Erster nordrhein-westfälischer Aktionstag „pro Opfer"

5. Februar 2009

Erster nordrhein-westfälischer Aktionstag „pro Opfer" - Landesregierung intensiviert Hilfen für Verbrechensopfer / Ministerpräsident Rüttgers und Justizministerin Müller-Piepenkötter: „Opferschutz ist mehr als die Verfolgung von Straftätern und psychologi

Anlässlich des ersten Aktionstages der Landesregierung „pro Opfer“ sprachen sich Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter für eine Intensivierung der Hilfen für Verbrechensopfer aus. „Die Landesregierung will den Opfern von Verbrechen ihre Würde wiedergeben, denn jede Straftat hat ein Opfer und jedes Opfer braucht Hilfe“, betonte der Ministerpräsident.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Anlässlich des ersten Aktionstages der Landesregierung „pro Opfer“ sprachen sich Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter heute (5. Februar 2009) für eine Intensivierung der Hilfen für Verbrechensopfer aus. „Die Landesregierung will den Opfern von Verbrechen ihre Würde wiedergeben, denn jede Straftat hat ein Opfer und jedes Opfer braucht Hilfe“, betonte der Ministerpräsident.

So sollen durch die Initiative Opfer schneller Entschädigungen und Schmerzensgeld erhalten. Polizistinnen und Polizisten sollen bereits bei der Anzeige helfen, Ansprüche direkt im Strafverfahren geltend zu machen. „Wir wollen den Opfern das umständliche Einklagen in einem späteren Zivilprozess ersparen“, so Rüttgers. Damit setzt Nordrhein-Westfalen bundesweit Maßstäbe.

Nordrhein-Westfalen setzt auf Prävention, „denn vorbeugen ist der beste Opferschutz“, so der Ministerpräsident. Das gelte vor allem bei der Jugendkriminalität – Polizei, Justiz und Jugendhilfe müssten hier eng zusammen arbeiten, es solle verhindert werden, dass Kinder und Jugendliche überhaupt in die Kriminalität abgleiten oder immer wieder straffällig würden.

Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter betonte: "Moderner Opferschutz ist mehr als die - ohne Zweifel notwendige - konsequente Verfolgung der Straftäter. Er ist mehr als die - ebenso unverzichtbare - juristische oder psychologische Beratung der Opfer, mehr als die gesetzgeberische Tätigkeit, die einen immer besseren gesetzlichen Rahmen für die Stellung des Opfers zum Ziel hat. Jede Straftat, durch die ein Mensch zum Opfer wird, jede Notlage die das Opfer überwinden muss, bedeutet einen tiefen Einschnitt in sein Leben“.

Der Bundesvorsitzende der Opferhilfsorganisation „Weisser Ring“, Prof. Dr. Reinhard Böttcher dankte der Landesregierung und wies auf die Fortschritte der letzten 20 Jahre hin, aber es bestünde weiter Handlungsbedarf: „Noch lange sind wir nicht so weit, dass sich Interesse, Anteilnahme und Hilfe in erster Linie dem Opfer und nicht dem Täter zuwenden. Der Weisse Ring sieht beim Eintreten für die Opferbelange und bei der Opferhilfe noch große Aufgaben vor sich. Sie können nur mit Unterstützung der Öffentlichkeit und der Politik gelöst werden.“ Böttcher bedankte sich für die Unterstützung der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen.

Prof. Wolfgang Schulhoff, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf, hob hervor, dass die Handwerkskammer Düsseldorf aus gutem Grund Gastgeber des Ersten Aktionstags „pro Opfer“ sei. So sehe sich das Handwerk nicht nur als großen Wirtschaftszweig sondern als Gesellschaft gestaltende Kraft. „Wir unterstützen deshalb Initiativen, die an die Zivilcourage der Mitbürger bei Übergriffen im Öffentlichen Raum appellieren und setzen uns entschieden dafür ein, dass Verbrechensopfern Gerechtigkeit widerfährt."

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