Energieforscher bewerben sich um Innovationszentrum für Energiewirtschaft

6. September 2009

Führende Energieforscher aus Nordrhein-Westfalen bewerben sich um Innovationszentrum für die Energiewirtschaft in Brüssel / 100.000 Euro Fördervolumen - Entscheidung soll noch in diesem Jahr fallen

Um das europäische Innovationszentrum für die Energiewirtschaft bewerben sich derzeit die besten Energieforscher und einige der großen Industriekonzerne Nordrhein-Westfalens. Einen entsprechenden Antrag hat das Konsortium in Brüssel abgegeben.

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie teilt mit:

Um das europäische Innovationszentrum für die Energiewirtschaft bewerben sich derzeit die besten Energieforscher und einige der großen Industriekonzerne Nordrhein-Westfalens. Einen entsprechenden Antrag hat das Konsortium in Brüssel abgegeben. Die EU entscheidet im Dezember über den Standort. Wenn das nordrhein-westfälische Konsortium sich gegen die europäische Konkurrenz durchsetzen kann, dann laufen in Fragen der Energieforschung die Fäden zukünftig in Nordrhein-Westfalen zusammen. Das EIT-Zentrum soll die europäische Energieforschung bündeln und in den zentralen Fragen voranbringen: Umweltverträglichkeit, Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit. „Das ist eine der großen globalen Fragen unserer Zeit. Hier würden wir gerne die führende Rolle in Europa einnehmen“, sagte Pinkwart.

Konsortialführer des Nordrhein-Westfalen-Antrags ist Energy Hills e.V., ein von Wirtschafts- und Wissenschaftsvertretern der Region Aachen-Jülich gegründeter Verein. Beteiligt sind Universität und Fachhochschule Aachen, das Forschungszentrum Jülich, die Universität Dortmund, drei Fraunhofer-Institute und das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie. Neben den großen Konzernen Bayer, E.ON und Thyssen-Krupp sind auch zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen eingebunden. „Der Antrag bringt alle starken Kräfte Nordrhein-Westfalens zusammen. Ich habe durchaus Hoffnung, dass wir gegen die Wettbewerber bestehen können“, sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart.

Das Innovationszentrum für die Energiewirtschaft ist eines von drei Teilen des neuen Europäischen Technologie-Instituts (EIT) und soll mit einem Jahresbudget von 100 Millionen Euro im kommenden Jahr seine Arbeit aufnehmen. Unterstützt wird der nordrhein-westfälische Antrag auch aus dem europäischen Ausland. Über 80 Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Ministerien aus zehn europäischen Ländern sind in dem Antrag als Partner aufgeführt.

Die Energieforschung ist eines von vier Zukunftsfeldern, auf die das Innovationsministerium seine Forschungs- und Technologieförderung konzentriert. Signalwirkung hatte 2006 die Entscheidung von E.ON, mit Eigenmitteln in Höhe von 40 Millionen Euro gemeinsam mit der RWTH Aachen ein neues Energieforschungsinstitut zu gründen. Forscher dieses Zentrums gehören jetzt zu den stärksten Promotoren des Antrags.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Telefon 0211/896-4790.

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