Gedenktag für die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft

23. Januar 2009

Gedenktag für die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft

Vor 13 Jahren hat der frühere Bundespräsident Roman Herzog den Gedenktag für die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft proklamiert, mit Blick auf die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die sowjetischen Truppen am 27. Januar 1945. Am kommenden Dienstag (27. Januar 2009) wird dieser Gedenktag in vielen Städten und Gemeinden begangen.

Die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Vor 13 Jahren hat der frühere Bundespräsident Roman Herzog den Gedenktag für die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft proklamiert, mit Blick auf die Befreiung  des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die sowjetischen Truppen am 27. Januar 1945. Am kommenden Dienstag (27. Januar 2009) wird dieser Gedenktag in vielen Städten und Gemeinden begangen.

„Das Erinnern an das Ausmaß und die menschenverachtende Brutalität der von Deutschen begangenen Verbrechen während des National­sozialismus ist schmerzhaft. Aber die Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit ist auch für die Zukunft einer lebendigen Demokratie in der Gesellschaft wichtig. Immer wieder muss ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden, dass die Deutschen nicht bloß Opfer eines größen­wahnsinnigen Diktators geworden sind, sondern dass viele mitgemacht haben, manche haben im vorauseilenden Gehorsam gehandelt. Wenige haben Handlungsspielräume genutzt, um Sand ins barbarische Getriebe zu streuen. Mit diesen Möglichkeiten eigenverantwortlichen Handelns setzen sich vor allem junge Menschen in Aktivitäten zum Gedenktag auseinander“, erklärte die Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung, Maria Springenberg-Eich, heute (23. Januar 2009) in Düsseldorf.

Im Rahmen dieses Gedenktages für die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft erinnern die 20 Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen an diese Schreckensherrschaft, unter anderem in folgenden Veranstaltungen:

  • Die Stadt Bonn lädt zusammen mit der Bonner Initiative zum Geden­ken an die Opfer des Nationalsozialismus zu einer Gedenkstunde am 27. Januar 2009 um 18.30 Uhr in den Gobelinsaal des Alten Rathauses am Markt ein.
  • In Detmold wird bereits seit dem 14. Januar 2009 die Ausstellung „Was heißt hier Frieden?“ (Schulausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.) im Rathaus, Marktplatz 5, gezeigt (Öffnungszeiten Mo – Do 8.00 – 17.00 Uhr; Fr. 10.00 – 13.00 Uhr). Die Ausstellung ist noch bis 30. Januar 2009 zu sehen.
  • Das „Jüdische Museum Westfalen“ in Dorsten präsentiert bereits am Sonntag, 25. Januar 2009, um 11.30 Uhr die musikalische Collage „Jeder hat einen Namen - Lechol isch jesch schem“ (Kinder- und Jugendensemble der Musikschule Hellig/Oldenburg).
  • Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf lädt am 27. Januar 2009 um 19.30 Uhr ein zu einer Lesung von „Tadeusz Borowski: Bei uns in Auschwitz“ mit dem Schauspieler Bernt Hahn (in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf und der Studienstelle Christen und Juden der Evangelischen Kirche im Rheinland).
  • In Köln findet am 27. Januar 2009 um 12.00 Uhr die zentrale Gedenkstunde an der Kindergedenkstätte Löwenbrunnen, Erich-Klibansky-Platz, statt.
  • In Krefeld richtet in diesem Jahr das Berufskolleg Kaufmannsschule am 27. Januar 2009, 11.00 Uhr die offizielle Gedenkver-anstaltung der Stadt aus (unter anderem Präsentation von Schülerarbeiten unter dem Motto: Heute − mit der Erinnerung leben“).
  • Die städtische Gedenkfeier in Oberhausen findet statt am 27. Januar 2009 um 12.00 Uhr in der Panoramagalerie des Schlosses Oberhausen.
  • In Münster stellt die Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28, unter anderem am 28. Januar 2009 um 20.00 Uhr das Buch „Aufzeich­nungen eines ‚Untermenschen’. Vom Überleben im Ghetto und in den Lagern von Riga“ von Alexander Bergmann Riga/Lettland vor.
  • In Siegen wird im „Aktiven Museum Südwestfalen“, Am Platz der Synagoge, Obergraben 10, bereits am 25. Januar 2009 um 15.30 Uhr die Ausstellung „Vor aller Augen“ eröffnet (So, Di, Do jeweils 15.00 – 18.00 Uhr). Zur eigentlichen Gedenkstunde lädt die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland am 27. Januar 2009 um 15.30 Uhr auf dem Fred-Meyer-Platz in Kreuztal-Littfeld ein.
  • Die Begnungsstätte Alte Synagoge in Wuppertal bietet eine Begehung von „Stolpersteinen“ in der Elberfelder Innenstadt an. Treffpunkt ist am 27. Januar 2009 um 18.00 Uhr vor dem Haus Südstraße 61. Die offizielle Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus in Wuppertal findet statt am Sonntag, 1. Februar 2009, 16.00 Uhr in der Aula der St. Anna-Schule, Dorotheenstraße 11-19.

Weitere Informationen unter www.ns-gedenkstaetten.de/nrwr.

 

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