Remmel: Naturerbe noch besser schützen

19. August 2010

EU wählt Naturschutzprojekte in Nordrhein-Westfalen aus / Minister Remmel: „Wir werden das Naturerbe noch besser schützen“

Die EU-Kommission hat drei Naturschutzprojekte aus Nordrhein-West­falen zur Förderung ausgesucht. „Die Erhaltung der Artenvielfalt steht im Zentrum unserer Politik", sagte Umweltminister Remmel.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Die EU-Kommission hat drei Naturschutzprojekte aus Nordrhein-West­falen zur Förderung ausgesucht. Die Wiederansiedlung des Maifisches im Rhein, die Bergmähwiesen bei Winterberg und der Nationalpark Eifel werden mit Geld aus Brüssel gefördert. Damit sind drei von sieben so genannten LIFE+-Naturschutzprojekten, die die Europäische Union für Deutschland genehmigt hat, in Nordrhein-Westfalen angesiedelt. „Die Projektauswahl der EU ist eine gute Entscheidung für Nordrhein-West­falen“, sagte Umweltminister Johannes Remmel. „Die Erhaltung der Artenvielfalt steht im Zentrum unserer Politik. Dafür brauchen wir intakte Naturräume. Die neue Landesregierung wird das Naturerbe in Nord­rhein-Westfalen in Zukunft noch besser schützen.“

Die drei LIFE+-Projekte kosten zusammen rund 7,7 Millionen Euro. Die Hälfte davon finanziert die Europäische Union. Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt sie mit rund 3,2 Millionen Euro, den Restbetrag bringen die jeweiligen Träger auf. Die Projekte werden ab Anfang des kommenden Jahres umgesetzt und erstrecken sich über fünf Jahre.
LIFE+ ist ein EU-Förderprogramm zur Finanzierung von Natur- und Umweltvorhaben. Einmal im Jahr entscheidet die Europäische Union, welche Projekte unterstützt werden. Seit 1996 wurden 20 Anträge aus Nordrhein-Westfalen bewilligt, zum Teil laufen die Projekte noch.

Die neuen Projekte im Überblick:

-   Maifischbesatz im Rhein: Anfang des 20. Jahrhunderts brachen die Bestände im Rhein zusammen. Die Gründe waren Gewässerver­schmutzung, Überfischung und der Ausbau des Rheins zur Schiff­fahrtsstraße. Heute gibt es große Maifischbestände nur noch in Frankreich. In einem wissenschaftlich begleiteten Projekt sind in den vergangenen drei Jahren bereits vier Millionen junge Maifische wieder eingesetzt worden. Diese Arbeit wird fortgesetzt. Für die nächsten fünf Jahre beträgt das Gesamtbudget 1,6 Millionen Euro.

- Bergmähwiesen: Die Bergmähwiesen bei Winterberg sind als Lebens­räume hochgradig gefährdet. Die blumenbunten Wiesen sind Refugium für viele bedrohte Arten. Notwendig für den Erhalt der Bergmähwiesen ist die heute selten gewordene Wiesennutzung. In dem Projekt werden Lösungen für die wirtschaftlich tragfähige Pflege der Wiesen entwickelt. Das Budget beläuft sich auf 1,9 Millionen Euro.

- Nationalpark Eifel: Das Projekt soll die Lebensbedingungen und den Erhaltungszustand schutzwürdiger Tierarten wie Schwarzstorch, Bachneunauge oder Blauschillernder Feuerfalter im Nationalpark Eifel fördern. Dafür wird die ökologische Durchgängigkeit und Dynamik der Flüsse und Auen verbessert. Das Projekt verfolgt damit auch die Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, die in Nordrhein-Westfalen über das Programm „Lebendige Gewässer“ umgesetzt wird. Das Gesamtbudget beträgt 4,2 Millionen Euro.

Weitere Informationen über laufende und abgeschlossene Projekte stehen im Internet unter www.umwelt.nrw.de.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-748 (Stephan Malessa).

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