Frauen und Männer sind gleichberechtigt

5. März 2009

Frauen und Männer sind gleichberechtigt / Festakt zu 60 Jahre Artikel 3 Grundgesetz - Minister Armin Laschet: „Noch immer erhebliche Defizite“

„Seit 60 Jahren gilt: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Doch noch immer ist dieser Grundgesetzartikel nicht vollständig umgesetzt“, sagte heute Minister Laschet anlässlich des Festakts „’Männer und Frauen sind gleichberechtigt’ - 60 Jahre Artikel 3 Absatz 2 Grundgesetz“.

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit:

„Seit 60 Jahren gilt: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Doch noch immer ist dieser Grundgesetzartikel nicht vollständig umgesetzt“, sagte heute (5. März 2009) der nordrhein-westfälische Minister Armin Laschet. In seiner Funktion als Vorsitzender der 19. Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz (GFMK) hatte Laschet zu dem Festakt „’Männer und Frauen sind gleichberechtigt’ - 60 Jahre Artikel 3 Absatz 2 Grundgesetz“ in die Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund in Berlin eingeladen. In seiner Rede erinnerte Laschet daran, dass die Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz in diesem Jahr das Thema „Frauen und Integration“ in den Fokus rückt, denn dies sei ein Bereich neben anderen, in dem dieser Artikel noch mit Leben zu füllen sei.

Laschet: „Das 60-jährige Jubiläum des Grundgesetzes in diesem Jahr ist aus frauenpolitischer Sicht besonders bedeutsam: Seit 1949 gibt es Artikel 3 Absatz 2 „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“. Und für diesen verfassungsrechtlichen Grundsatz, der die Gleichstellung der Ge­schlechter auch in der sozialen Wirklichkeit festschreibt, mussten die vier Mütter des Grundgesetzes lange kämpfen. Ihrem Einsatz und ihrer Beharrlichkeit ist es zu verdanken, dass unsere Gesellschaft auf dem langen Weg zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern einen großen Schritt voran gekommen ist.“

Darüber hinaus jährt sich in diesen Monaten auch ein weiteres wichtiges Jubiläum: Am 19. Januar 1919 konnten Frauen in Deutschland erstmals ihr aktives und passives Wahlrecht nutzen. „Seitdem wurde viel erreicht, aber mit diesen historischen Errungenschaften ging der Kampf der Frauen nicht zu Ende“, gab Laschet zu bedenken. „Bei allen Erfolgen wissen wir, dass es noch immer erhebliche Defizite bei der Gleichstel­lung der Geschlechter gibt. Auch wenn Frauen heute die Bildungsge­winnerinnen sind - weder im Geldbeutel noch in den Vorstandsetagen oder den Gremien wirkt sich dieser Vorsprung bislang aus.“

Bundesfrauenministerin Dr. Ursula von der Leyen hielt die Festrede. „Erfolgreiche Gleichstellungspolitik ist weit mehr als nur Frauenpolitik. Wenn Gleichstellungspolitik heute wirken will, muss sie die anderen Felder einbeziehen: die Familienpolitik, die Wirtschaftspolitik, die Bil­dungspolitik und die Integrationspolitik.“

Der nordrhein-westfälische Frauenminister Armin Laschet verwies auf die Rolle der Frauen mit Zuwanderungsgeschichte für Deutschland: „Dort, wo Frauen stark sind, ist auch die Gesellschaft stark. Dies hat die Frauenbewegung in der Vergangenheit bewiesen und dies beweisen Frauen auch heute in der Gesellschaft. Es wird Zeit, sich zu erinnern, dass wir in der Bundesrepublik nicht nur eine Geschichte der ‚Gastar­beiter’ haben, sondern auch eine der ‚Gastarbeiterinnen’.“

Die GFMK sehe sich in der Pflicht, die Integration von Frauen mit Zu­wanderungsgeschichte als gesamtgesellschaftlichen Auftrag zu ver­deutlichen. „Es ist dringend notwendig, den Blick zu weiten und die Le­bensrealitäten der Frauen mit Zuwanderungsgeschichte differenzierter zu betrachten“, hob der nordrhein-westfälische Minister hervor. Die Me­dienwirklichkeit gebe oftmals lediglich einen verzerrten Ausschnitt der Realität wieder, von der sich viele Frauen mit Zuwanderungsgeschichte zu Recht stigmatisiert fühlten.

„Bei der Umsetzung des Art. 3 des Grundgesetzes in unserer heutigen Zeit sind endlich die Situation, die Qualifikation, das Engagement, aber auch die Lebensvorstellungen von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte wahr zu nehmen. Ihnen ist durch eine kluge Politik Rechnung zu tra­gen“, forderte Minister Laschet zum Abschluss seiner Rede.

Ein weiterer Höhepunkt des Festaktes war ein ‚Generationendialog’ zwischen der ehemaligen Bundestagspräsidentin Prof. Rita Süssmuth und der kroatischstämmigen Schriftstellerin Marica Bodrožić, die kürzlich mit dem Kulturpreis Deutsche Sprache ausgezeichnet wurde. Die beiden Protagonistinnen berichteten über ihre persönlichen Erfahrungen und Erwartungen im Hinblick auf die Verheißung des Artikels 3 ‚Männer und Frauen sind gleichberechtigt’.

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