„Europa erlesen“

7. Juni 2016

„Europa erlesen“: Die Schriftstellerin Gila Lustiger stellt ihren Essay zu den Terroranschlägen in Paris vor

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa Erlesen“ hat die in Paris lebende deutsch-jüdische Schriftstellerin Gila Lustiger ihren Essay „Erschütterung. Über den Terror“ im Düsseldorfer Stadttor vorgestellt. Darin verarbeitet sie die Erfahrungen mit den Terroranschlägen des Jahres 2015 in Paris. Mit der Autorin Gila Lustiger wird in der Reihe ‚Europa erlesen‘ ein hochaktuelles Thema diskutiert. Die Autorin ist eine exzellente Beobachterin der französischen und europäischen Gesellschaft.

 
Der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Chef der Staatskanzlei teilt mit:

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Europa Erlesen“ hat die in Paris lebende deutsch-jüdische Schriftstellerin Gila Lustiger ihren Essay „Erschütterung. Über den Terror“ im Düsseldorfer Stadttor vorgestellt. Darin verarbeitet sie die Erfahrungen mit den Terroranschlägen des Jahres 2015 in Paris. Mit der Autorin Gila Lustiger wird in der Reihe ‚Europa erlesen‘ ein hochaktuelles Thema diskutiert. Die Autorin ist eine exzellente Beobachterin der französischen und europäischen Gesellschaft.
 
Gila Lustiger wurde 1963 in Frankfurt am Main geboren. Die Tochter des deutsch-jüdischen Historikers Arno Lustiger zog es in den Achtzigerjahren nach Israel, wo sie Germanistik und Komparatistik an der Hebräischen Universität in Jerusalem studierte. Seit 1987 lebt sie als freie Autorin in Paris. Ihr Debüt „Die Bestandsaufnahme“ handelte von den Verbrechen des Nationalsozialismus. 2005 erzählte Lustiger in dem autobiografischen Familienroman „So sind wir“ aus ihrer Perspektive als Tochter eines Holocaust-Überlebenden und wurde damit für die Shortlist des Deutschen Buchpreises nominiert. 2015 erschien der erfolgreiche Gesellschaftsroman „Die Schuld der anderen“. Kurz darauf veröffentlichte sie den Essay „Erschütterung“, in dem sie ihre Erfahrungen mit den Terroranschlägen in Frankreich verarbeitete. 2016 erhielt sie den Jakob-Wassermann-Literaturpreis, die höchstdotierte kulturelle Auszeichnung der Stadt Fürth, für ihr widerständiges Erzählen im Sinne von Freiheit und Humanität.

Der Essay „Erschütterungen“ verarbeitet die Terroranschläge des Jahres 2015. Die Autorin begibt sich in ihren Gedanken am heimischen Schreibtisch in Paris, aber auch in den Vororten französischer Großstädte auf die Suche nach den möglichen Ursachen und Folgen der schrecklichen Attentate, die sie selbst miterlebt hat. Die jüngsten Anschläge in Brüssel verleihen ihren unbequemen Fragen eine bedrückende Aktualität.
 
Die Veranstaltung „Europa Erlesen – Europäische Autoren lesen im Stadttor“ findet in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro NRW e.V. statt und verdeutlicht die Bedeutung der kulturellen Vielfalt für das Zusammenwachsen Europas. Bisher zu Gast waren unter anderen Alfred van Cleef (Niederlande), Alida Bremer (Kroatien/Deutschland), Dante Andrea Franzetti (Schweiz/Italien), Ilma Rakusa (Slowakei/Ungarn), Aris Fioretos (Schweden), Robert Menasse (Österreich), Lindita Arapi (Albanien/Deutschland), Klaus-Michael Bogdal (Deutschland), Marica Bodrožić (Kroatien/Deutschland), Juri Andruchowytsch (Ukraine), Pascale Hugues (Frankreich), Janne Teller (Dänemark), Margriet de Moor (Niederlande), Adolf Muschg (Schweiz), Lars Gustafsson (Schweden), Herta Müller (Deutschland) und Artur Becker (Polen/Deutschland).

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