bezahlte Führungspositionen innehaben. Minister Laschet: „Der Anteil von Frauen in Führungspositionen beträgt deutschlandweit nur 25 Prozent, im Topmanagement großer Unternehmen sogar nur vier Pro­zent.“ Mit Mentoring-Programmen unterstützt die Landesregierung des­halb den Aufstieg von Frauen in Führungspositionen.

Aber selbst wenn Männer und Frauen denselben Beruf haben, im glei­chen Umfang erwerbstätig sind und gleich lang im Unternehmen be­schäftigt sind, verdienen sie unterschiedlich. Die Daten des Statistischen Bundesamtes belegen, dass beispielsweise eine vollzeitbeschäf­tigte Bankkauffrau nach elf bis 15 Jahren Unternehmenszugehörigkeit durchschnittlich 3.112 Euro im Monat verdient, ein Bankkaufmann, der unter den gleichen Voraussetzungen beschäftigt ist, hingegen 4.089 Euro.

Der Kinospot wurde im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen erstellt und von der Eu­ropäischen Union gefördert. Der Spot und weitere Informationen zur Lohnungleichheit sind unter der Website www.schluss-mit-dem-unsinn.nrw.de abrufbar.

Die Liste der Orte und Kinos, in denen der Kinospot gezeigt wird, steht auf der Seite www.mgffi.nrw.de.

Liste der Kinos und Orte

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Telefon 0211/8618-4338.

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