Expertenkommission zur Optimierung der Sicherheitsstrukturen nimmt Arbeit auf

19. Januar 2010

Expertenkommission zur Optimierung der Sicherheitsstrukturen nimmt in Aachen ihre Arbeit auf - auch JVA Münster im Visier

Die Expertenkommission „Optimierung der Sicherheitsstrukturen im Justizvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen“ hat in der JVA Aachen ihre Arbeit vor Ort aufgenommen. Justizministerin Müller-Piepenkötter hatte sofort nach dem Ausbruch zweier Gefangener aus der JVA Aachen am 26. November 2009 eine Überprüfung der Sicherheitssysteme in menschlicher, technischer und organisatorischer Hinsicht durch die Sicherheitsexperten des Vollzuges und externer Berater angeordnet.

Das Justizministerium teilt mit:

Die Expertenkommission „Optimierung der Sicherheitsstrukturen im Justizvollzug des Landes Nordrhein-Westfalen“ hat in der JVA Aachen ihre Arbeit vor Ort aufgenommen.

Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter hatte sofort nach dem Ausbruch zweier Gefangener aus der JVA Aachen am 26. November 2009 eine Überprüfung der Sicherheitssysteme in menschlicher, technischer und organisatorischer Hinsicht durch die Sicherheitsexperten des Vollzuges und externer Berater angeordnet.

„Die Experten werden kurzfristig auch die Sicherheit in der JVA Münster unter die Lupe nehmen“, kündigte die Ministerin heute (19. Januar 2010) unter Bezug auf den Ausbruch zweier Gefangener aus der JVA Münster an. „Dieser Vorfall zeigt, wie wichtig die Arbeit der Kommission ist. Wir haben zwar die Ausbruchszahlen deutlich gesenkt, aber es gibt offenbar immer noch Schwachstellen“, so die Ministerin. Sie werde die Leiterinnen und Leiter aller Anstalten für Mittwoch zu einer Dienstbesprechung ins Ministerium beordern.

Die Ministerin betonte: „Wer jetzt glaubt, auf dem Rücken der Bediensteten Parteipolitik betreiben zu müssen und die unerträgliche Diffamierungskampagne gegen die Bediensteten fortsetzt, der gefährdet die Sicherheit in den Anstalten und damit auch die Sicherheit unserer Bevölkerung.“

Die Kommission besteht aus sechs Personen: ein Experte aus dem Justizministerium, drei erfahrene Fachleute aus der Praxis des nordrhein-westfälischen Justizvollzuges sowie zwei externe Berater für den Bereich Personal und Organisation.

Diese Kommission wird - ausgehend von einem einwöchigen Besuch der JVA Aachen - eine Bestandsaufnahme vornehmen und Handlungsempfehlungen entwickeln. Da bei dem Ausbruch aus der JVA Aachen der „Faktor Mensch“ eine große Rolle gespielt hat, wird sich die Überprüfung nicht auf baulich-technische und administrativ-organisatorische Sicherheit beschränken, sondern ein besonderes Augenmaß der sogenannten sozialen Sicherheit widmen.

Im Anschluss an den Aufenthalt in der JVA Aachen wollen die Sicherheitsexperten mehrere weitere Haftanstalten Nordrhein-Westfalens für jeweils mehrere Tage aufsuchen. Der Abschlussbericht wird Mitte März erwartet.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Justizministeriums, Telefon 0211 8792 255 oder -464.

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.