Familienministerin Schäfer: "2011 wird das letzte Kita-Jahr gebührenfrei"

6. August 2010

Familienministerin Schäfer: "2011 wird das letzte Kita-Jahr gebührenfrei"

"Die neue Landesregierung wird bereits im kommenden Jahr das letzte Kita-Jahr gebührenfrei stellen", kündigt Ministerin Ute Schäfer im Interview mit der BILD-Zeitung an.

Düsseldorf. Sie ist die Rückkehrerin im neuen Kabinett: 2002 bis 2005 schon Schulministerin, ist Ute Schäfer (56, SPD) jetzt Familienministerin. Das BILD-Interview.

BILD: Frau Familienministerin, brauchen wir mehr Anreize für Paare, Kinder zu bekommen?

Ute Schäfer: „Karriere machen und Kinder haben darf kein Widerspruch sein. Dafür brauchen wir verlässliche Angebote in der frühkindlichen Betreuung, die kostenlos sein müssen. Die neue Landesregierung  wird bereits im kommenden Jahr das letzte Kita-Jahr gebührenfrei stellen. Außerdem brauchen wir zum Beispiel mehr Kreativität bei Teilzeitangeboten für Väter.“

BILD: Sie sind auch für Jugend und Kultur zuständig. Wie wollen Sie Jugendliche an Kultur heranführen?

Schäfer: „Kulturelle Bildung muss schon in der Kita beginnen. Ich plane dafür einen Kulturrucksack, den jedes Kind bekommen wird. Er soll es Kindern ermöglichen, Räume der Kultur zu entdecken. Theater, Konzerte, Museen, all das müssen wir unseren Kindern näher bringen. Ein weiterer Plan ist, Künstler vermehrt in die Schulen zu holen.“

BILD: Was planen Sie noch, um Heranwachsende von Drogen und Gewalt fernzuhalten?

Schäfer: „Unsere Gesetze sind ausreichend. Wir müssen aber einfach mehr für die Prävention tun. Ich werde bereits im Haushalt 2011 die Landesmittel für offene Jugendarbeit von 80 auf 100 Millionen Euro erhöhen. Damit können Projekte sozialer Träger und Verbände finanziert werden. Aber: Nicht nur der Staat ist für Erziehung verantwortlich. Ein schöner Satz lautet: Ein ganzes Dorf erzieht ein Kind…“

BILD: Brauchen wir mehr Aufklärung über die Gefahren des Internets?

Schäfer: „Wir müssen die Medienkompetenz Heranwachsender stärken, ja. Sinnvoll wäre ein Medienführerschein, der Kindern hilft, Information von Beeinflussung zu trennen.“

BILD: Sie sind auch Sportministerin. Tut das Land genug für die Förderung des Breitensports?

Schäfer: „Dafür stellen haben wir den Kommunen eine Sportpauschale in Höhe von 50 Millionen Euro zur Verfügung. So können Sportanlagen in Schuss gehalten und Angebote für Kinder geschaffen werden. Der Sport ist eine wunderbar klassenlose Gesellschaft. Das müssen wir auf andere Gesellschaftsbereiche übertragen.

Von Hagen Meyer.
Quelle: BILD-Zeitung Köln, 06.08.2010

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