Create.NRW 2009: Jury wählt sieben Projekte aus

25. September 2009

Förderwettbewerb Create.NRW 2009 / Jury wählt sieben Projekte zur Förderung aus

Im Rahmen des Förderwettbewerbs Create.NRW 2009 für die Kultur- und Kreativwirtschaft wurden 67 Wettbewerbsprojekte aus allen Landesteilen eingereicht. Die Jury schlug sieben Pro­jekte zur Förderung vor, insgesamt soll eine Förderung in Höhe von 3,3 Millionen Euro beantragt werden.

Das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie teilt mit:

Im Rahmen des Förderwettbewerbs Create.NRW 2009 für die Kultur- und Kreativwirtschaft wurden insgesamt 67 Wettbewerbsprojekte aus allen Landesteilen eingereicht. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, damals wurden 55 Beiträge eingereicht.  Die Jury schlug sieben Pro­jekte zur Förderung vor, insgesamt soll eine Förderung in Höhe von 3,3 Millionen Euro beantragt werden. Die Siegerprojekte stammen aus dem Raum Köln, aus dem Ruhrgebiet, aus Düsseldorf und Aachen.

Dazu Wirtschaftsministerin Thoben: „Die deutlich gestiegene Zahl zeigt, dass die Kreativen im Lande sich zunehmend auf das Wettbewerbs­verfahren einstellen. Neben der hohen Zahl an branchenübergreifenden Konzepten freut es mich vor allem, dass es gelungen ist, gerade auch kleinere Kooperationsprojekte an dieses für sie häufig unbekannte Förderverfahren heranzuführen.“

Aus der Region Köln wurden die meisten (24) Wettbewerbsbeiträge, eingereicht, gefolgt von 19 Beiträgen aus dem Ruhrgebiet, sieben aus der Region Düsseldorf, sechs aus der Region Aachen, jeweils drei aus dem Bergischen Städtedreieck und der Region Niederrhein und jeweils ein Wettbewerbsbeitrag aus der Märkischen Region, der Region Kreis Siegen/Wittgenstein, der Region Bonn/Rhein-Sieg, aus Ostwestfalen-Lippe und dem Münsterland.

Mehr als ein Drittel der eingereichten Wettbewerbsbeiträge war branchenübergreifend angelegt (25 Projekte), vierzehn Projekte kamen aus der Film- und Fernsehwirtschaft einschließlich Software und Games-Industrie, acht aus dem Kunstmarkt, sieben aus der Musikwirt­schaft, sechs aus der Designwirtschaft, drei aus der Modewirtschaft, zwei aus dem Literatur- und Buchmarkt und jeweils eines aus dem Werbemarkt sowie Tanz- und Theatermarkt.

Prof. Dr. Ludger Heidbrink, Jury-Vorsitzender: „Die Wettbewerbsbeiträge haben gezeigt, dass eine lebendige und spannende Kreativwirtschaft in Nordrhein-Westfalen existiert. Allerdings war eine Reihe von Beiträgen von inhaltlichen und konzeptionellen Schwächen geprägt, so dass nicht ersichtlich war, ob eine erfolgreiche Umsetzung zu erwarten gewesen wäre. Für die Zukunft ist es wünschenswert, dass die Beiträge mehr experimentellen Mut und klarere Erfolgskonzepte aufweisen.“

Auf Empfehlung der Jury werden folgende Projekte einen Antrag auf Förderung stellen können.

Cine-connect – promote your film

Gemeinsam mit der W-film Filmproduktion&Filmverleih, Köln, und der comm.world.solutions GmbH aus Aachen plant die cine-connect GmbH i.G. ein internetbasiertes Programmplanungstool für Produzenten, Film­verleiher und Kinobetreiber. Es ermöglicht die redaktionelle Aufberei­tung von zielgerichteten Marketing-, Vertriebs- und Presseinfor­mationen. cine-connect ist international ausgelegt, wobei Verwaltung, Marketing, Betrieb und Hosting in Köln angesiedelt werden.

