Gemeinsame Grundüberzeugungen in der Schulpolitik

30. März 2009

Evangelische Kirchen und Landesregierung verbinden gemeinsame Grundüberzeugungen in der Schulpolitik

 „Mit großem Respekt habe ich die Erklärung der evangelischen Kirchen zur Kenntnis genommen. Ich begrüße die große Leidenschaft, mit der sich die Kirchen für die Zukunft unserer Kinder einsetzen. Wir brauchen engagierte Partner, die sich für Bildung und Erziehung stark machen", erklärte heute Schulministerin Barbara Sommer:

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung teilt mit:

Zur Stellungnahme „Bildungsgerechtigkeit und Schule“ der evangelischen Kirchen erklärt Schulministerin Barbara Sommer: „Mit großem Respekt habe ich die Erklärung der evangelischen Kirchen zur Kenntnis genommen. Ich begrüße die große Leidenschaft, mit der sich die Kirchen für die Zukunft unserer Kinder einsetzen. Wir brauchen engagierte Partner, die sich für Bildung und Erziehung stark machen. Die evangelischen Kirchen und die Landesregierung verbinden gemeinsame Grundüberzeugungen. Uns verbindet die Forderung nach einem leistungsfähigen und gerechten Schulsystem auf der Grundlage christlicher Werte und Überzeugungen. Eine weitere Gemeinsamkeit ist der Einsatz für einen flächendeckenden Ganztag an allen Schulformen.

In einigen Punkten vertreten wir aber auch unterschiedliche Positionen. Das betrifft die Frage der Schulstruktur. Die Landesregierung steht zum gegliederten Schulsystem. Es bietet die beste Voraussetzung für eine individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler. Die Ergebnisse einer vom Deutschen Lehrerverband, dem Deutschen Philologenverband und dem Elternforum Bildung in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage von 2007 bestätigen uns in dieser Auffassung. Danach heißt es: Die Mehrheit von 60 Prozent der Bürger in Deutschland lehnt eine Einheitsschule ab und spricht sich für Reformen innerhalb des bestehenden Systems aus. 63 Prozent sind gegen eine Ausweitung des gemeinsamen Lernens in der Grundschule.

Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Ergebnisse so auch für die Mehrheit der Mitglieder der evangelischen Kirchen gelten. Die Mehrheit der Menschen ist von der Leistungsfähigkeit und Bildungsgerechtigkeit des gegliederten Schulsystems überzeugt.

Die Kritik an der Einheitsschule wird auch von führenden evangelischen Bildungsexperten wie zum Beispiel Dr. Friedhelm Kraft geteilt. Der Rektor des Religionspädagogischen Instituts Loccum der Evangelischen Kirche Niedersachsen erklärt: ‚Die Gemeinschaftsschule ist kein Zauberwort für die Lösung aller Probleme des deutschen Schulwesens.’"

Barbara Sommer: „Wir sollten endlich damit aufhören, über Strukturen zu diskutieren. Stattdessen sollten wir alles daran setzen, die Voraussetzungen für eine individuelle Förderung zu verbessern. Es kommt auf den Unterricht an."

Weitere

Pressemitteilungen

Weitere

Informationen

Pressefotos

Download

Keine Ergebnistreffer

Kontakt

Pressestelle

Keine Ergebnistreffer

Verwandte

Meldungen

Verwandte

Themen

Information

Downloads

Keine Ergebnistreffer

Links

Zum Thema

Information

Karte

Abonnieren

Newsletter

Abonnieren Sie hier den Newsletter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen oder bestellen Sie ihn ab.