Neue Wege in der sonderpädagogischen Förderung

5. Februar 2010

Fachkongress in Oberhausen zeigt neue Wege in der sonderpädagogischen Förderung

Auf dem ersten Fachkongress zu diesem Thema stehen morgen neue Wege der sonderpädagogischen Förderung in Nordrhein-Westfalen im Mittelpunkt. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung will mit dem Kongress den künftig bis zu 50 Pilotregionen der Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung Gelegenheit zu fachlicher Diskussion und einem Austausch untereinander geben.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Auf dem ersten Fachkongress zu diesem Thema stehen morgen neue Wege der sonderpädagogischen Förderung in Nordrhein-Westfalen im Mittelpunkt. Das Ministerium für Schule und Weiterbildung will mit dem Kongress den künftig bis zu 50 Pilotregionen der Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung Gelegenheit zu fachlicher Diskussion und einem Austausch untereinander geben.

Ministerin Barbara Sommer erwartet im Rheinischen Industriemuseum in Oberhausen mehr als 600 Teilnehmer: „Die Schulen und ihre Partner in den Pilotregionen leisten eine wichtige Pionierarbeit bei der Frage, wie die sonderpädagogische Förderung künftig gestaltet werden soll. Sie sind so etwas wie die Pfadfinder auf dem Weg zu neuen Konzepten, mit denen mehr gemeinsames Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf ermöglicht werden kann.“

Im Schuljahr 2008/2009 sind in 20 Pilotregionen Förderschulen zu Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung ausgebaut worden. Ziel des Konzeptes, bei dem es auch darum geht, Schulen mit außerschulischen Partnern aus Jugendhilfe und verschiedenen Bera­tungssystemen zu verknüpfen, ist es, mehr wohnortnahe Förderung in den allgemeinen Schulen zu erreichen. Damit passt die Zielsetzung der Kompetenzzentren auch zu den bildungspolitischen Herausforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention, die seit knapp einem Jahr gelten­des Bundesrecht ist. Die Vertragsstaaten verpflichten sich darin, „ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen“ (deutsche Übersetzung) zu gewährleisten.

Der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die in allgemeinen Schulen lernen, hat sich in den ver­gangenen Jahren in Nordrhein-Westfalen kontinuierlich erhöht. Lag diese Integrationsquote – über alle Schulstufen hinweg - im Schuljahr 2000/2001 noch bei 8,8 Prozent, so beträgt sie im laufenden Schuljahr 16,1 Prozent.

Die Zahl der Pilotregionen der Kompetenzzentren für sonderpäda­gogische Förderung ist im laufenden Schuljahr auf 30 gestiegen und soll zum kommenden Schuljahr auf 50 erweitert werden. Zu dem Kongress haben sich Lehrerinnen und Lehrer aus allen Pilotregionen, Schulträger, Fachverbände und Schulaufsichtsbeamte aus ganz Nordrhein-West­falen, aber auch aus anderen Bundesländern angemeldet.

Um die bildungspolitischen Konsequenzen aus der UN-Behinder­tenrechtskonvention zu erörtern und beispielsweise zu klären, wie ein Elternrecht auf die Wahl des schulischen Förderortes für ein behindertes Kind – Förderschule oder allgemeine Schule in zumutbarerer Ent­fernung – verankert werden kann, hat Ministerin Sommer einen Ge­sprächskreis mit Vertretern der Lehrer- und Elternverbände, der Schul­träger, der kommunalen Spitzenverbände, der Kirchen, von Fachver­bänden und der Politik ins Leben gerufen, der bereits einmal getagt hat. Die zweite Sitzung dieses Gesprächskreises ist nun für den 22. März 2010 vorgesehen.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Telefon 0211 5867-3505 oder -3506.

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