Die Jury würdigt insbesondere, dass cine-connect Produzenten, Verlei­hern und Kinobetreibern ein internetbasiertes Tool an die Hand gibt, um mit der Vielzahl unterschiedlichster Filmproduktionen schneller und effizienter an einen breiten Markt zu gelangen. Die neu entstehende Schnitt-stelle wird dem wachsenden Angebot an Filmproduktionen, gerade auch im Arthouse Bereich, gerecht und schafft auch kleinen mittelständischen Filmproduktionen eine Vertriebsmöglichkeit, die diese für ihre Existenz benötigen.

Design Office und Vermarktungsoffensive Handwerk Nordrhein-Westfalen

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Stärkung der Design- und Marketingkompetenz von Handwerksunternehmen in Nordrhein-Westfalen sowie der Auf- und Ausbau eines branchenübergreifendes Kompetenz-/Leistungsnetzwerkes zur Erschließung bisher nicht ge­nutzter Marktpotenziale von designorientierten Handwerksunternehmen. Als Basis hierfür wird auf Zollverein ein Designoffice aufgebaut. Das Vorhaben wird als Gemeinschaftsprojekt der Landesgewerbeförderstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. (Düsseldorf) und der Stiftung Zollverein in Kooperation mit der Initiative Deutscher Design­verbände iDD (beide Essen), umgesetzt.

Nach Einschätzung der Jury ist das Thema Gestaltung für mittelstän­dische Unternehmen aus dem Bereich Handwerk wettbewerbsen­tscheidend. Der Aufbau eines branchenübergreifenden Kompetenz-/Leistungsnetzwerkes zur Erschließung bisher nicht genutzter Markt­potentiale ist daher für diese Leistungsträger zwingend geboten.

EMA Economy meets Art

Das Projekt des Kreises Aachen, des Kunst- und Kulturzentrums Monschau e.V. und der Wirtschaftsförderung des Kreises Aachen in Kooperation mit dem Frauenkulturbüro e.V. (Krefeld) zielt auf die Bera­tung und Förderung bildender Künstler und Künstlerinnen in der Region (einschließlich der Vermittlung von Arbeits- und Präsentationsräumen in Zusammenarbeit mit regionalen und euregionalen Galerien und Museen) ab. Das EMA-Netzwerk möchte die Potenziale der bildenden Kunst nutzen und in drei Handlungsfeldern – Kunst als Instrument des Standortmarketing; Kunst und Tourismus; Unternehmen und Kunst – weiter entwickeln. Erfahrungen und Kenntnisse aus der Region sollen landesweit in Veranstaltungen und Workshops an Startercenter, Kammern und Wirtschaftsförderungen weitergegeben werden.

Die Jury würdigt das Projekt als einen exemplarischen Ansatz, Bedarfe im Markt der bildenden Kunst aufzugreifen und mit einer Strategie des Standortmarketings zu verbinden, die die Nachhaltigkeit des Vorhabens erhöht. Sie sieht das Vorhaben auch als geeignetes Beispiel für die Strategieentwicklung in anderen Regionen und für andere Teilmärkte der Kreativwirtschaft.

Games Development Initiative Ruhr

Das Projekt will die Vernetzung zwischen Spieleentwicklern und dem kreativen Nachwuchs, Kunst- und Kulturforschern sowie Forschern fördern. Dabei sollen insbesondere auch neue Geschäftsfelder in den Schnittfeldern zwischen Buch- und Musikmarkt, Film- und Videopro­duktion, klassischer Softwareentwicklung und dem Design gefunden werden. Die gemeinsame Online-Plattform zur Generierung und Ent­wicklung von Spieleideen soll aber nicht nur den Profis, sondern auch dem Hobby-Entwickler offen stehen. Zentrale Partner sind die Univer­sität Duisburg-Essen, die Mülheim & Business GmbH als Wirtschafts­fördereinrichtung sowie acht Unternehmen im Umfeld der Games-Szene.

Aus der Sicht der Jury ist bei dem Vorhaben der ganzheitliche Ansatz hervorzuheben, der sich auf den Wirtschaftsraum des Ruhrgebiets wie auch auf das breite Spektrum der Partner bezieht. Er erscheint als ge­eignet, ein regionales Cluster „Games“ zu formieren und zu entwickeln.

