Europa erlesen: Michal Hvorecky im Stadttor

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13. September 2016

Europa erlesen: Minister Lersch-Mense begrüßt den Schriftsteller Michal Hvorecky im Stadttor

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa Erlesen“ hat der slowakische Schriftsteller Michal Hvorecky seinen 2012 erschienenen Roman „Tod auf der Donau“ im Düsseldorfer Stadttor vorgestellt. Darin verknüpft der Autor die Geschichte Mitteleuropas mit seinen eigenen Erlebnissen als Reiseleiter eines Ausflugsschiffes auf der Donau.

 
Der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei teilt mit:

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa Erlesen“ hat der slowakische Schriftsteller Michal Hvorecky seinen 2012 erschienenen Roman „Tod auf der Donau“ im Düsseldorfer Stadttor vorgestellt. Darin verknüpft der Autor die Geschichte Mitteleuropas mit seinen eigenen Erlebnissen als Reiseleiter eines Ausflugsschiffes auf der Donau.
 
Michal Hvorecky, 1976 in Bratislava geboren, ist Schriftsteller, Übersetzer und Leiter der Bibliothek im Goethe Institut in Bratislava. Auf Deutsch erschienen von ihm bisher drei Romane, einige Zeitungsartikel, eine Novelle und ein Erzählband. Seine jüngste Publikation ist die 2016 auf Deutsch veröffentlichte Novelle „Das allerschlimmste Verbrechen in Wilsonstadt“.
 
Michal Hvorecky studierte Kunstgeschichte und ästhetische Theorie an der Universität in Nitra. In der FAZ, der Welt oder der ZEIT sind Essays und Geschichten von ihm erschienen. Er wurde mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet und war Stipendiat des Literarischen Colloquiums Berlin, der Stiftung Brandenburger Tor und „Grenzgänger“-Stipendiat der Robert Bosch Stiftung. Seine Bücher wurden in fünf Sprachen übersetzt. 2009 erhielt Hvorecky den Internationalen Journalistenpreis in Berlin und 2010 den Tatra Banka Kunstpreis.
 
In seinem Roman „Tod auf der Donau“ verbindet Michal Hvorecky individuelle Lebenslagen mit dem sozialen, historischen und kulturellen Umfeld der Protagonisten. Er lotst die Leserinnen und Leser in seinem Werk nicht nur über die Donau, sondern auch durch die Geschichte und die Kultur Mitteleuropas. Dabei thematisiert er auch das Zusammenwachsen Europas nach dem Fall des Eisernen Vorhangs.
 
Europaminister Franz-Josef Lersch-Mense sagte: „Dieser Aspekt des vielschichtigen Werks ist dabei aktueller denn je. Michal Hvorecky erinnert uns daran, dass die Donau heute zwar nicht mehr durch den eisernen Vorhang geteilt wird, Europa bis heute aber nicht zusammengewachsen ist. Die offenen Grenzen in der Europäischen Union erlauben es den Bürgerinnen und Bürgern aus den neuen Mitgliedstaaten, diese Kluft zu überwinden. Sie sorgen dafür, dass Menschen neue Perspektiven haben. Dennoch bleibt die Ungleichheit der Lebenschancen in der Europäischen Union eine Herausforderung, der wir uns stellen müssen.“
 
Die Veranstaltung „Europa Erlesen – Europäische Autoren lesen im Stadttor“ findet in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro NRW e.V. statt und verdeutlicht die Bedeutung der kulturellen Vielfalt für das Zusammenwachsen Europas. Bisher zu Gast waren unter anderen Alfred van Cleef (Niederlande), Alida Bremer (Kroatien), Dante Andrea Franzetti (Schweiz), Ilma Rakusa (Schweiz/Slowakei), Aris Fioretos (Schweden), Robert Menasse (Österreich), Lindita Arapi (Albanien/Deutschland), Klaus-Michael Bogdal (Deutschland), Marica Bodrožić (Kroatien/Deutschland), Juri Andruchowytsch (Ukraine), Pascale Hugues (Frankreich), Janne Teller (Dänemark), Margriet de Moor (Niederlande), Adolf Muschg (Schweiz), Lars Gustafsson (Schweden), Herta Müller (Deutschland) und Artur Becker (Polen/Deutschland).

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