Extremistischer Salafist wegen Terrorunterstützung festgenommen

15. Dezember 2015

Extremistischer Salafist wegen Terrorunterstützung festgenommen

NRW-Innenminister Jäger: Wir machen fanatischen Hetzern klar: Der Rechtsstaat wehrt sich

Der salafistische Prediger Sven Lau ist heute in Mönchengladbach festgenommen worden.

 
Das Ministerium für Inneres und Kommunales teilt mit:

Der salafistische Prediger Sven Lau ist heute in Mönchengladbach festgenommen worden. „Unsere Sicherheitsbehörden nehmen die Gefahr durch extremistische Salafisten ernst. Polizei und Verfassungsschutz gehen entschlossen gegen diese gefährliche Szene vor. Die Sicherheitsbehörden der Länder und des Bundes arbeiten bei der Bekämpfung des gewaltbereiten Salafismus Hand in Hand“, sagte Innenminister Ralf Jäger.
 
„Mit ihrer Gewalt verherrlichenden Propaganda und angeblicher Hilfe für notleidende Menschen in den Krisengebieten bereiten salafistische Prediger wie Lau den Nährboden für die Radikalisierung junger Männer. Sie stiften junge Menschen an, sich in Syrien und Irak jihadistischen Terrorgruppen anzuschließen“, erklärte Jäger. „Diesen fanatischen Hetzern machen wir klar: Der Rechtsstaat wehrt sich gegen Gewalt und Extremismus.“
 
Lau wurde auf Veranlassung der Generalbundesanwaltschaft festgenommen. Gegen ihn besteht der Verdacht, mit vorgetäuschter humanitärer Hilfeleistung eine terroristische Vereinigung im Ausland unterstützt zu haben. Er ist seit Jahren im Visier der Sicherheitsbehörden. „Lau gilt als einer der führenden Köpfe der salafistischen Szene in Nordrhein-Westfalen, der mutmaßlich viele junge Leute in den Extremismus gelockt hat“, erklärte der Innenminister.
 
Bis ins Jahr 2011 provozierte Sven Lau mit seinem Netzwerk „Einladung zum Paradies“, das junge Menschen in Mönchengladbach für den extre­mistischen Salafismus anwarb. In der Folge war er für verschiedene salafistisch-extremistische Organisationen deutschlandweit aktiv, darunter auch das Koran-Verteiler-Netzwerk „Lies!“.
 
Im Jahr 2014 sorgte er für bundesweite Empörung, als er mit uniform-ähnlichen Westen in Wuppertal für eine Scharia-Polizei warb. Internet-Videos zeigten ihn bereits im Jahr 2013 in Bürgerkriegsgebieten in Syrien. Lau machte zudem fortlaufend deutlich, dass nach seinem extremistischen Verständnis vom Islam die Scharia über dem Grundgesetz stehe. Seine nach Syrien zum Kämpfen ausgereisten Freunde bezeichnete er als „Märtyrer im Glauben“.

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