Europa-Ministerin Schwall-Düren diskutiert mit jungen Teilnehmern die Bedeutung von Religion in Europa

29. Februar 2012

Europa-Ministerin Schwall-Düren diskutiert mit jungen Teilnehmern die Bedeutung von Religion in Europa

Im Rahmen der dritten Blockveranstaltung der wissenschaftlichen Begleitreihe für das Polen-NRW-Jahr hielt die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Dr. Angelica Schwall-Düren, in Essen einen Vortrag zum Thema „Religion und Staat aus europäischer Gesamtsicht“.

29.02.2012

Im Rahmen der dritten Blockveranstaltung der wissenschaftlichen Begleitreihe für das Polen-NRW-Jahr hielt die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Dr. Angelica Schwall-Düren, in Essen einen Vortrag zum Thema „Religion und Staat aus europäischer Gesamtsicht“.

30 deutsche und polnische Schüler, Studenten und Nachwuchswissenschaftler trafen sich am 23. und 24. Februar 2012 zum vierten Mal im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), das die wissenschaftliche Begleitreihe für das Polen-NRW-Jahr 2011/12 im Auftrag der Ministerin veranstaltet. Zusammen mit den Moderatoren Piotr Buras (Gazeta Wyborcza) und Katharina Bader (Ludwig-Maximilians-Universität München), sowie den Referenten Dr. Robert Żurek von der Polnischen Akademie der Wissenschaften und Dr. Markus Hero von der Ruhr-Universität Bochum diskutierten die jungen Teilnehmer die Bedeutung von Kirche und Religion in Polen und Deutschland.

Nachdem zunächst der Schwerpunkt auf die Religion in Polen lag, folgte am Abend eine Diskussion über die Situation in Deutschland. Bei einem Besuch der Moschee in Duisburg-Marxloh konnten die Teilnehmer aus erster Hand die religiöse Diversität Deutschlands und insbesondere NRWs erfahren, um dieses Wissen dann in die Diskussion am anderen Morgen einzubringen.

Am zweiten Tag vollzog Ministerin Schwall-Düren in ihrem Vortrag den Brückenschlag zwischen den unterschiedlichen Lebenswelten in Polen und Deutschland, aber auch in anderen europäischen Staaten. In ihrer Rede betonte sie die Bedeutung der Religion für Europa, die immer noch eine wichtige Rolle spiele. Denn trotz unterschiedlicher Vorgehensweisen bei der Trennung von Religion und Staat bliebe die Prägung moralischer Wertvorstellungen auf lange Zeit erhalten.

„Haltungen und Werte-Traditionen trotzen den Stürmen der Zeit. Sie bleiben. Vielfach losgelöst von der jeweiligen Staatsform, den jeweiligen Machthabern und in jedem Fall losgelöst von den jeweiligen Moden.“

Diese Werte-Traditionen sollten dabei aber nicht vom Islam getrennt werden, so die Ministerin, da gerade dieser einen bedeutenden Anteil an der kulturellen Entwicklung Europas habe. Sie verband diese gemeinsamen Wertvorstellungen weiterhin damit, dass diese dem Staatengebilde als unabhängiges Gerüst dienen:

„Das wenigstens muss man akzeptieren: Dass alle Freiheit dem Grunde nach in der Bewahrung einer inneren Sphäre besteht, die von der Staatsmacht ausgenommen ist. Diese innere Sphäre mag Religion genannt werden. Oder Gewissen. Aber die Ehrehrbietung vor dieser Sphäre ist der Kern aller bürgerlichen Freiheit, ist der Kern einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft.“

Nach ihrem Vortrag nahm sich die Ministerin die Zeit, um mit den Teilnehmern über das Thema Religion und Staat und hier besonders über den konfessionsgebundenen Religionsunterricht an Schulen, zu diskutieren

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