Gedenken in Auschwitz

2. August 2016

Gedenken in Auschwitz: Ministerin Löhrmann begleitet Delegation des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma

Schulministerin Sylvia Löhrmann hat in Auschwitz der während der NS-Herrschaft ermordeten Sinti und Roma gedacht. Auf Einladung des Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, nahm sie an der offiziellen Gedenkzeremonie zum 72. Jahrestag der Ermordung von Sinti und Roma im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau teil und legte einen Kranz nieder.

 
Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Schulministerin Sylvia Löhrmann hat in Auschwitz der während der NS-Herrschaft ermordeten Sinti und Roma gedacht. Auf Einladung des Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, nahm sie an der offiziellen Gedenkzeremonie zum 72. Jahrestag der Ermordung von Sinti und Roma im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau teil und legte einen Kranz nieder.

„Erinnern an dieses Verbrechen, das lange auch von deutscher Seite nicht anerkannt wurde, ist eine gesellschaftliche Aufgabe, die in unsere Gegenwart und Zukunft reicht“, betonte Ministerin Löhrmann. „Es ist immer wieder aufs Neue erschreckend, hier in Auschwitz damit konfrontiert zu werden, wohin Hass und eine menschenverachtenden Ideologie führen können. Erinnern für die Zukunft ist das Gebot der Stunde in einer Zeit, in der Vorurteile und Ressentiments gegenüber Zugewanderten in unserer Gesellschaft leider keine Seltenheit sind. Werte wie Demokratie und Menschenrechte müssen von uns gemeinsam immer wieder verteidigt werden.“

Demokratieförderung und die Vermittlung einer Erinnerungskultur sind fester Bestandteil an den Schulen in Nordrhein-Westfalen. Ziel der Erinnerungskultur ist die Stärkung der Demokratie- und Friedensbildung sowie die Prävention gegen Extremismus. Schülerinnen und Schüler sollen ermutigt werden, verantwortungsvoll und aktiv zu einer gewaltfreien und demokratischen Gesellschaft beizutragen. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung unterstützt vielfältige Initiativen und Programme in NRW, zum Beispiel das Förderprogramm „Demokratisch Handeln“, „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, „Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie“, „Jugend debattiert“, „Sozialgenial – Schüler engagieren sich“ und „Buddy – Kinderrechtetraining in Grundschulen“. Alle diese Projekte und Initiativen leben vom gemeinsamen Engagement des Landes und der vielen Partner der Zivilgesellschaft, der Stiftungen und der Landeszentrale für politische Bildung.

Ministerin Löhrmann sagte: „Es ist mir persönliches Anliegen, die Erinnerung wach zu halten. Da immer mehr Zeitzeugen nicht mehr leben, sind Gedenkstätten und neue Formen des Erinnerns für die junge Generation von heute und für nachfolgende Generationen umso wichtiger. Ich wünsche mir, dass viele junge Menschen die Möglichkeit erhalten, an diesen außerschulischen Lernorten oder im Rahmen von Projekten im Dialog mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Erfahrungen machen, die über den Unterricht hinausgehen. Respekt, Menschenachtung und Weltoffenheit werden so mit Leben gefüllt.“

Weitere Informationen

Thema Erinnerungskultur im Bildungsportal des Schulministeriums NRW: www.schulministerium.nrw.de.
Empfehlungen der KMK zur Erinnerungskultur: www.kmk.org.
 

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