Netzwerk Nordrhein-Westfalen Noten Digital

Das Projekt zielt auf die digitale Zusammenarbeit und Wertschöpfung zwischen Unternehmen und Akteuren des Kreativbereichs Noten – Komponisten, Musikverlage, Mittler (Handel) und Anwender – in einem regionalen Netzwerk Nordrhein-Westfalen Noten Digital, das im Rahmen der Förderung experimentell und als Referenzanwendung realisiert werden soll. Kern des Projektes ist die Definition neuer Internet Standards für die Kommunikation von Anbietern, Mittlern und Kunden. Sie sollen ermöglichen, dass die Rechteinhaber selbst und eigenständig im digitalen Markt agieren und die Lieferung der digitalen Ware stets direkt vom Rechteinhaber aus erfolgt, wobei er/sie auf eine Vielzahl von Absatzmittlern zugreifen kann. Projektpartner sind die Firma DE-PARCON Softwaretechnologie und Marketing GmbH (Hürth), der Deutsche-Musikverleger-Verband DMV (Bonn), und die ACAMAR Management&Service GmbH&Co.KG (Hürth).

Die Jury schlägt das Projekt zur Umsetzung vor, da die Schaffung der neuen „Digitalen Druckplatte“ im Bereich Noten einen hohen tech­nischen Innovationswert besitzt, neuartige Verwertungs- und Vermark­tungsverfahren (gerade auch für Komponisten, junge Musikverlage und Notenhandel) eröffnet  und das Projekt relevant für den internationalen Musikmarkt ist.

„Schulfilme im Netz“ –  Online-Videothek für kurze Schulfilme

Ziel des Projektes ist die Bereitstellung von Videos und filmischen Visualisierungen für den Unterricht, die über das Internet bereitgestellt werden. Die Materialien werden in enger Zusammenarbeit von Pädago­gen, Wissenschaftlern, Praktikern und Filmschaffenden erarbeitet. Im ersten Schritt möchten die Projektpartner JPP Medien GmbH (Köln), das Ernst-Kalkuhl-Gymnasium (Bonn), die Gemeinschaftshauptschule Lohmar, die Dr. Reinhold Hagen Stiftung (Köln), der Wissenschafts­laden (Bonn), die Rhein-Erft-Akademie (Hürth) und eLeDia (moodle) Deutschland (Bonn), eine Videothek mit zunächst 1000 kurzen unter­richtsstützenden Filmen aufbauen und mit einem Portal mit Such- und Archivfunktionen über das Internet gegen Nutzungsentgelt bereitstellen.

Die Jury schlägt das Projekt zur Förderung vor, da es die optimale inhaltliche, didaktische und filmische Umsetzung der fachlich fundierten Filme den Unterricht effektiv und anschaulich gestaltet sowie den Mediennutzungsgewohnheiten junger Menschen gerecht wird. „Schul­filme im Netz“ – Ein Beispiel, das im wahrsten Sinne des Wortes Schule machen kann.

Zentrum für Medienkonservierung im Museum Folkwang

Das Museum Folkwang, die Folkwang Hochschule (beide Essen), und die Firma Fine Print Studios (Mülheim/Ruhr), planen die Gründung eines Zentrums für die Konservierung und Restaurierung von Fotografie, Film und Neuen Medien/Digitaler Information am Standort des Museums Folkwang in Essen. Das Zentrum bietet Dienstleistungen für öffentliche Institutionen, Firmen und Privatpersonen, ist zugleich Ausbildungsstätte für die Bestandserhaltung in den Fachrichtungen Fotografie, Film und Neue Medien/Digitale Information und darüber hinaus Forschungs­institut für die Entwicklung und die Erprobung neuer Verfahren zur Konservierung und Restaurierung von Fotografien, Film und Neuen Medien/Digitale Information.

Nach Einschätzung der Jury besitzt Nordrhein-Westfalen mit dem Folkwang Museum das deutsche Kompetenzzentrum für Fotografie, um das sich weitere fotografische Sammlungen, Fotoarchive, Film und neue Medien im Ruhrgebiet ranken. Es hat Sinn, vorhandene Stärken, die fast Alleinstellungsmerkmale sind, weiter auszubauen. Die Einrichtung eines Zentrums für Medienkonservierung im Museum Folkwang ist nicht nur notwendig und sinnvoll, sondern ein entscheidender Schritt in die Zukunft. Es handelt sich um einen sicheren Wachstumsmarkt für die Kreativwirtschaft, der über die Grenzen des Bundeslandes hinausgeht.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie, Telefon 0211/837 2417.

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