GADORE Center USA in Philadelphia eröffnet

8. Mai 2009

GADORE Center USA in Philadelphia eröffnet - Besserer Zugang in den US-Markt für Unternehmen der Erneuerbaren Energien

Deutsche Unternehmen, die ihre Marktchancen im Bereich der Erneuerbaren Energien in den USA prüfen möchten oder bereits eine Niederlassung planen, erhalten jetzt Unterstützung.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Deutsche Unternehmen, die ihre Marktchancen im Bereich der Erneuer­baren Energien in den USA prüfen möchten oder bereits eine Nieder­lassung planen, erhalten jetzt Unterstützung. Der Governor von Pennsylvania, Edward Rendell, Staatssekretär im nordrhein-west­fälischen Wirtschaftsministerium Dr. Jens Baganz und der Präsident des Amerikanischen Windverbandes (AWEA) Donald Furman eröffneten jetzt gemeinsam auf der Windpower 2009 in Chicago das Pool-Büro „GADORE Center USA“ (GADORE steht für German-American Dialog on Renewable Energy). Sitz des Büros ist Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania.

Gegenwärtig fehlt den meist mittelständisch strukturierten Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien eine zentrale Service- und Kopplungsstelle für einen optimalen Zugang in den US-Markt. Zu den Leistungen des „GADORE Center USA“  gehören unter anderem die Vermietung von Räumen, die Kontaktanbahnung innerhalb der Branche der Erneuerbaren Energien, die Messevorbereitung und die Ver­knüpfung zu Beratern, Dienstleistern, Banken und Investoren.

Das jetzt eröffnete Poolbüro steht unter der Schirmherrschaft des Lan­des Nordrhein-Westfalens und des US-Bundesstaates Pennsylvania, die seit einigen Jahren eine enge Länderpartnerschaft unterhalten.

„Pennsylvania ist bereits heute Standort einiger der weltgrößten Unter­nehmen im Bereich der Erneuerbaren Energien. Die Partnerschaft mit Nordrhein-Westfalen und das GADORE Center USA werden es ermög­lichen, diesen Status insbesondere im Bereich der Windenergie zu festigen und auszubauen“, so Governor Edward Rendell.

Staatssekretär Dr. Baganz betonte: „Nordrhein-Westfalen als Energie­land Nr. 1 und mit seinen weltweit führenden Komponentenherstellern aus der Windkraftindustrie sieht den nordamerikanischen Markt als wichtigen Exportmarkt. Durch die Initiierung des GADORE Center USA wird es den kleinen und mittelständischen Unternehmen erleichtert, die­sen aktuell weltweit größten Windanlagenmarkt zu erschließen.“

Mit 2.800 Megawatt neu installierter Leistung für das erste Quartal 2009 wird die Bedeutung des amerikanischen Marktes unter Beweis gestellt. Zum Vergleich: Deutschland hatte im gesamten Jahr 2008 eine Leistung von 1665 Megawatt neu installiert. Die Größe des amerikanischen Windmarktes ist eindrucksvoll auf der Windpower 2009 in Chicago sichtbar, mit bis zu 20.000 registrierten Teilnehmern und 1.200 Ausstel­lern.

In den USA herrscht seit dem Regierungswechsel eine deutliche Auf­bruchstimmung im Bereich Erneuerbare Energien und „Green Jobs“. Die US-Bundesstaaten sind hier besonders aktiv und ehrgeizig. In einem offenen Brief an den neuen Präsidenten der USA, Barack Obama, for­mulierte die Governors Wind Energy Coalition ein klares Ziel: Bis 2030 sollen 20 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energie­quellen gedeckt werden. Der Bundesstaat Pennsylvania ist einer der führenden Bundesstaaten in dieser Initiative.

Für die stark exportorientierten Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, die im Wind- oder im Solarbereich tätig sind, bieten sich daher sehr gute Möglichkeiten von diesem expansiven Marktwachstum zu profitieren.

Bereits in den letzten Jahren erlebte die amerikanische Windindustrie einen Boom. Allein Im Jahr 2008 gingen in den USA 8.358 Megawatt Windstrom neu ans Netz, dies entspricht einer Steigerung von 50 Pro­zent gegenüber 2007. Dieses Wachstum wurde möglich durch das ver­stärkte Engagement auch deutscher Hersteller und Zulieferer aus der Windindustrie. Das Ziel der amerikanischen Regierung ist ein Anteil von 20 Prozent Strom aus Windenergie bis 2030.

Derzeit ist die Zuliefererkette in der amerikanischen Windindustrie jedoch noch unvollständig und die Produktionskapazität der amerika­nischen Unternehmen reicht nicht aus. Gleichzeitig gibt es Defizite und Nachholbedarf in der Ausbildung von Fachkräften.

 

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