EU will jährliche technische Überprüfung für Autos einführen

13. Juli 2012

EU will jährliche technische Überprüfung für Autos einführen / Minister Groschek kritisiert den EU-Plan: Die Verkehrssicherheit wird dadurch kaum erhöht – die Kosten für die Autofahrer dafür umso mehr

Der Forderung von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas, ältere Autos jährlich einer technischen Prüfung zu unterziehen, lehnt Verkehrsminister Michael Groschek ab. Verkehrskommissar Kallas hat den Richtlinienvorschlag am Mittag in Brüssel offiziell vorgestellt. Demnach sollen Autos ab einem Alter von sieben Jahren künftig jährlich statt bisher alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung.

Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr teilt mit:

Der Forderung von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas, ältere Autos jährlich einer technischen Prüfung  zu unterziehen, lehnt Verkehrsminister Michael Groschek ab. Verkehrskommissar Kallas hat den Richtlinienvorschlag am Mittag in Brüssel offiziell vorgestellt. Demnach sollen Autos ab einem Alter von sieben Jahren künftig jährlich statt bisher alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung.

„Grundsätzlich ist eine europäische Harmonisierung der gesetzlichen TÜV-Regelungen zu begrüßen – aber mit einer Überreglementierung ist niemandem geholfen“, erklärte Groschek. „Nach Schätzungen sind bundesweit über 20 Millionen Autos älter als sieben Jahre. Die Fahrzeughalter würden damit pro Jahr mit 60 bis 100 Euro zusätzlich zur Kasse gebeten. Dabei hat sich die Prüfpraxis in Deutschland seit vielen Jahren bewährt. Eine wesentlich erhöhte Verkehrssicherheit in NRW schafft man mit dem EU-Plan jedenfalls nicht“, so Groschek weiter.

Auch die Unfallzahlen aus Nordrhein-Westfalen belegen, dass technische Defekte als Unfallursache nur eine untergeordnete Rolle spielen. Demnach liegen die Unfälle mit Personenschäden, die von einem technischen Defekt verursacht wurden, bei weniger als zwei Prozent; bei tödlichen Unfällen sind es nur 0,5 Prozent (2011). Fast alle Verkehrsunfälle sind auf das Fehlverhalten einzelner Autofahrer zurückzuführen.

„Unfallverursacher Nummer Eins ist bei uns in Nordrhein-Westfalen immer noch eine zu hohe Geschwindigkeit. Wir werden die von der EU vorgelegten Annahmen im Detail analysieren und auch unter Hinzuziehung der Pannendienste auf die deutschen Verhältnisse übertragen“, so Groschek weiter. „Insgesamt finden in Deutschland technische Überprüfungen auf vorbildlichem Niveau im europäischen Vergleich statt.“

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E-Mail: maik.grimmeck@mwebwv.nrw.de
Telefon 0211/3843-1019

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