Familienministerin Ute Schäfer fordert gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Kommunen gegen Kinderarmut

15. November 2010

Familienministerin Ute Schäfer fordert gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Kommunen gegen Kinderarmut

Düsseldorf/Schwerte, 15.11.2010. Eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Kommunen gegen Kinderarmut hat Familienministerin Ute Schäfer gefordert. „Jedes vierte Kind in Nordrhein-Westfalen lebt in Armut, immerhin 760.000.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Düsseldorf/Schwerte, 15.11.2010. Eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern und Kommunen gegen Kinderarmut hat Familienministerin Ute Schäfer gefordert. „Jedes vierte Kind in Nordrhein-Westfalen lebt in Armut, immerhin 760.000. Mehr als 20 Prozent der Familien und Kinder werden ausgegrenzt und häufig am Rande der Gesellschaft zurückgelassen“, sagte Schäfer heute auf einer Fachtagung der Landesarbeitsgemeinschaft der Arbeiterwohlfahrt in Schwerte. Die Landesregierung werde die Bildungschancen junger benachteiligter Menschen deutlich verbessern. „Dazu müssen wir so früh wie möglich die soziale und wirtschaftliche Situation der Familien stabilisieren und den Kindern bereits im frühen Kindesalter die Möglichkeit geben, ihre Stärken zu entwickeln“, so die Ministerin.

Der Ausbau der frühen Hilfen, bessere Ausstattung der Familienhilfe gerade in sozialen Problemstadtteilen, das beitragsfreie Kindergartenjahr und die Abschaffung der Studiengebühren sowie der Zuschuss zum Mittagessen für arme Kinder in Kindertagesstätten könnten dazu beitragen, auch künftige Kosten, die durch Bildungsarmut verursacht würden, zu minimieren.

Mit dem Runden Tisch „Hilfe für Kinder in Not“ will die Landesregierung Kindern aus einkommensschwachen Familien neue Perspektiven eröffnen. „Gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und anderen gesellschaftlichen Organisationen wollen wir neue Wege zur Armutsbekämpfung gehen. So wollen wir bestehende Programme auf den Prüfstand stellen und die Bekämpfung der Kinder- und Jugendarmut noch stärker als Querschnittsthema angehen“, sagte Ministerin Schäfer. Insgesamt komme es aber darauf an, die Kinderarmut vor allem als Ergebnis der Armut von Eltern zu begreifen. Die von der Bundesregierung geplante Beibehaltung der Kinderregelsätze, die minimale Erhöhung der Regelsätze für Erwachsene und ein unzureichendes Bildungspaket für Kinder und Jugendliche seien ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen. „Unabhängig von der aktuellen Diskussion über die Neuregelung der Leistungen zum Lebensunterhalt halte ich eine von Bund, Ländern und Gemeinden gemeinsam getragene Initiative für erforderlich, um die Bedingungen des Aufwachsens der Kinder und Jugendlichen in schwierigen Verhältnissen zu verbessern“, sagte Schäfer.

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