Gang zur Wahlurne ist für Jugendliche keine Selbstverständlichkeit

24. August 2009

Gang zur Urne ist für Jugendliche keine Selbstverständlichkeit - Aktuelle Studie zu Wahlverhalten bestätigt Angebot der Landeszentrale für politische Bildung

Die Landeszentrale für politische Bildung hat Fragen zurm Wahlverhalten in einer Untersuchung über 1000 Wahlberechtigten in Nordrhein-West­falen gestellt. Jung- und Erstwähler standen dabei genauso im Fokus wie die Wahlberechtigten mit Zuwanderungsgeschichte.

Die Landeszentrale für politische Bildung des teilt mit:

Wie ist das Interesse an den bevorstehenden Wahlen? Wie wird die Bedeutung der Politik auf den unterschiedlichen Ebenen eingeschätzt? Die Landeszentrale für politische Bildung hat diese und weitere Fragen in einer Untersuchung über 1000 Wahlberechtigten in Nordrhein-West­falen gestellt. Jung- und Erstwähler standen dabei genauso im Fokus wie die Wahlberechtigten mit Zuwanderungsgeschichte. Die einzelnen Ergebnisse stellte heute (24. August 2009) Jugendminister Armin Laschet in Düsseldorf vor: „Es scheint paradox: je näher die Berüh­rungspunkte von Politik bei den Wählerinnen und Wähler sein sollten, desto geringer wird deren Bedeutung eingeschätzt.“

So wird die Bedeutung der kommenden Bundestagswahl mit 77 Prozent wesentlich höher eingeschätzt, als die Bedeutung der Landtagswahl mit 65 Prozent und der Kommunalwahl mit 60 Prozent. „Wir alle, insbe­sondere natürlich die Parteien und Wählergruppen, sind noch einmal gefordert im Endspurt vor dieser wichtigen Wahl, auf deren Bedeutung hinzuweisen. Das Leben vor Ort wird maßgeblich durch die Politik in der Kommune bestimmt. Es gibt für alle Wahlberechtigten am kommenden Sonntag die Chance, ihre Kommunalpolitik zu bestätigen oder eine Ver­änderung zu verlangen. Gehen Sie wählen!“, so Laschet, der mit diesem Aufruf auch eines der zentralen Anliegen, das hinter der Befragung stand, unterstrich.

Mit 73 Prozent messen junge Wählerinnen und Wähler der Bundes­tagswahl eine ähnlich hohe Bedeutung bei wie der Durchschnitt der Befragten. Die Kommunalwahl nimmt bei den Jung- und Erstwählern mit 47 Prozent allerdings einen noch geringeren Stellenwert ein als Euro­pawahlen. Auch für die Befragten mit Zuwanderungsgeschichte spielt Kommunalpolitik lediglich eine untergeordnete Rolle: Nur 43 Prozent finden die Kommunalwahlen besonders wichtig. Wie die Jung- und Erstwähler interessiert sich diese Gruppe eher für Europapolitik. Minister Laschet: „Europa liegt für junge Menschen heutzutage vor der Haustür, während die lokalen Themen vor Ort in der Kommunalpolitik nur geringe Bedeutung zu haben scheinen bzw. nicht hinreichend wahrgenommen werden.“

Der Minister betrachtet die Ergebnisse (abrufbar unter www.mgffi.nrw.de) als Ansporn für Politik und politische Bildung die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger Nordrhein-Westfalens noch stärker zu fördern und vor allem junge Wählerinnen und Wähler gezielt anzusprechen. Laschet wies in diesem Zusammenhang auch auf die verschiedenen Angebote der politischen Landeszentrale hin: So werden beispielsweise die 16- bis 18-jährigen umfassend über ihr Wahlrecht informiert und motiviert, davon Gebrauch zu machen. Das Internet-Angebot der Landeszentrale für politische Bildung „Platzhirsch gesucht“ auf www.wahlkommunal.de ist mit einer umfangreichen Mediathek, 70 Experteninterviews mit Basisinformationen zur Kommunalwahl, einem Quiz und dem Wahlspot „Qual der Wahl“ speziell für junge Menschen gemacht.
An den Wahltermin 30. August 2009 erinnert speziell ein Videoclip: „Platzhirsch oder Platzwart? - Das ist hier die große Frage“. Der Wahl­werbespot unter www.politische-bildung.nrw.de richtet sich speziell an junge Leute, die sich im Netz tummeln. Als „Wahlwecker“ für die junge Internetgemeinde kann unter www.wahlwecker.net ein interaktiver Bild­schirmschoner heruntergeladen werden.

Als visuelle „Wahlweckrufe“ wurden Plakate und Postkarten in den letzen beiden Wochen an die Schulen des Landes und die Politikerinnen und -lehrer versandt. Damit wurden bei Schulbeginn die Erstwählerin­nen und Erstwähler ab 16 Jahren ermuntert, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und dazu Infos aus dem Netzangebot der Landeszentrale einzuholen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an das Büro der Landeszentrale für politische Bildung, Lydia Anita Jendryschik, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 0211-8618-4652.

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