„FrauenJahr100“ - Frauen aus über 30 Frauenorganisationen feiern mit Ministerin Steffens den 100. Internationalen Frauentag in Mülheim

19. März 2011

„FrauenJahr100“ - Frauen aus über 30 Frauenorganisationen feiern mit Ministerin Steffens den 100. Internationalen Frauentag in Mülheim

Am 19. März 1911 demonstrierten Frauen in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz zum ersten Mal gemeinsam für ihre Rechte. Auf den Tag genau 100 Jahre später, also am 19. März 2011, haben Emanzipationsministerin Barbara Steffens und mehr als 30 Frauenverbände aus Nordrhein-Westfalen zu der Feier "FrauenJahr100" in die Stadthalle nach Mülheim an der Ruhr eingeladen. Mehr als 1.000 Frauen sind der Einladung gefolgt.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter teilt mit:

Am 19. März 1911 demonstrierten Frauen in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz zum ersten Mal gemeinsam für ihre Rechte. Auf den Tag genau 100 Jahre später, also am 19. März 2011, haben Emanzipationsministerin Barbara Steffens und mehr als 30 Frauenverbände aus Nordrhein-Westfalen zu der Feier "FrauenJahr100" in die Stadthalle nach Mülheim an der Ruhr eingeladen. Mehr als 1.000 Frauen sind der Einladung gefolgt.

Ministerin Steffens: "Die große Resonanz auf die heutige Veranstaltung zeigt mir, dass die Idee des Internationalen Frauentages - der gemeinsame Kampf von Frauen für wirkliche Chancengleichheit - auch heute noch, 100 Jahre später, hochaktuell ist. Es geht dabei nicht nur um die zentralen politischen Forderungen, nach Lohngleichheit und mehr weiblichen Führungskräften in der Privatwirtschaft und auch im öffentlichen Dienst. Es geht vor allem auch darum, jeder Frau, egal ob jung oder alt, mit oder ohne Migrationsgeschichte, mit oder ohne Behinderung, lesbisch oder heterosexuell, ein selbstbestimmtes Leben in unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Gemeinsam packen wir diese Aufgaben an!"

Das Programm der Feier war vielfältig und bunt. Die Talkrunde mit Moderatorin Beate Kowollik beschäftigte sich mit einem Thema, das neben vielen anderen auch im Zentrum der Frauenbewegung stand: "Körperideale - ideale Körper". Gesprächspartnerinnen waren unter anderem Prof. Dr. Barbara Duden von der Leibniz Universität Hannover und Fußballnationalspielerin Sonja Fuss.

Die Performance "Power of Pussy" des Theaterkollektivs Fräulein Wunder AG bot "nackte Tatsachen" und eine gehörige Portion Selbstironie. Der legendäre Tomatenwurf von Sigrid Rüger löste 1968 die zweite Welle der Frauenbewegung aus. Auf dem Delegiertenkongress des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) 1968 kritisierte Helke Sander, Sprecherin des Aktionsrates zur Befreiung der Frau, die auch im SDS vorherrschende Trennung des "Politischen von dem Privaten". Diese verschleiere die Ausbeutung der Frauen. Da die SDS-Männer nicht bereit waren, diese Rede zu diskutieren und zur Tagesordnung übergehen wollten, warf Sigrid Rüger – als Zeichen weiblichen Protestes – Tomaten in Richtung Vorstandstisch. Nach dem Tomatenwurf wurden in den Universitätsstätten Frauengruppen bzw. Weiberräte gebildet, die die Öffentlichkeit – mit teilweise spektakulären Aktionen – auf bestehende Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern aufmerksam machten.

"Gerade jetzt, wo wir vor den Herausforderungen des demographischen Wandels stehen, der Fachkräftemangel immer stärker zunimmt, müssen die Rahmenbedingungen für uns Frauen geändert werden. Wer jetzt nicht handelt und auf die Potenziale der Frauen verzichtet, durch schlechtere Arbeitbedingungen, durch die Nichtvereinbarkeit von Familie und Beruf, wird sich schon morgen in einer Gesellschaft wiederfinden, die nur noch eingeschränkt handlungsfähig sein wird", so Steffens. 

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Telefon 0211 8618-4246.

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