Eröffnung der Messe FA!R 2010

23. September 2010

Eröffnung der Messe FA!R 2010

Eröffnung der Messe FA!R 2010

Rede

von Ministerin Dr. Schwall-Düren

anlässlich der Messeeröffnung

zur „FAIR 2010“

in Dortmund

1. Fünf Jahre nach Neuss

Anrede,

Herr Stadtrat Steitz, Stadt Dortmund (i.V. für Herrn OB Sierau)

Herr Schlüter, Geschäftsführer Eine Welt Netz e.V.,

Herr Radau, Vorsitzender Einzelhandelsverband Westfalen Münsterland e.V.

Herr Dr. Jörder, Hauptgeschäftsführer Westfalenhallen Dortmund GmbH

Herr Baumann, Geschäftsführer Westfalenhallen Dortmund GmbH

es ist fast auf den Tag 5 Jahre her, dass in einem kleinen Vorort von Neuss die erste Fair-Handels-Messe in Nordrhein-Westfalen stattfand.

Das geschah im Rahmen der Landeskonferenz des Eine-Welt-Netzes und war eine sehr überschaubare Angelegenheit: In den Gängen des Konferenz-Centers gab es gerade einmal 20 Stände und insgesamt etwa 500 Besucherinnen und Besucher.

Einige von Ihnen, die heute hier sind, waren 2005 in Neuss schon dabei und Sie werden bestätigen können, dass sich damals nur ganz große Optimisten eine professionelle Fair-Handels-Messe vorstellen konnten. Dass dieses 5 Jahre später in Nordrhein-Westfalen, mit rund 100 Ausstellern und mit einer erwartbaren Zahl von einigen Tausend Besucherinnen und Besuchern, nun stattfindet ist Ihr Verdienst und unser aller Vorteil!

Die FAIR 2010 ist die größte Handelsmesse für Fairtrade/ Fair gehandelte Produkte Deutschlands. Hersteller, Importeure, Händler und Lizenznehmer aus ganz Deutschland, Europa und auch aus Übersee nehmen teil.

Auf das Fachpublikum und die Endverbraucher warten interessante Ausstellungen, spannende Produkte, nützliche Informationen und nicht zuletzt auch gute Unterhaltung. Es gibt eine Modenschau, ein Kochduell und zahlreiche Kaffee-, Tee-, Wein- und Schokoladen-Verkostungen, es bleiben also keine fairen Wünsche offen.

Auch die Fach-Experten kommen auf ihre Kosten, dank der begleitenden Tagung mit Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Dass wir binnen fünf Jahren von der kleinen Messe in Neuss über die schon deutlich größere "FA!R2008" im Dortmunder Depot nun zu einer stattlichen und hoch professionellen Messe in den Westfalenhallen gekommen sind, ist eine rasante Entwicklung, für die es mehrere Gründe gibt.

Einige liegen im Gesamttrend des Fairen Handels, andere sind NRW-spezifisch und haben etwas damit zu tun, dass Nordrhein-Westfalen das Fair-Handels-Land Nr.1 in Deutschland ist.

2. Fairer Handel hat sich rasant entwickelt

Der Faire Handel hat in den letzten Jahren einen rasanten Aufschwung genommen. (Quelle: Transfair)

In den letzten fünf Jahren hat sich der Umsatz im Fairen Handel weltweit verdreifacht, von 832 Mio. EURO in 2004, auf 3,4 Mrd. EURO in 2009.

Bundesweit kauften Verbraucherinnen und Verbraucher im Jahr 2009 Fairtrade zertifizierte Produkte im Wert von 267 Mio.EURO. Dies entspricht einer Steigerung von 26 % gegenüber dem Vorjahr.

Damit stieg der Faire Konsum im sechsten Jahr in Folge kontinuierlich an, und das trotz weltweiter Wirtschaftskrise!.

Grund für diese positive Entwicklung ist nicht zuletzt der immer lauter werdenden Ruf der Verbraucherinnen und Verbraucher nach mehr Transparenz bei Qualität und Herkunft der Lebensmittel.

Besonders der Außer-Haus-Markt, also die Gastronomie, zeigt bemerkenswerte Zuwächse:

Seit 2004 hat sich der Absatz von Fairtrade-Produkten im Außer-Haus-Markt mehr als vervierfacht.

Einen besonders starken Anstieg erfuhr die Nachfrage nach fair gehandeltem Biokaffee: Im Jahre 2009 wurden rund 240 Millionen Tassen Fairtrade Kaffee in über 15.000 Kaffee-Bars, Bäckereifilialen, Kantinen und anderen gastronomischen Betrieben ausgeschenkt.

Das Vorurteil, dass fair gehandelte Produkte überteuert seien oder den Qualitätsansprüchen der Konsumenten nicht genügen, ist längst widerlegt. Fairtrade-Kaffees belegen bei Stiftung Warentest oder Ökotest längst die Spitzenplätze und liegen in allen Preisklassen, auch im Discount-Segment vorn.

Fairer Kaffee ist wichtig, er ist das Leitprodukt und der Türöffner des Fairen Handels, aber Fairer Handel ist weit mehr als nur Kaffee, tropische Früchte oder Fußbälle.

Diese Messe wird das gesamte Produktspektrum des Fairen Handels präsentieren. Kleidung, Textilien und Accessoires werden einen besonderen Schwerpunkt bilden.

3. NRW als Fairhandelsland Nr.1

Anrede,

warum findet die größte Fairhandelsmesse Deutschlands nicht in Stuttgart oder Frankfurt, nicht in Hamburg oder Hannover sondern in Dortmund in Nordrhein-Westfalen statt?

Ich sagte es bereits, NRW ist das Fairhandelsland Nr.1 in Deutschland.

Fast alle bedeutenden Fairhandelsorganisationen haben ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen.

Dazu zählen TransFair in Köln, bekannt durch das von ihr vergebene Siegel „Fairtrade“ und FLO, die Internationale Fairtrade Labeling Organisation mit Sitz in Bonn und etliche andere wichtige Organisationen. Zu nennen sind unter anderem FIAN (FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk) und FLP (Flower Label Programm).

In Wuppertal sitzt mit der GEPA das größte europäische Fair-Handels-Unternehmen, und in Aachen finden wir Misereor , das Hilfswerk der Katholischen Kirche, einer der engagiertesten Akteure im Feld des Fairen Handels.

Nicht zuletzt gibt es in Nordrhein-Westfalen neben Baden-Württemberg die größte Dichte an Eine-Welt-Läden, die als "Wiege" des Fairen Handels mit ihrer umfassenden Informations- und Bildungsarbeit immer noch eine wichtige Säule des Fairen Handels darstellen.

4. Engagement der Landesregierung

Die nordrhein-westfälische Landesregierung freut sich über so viel Engagement, aber wir schauen nicht einfach nur zu, sondern unterstützen zahlreiche Aktivitäten.

So gibt es im Rahmen des Eine-Welt-Koordinatoren-Programms eine vom Land geförderte Fachstelle für Fairen Handel und wir unterstützen ein breit angelegtes mehrjähriges Fairhandelsprojekt unter der Trägerschaft des Eine Welt Netzes NRW. Dieses Projekt "FA!RKAUFEN", mit einem Etat von stolzen 2,5 Millionen EURO , wird zu rd. 70 % aus EU- , Bundes- und Landesmitteln finanziert.

Die Messe "FA!R" am Standort Dortmund ist ein Kernelement dieses Projekts.

Gemeinsam mit den Projektpartnern

- Eine Welt Netz, Einzelhandelsverband Westfalen-Münsterland, Messe Westfalen Hallen Dortmund und Stadt Dortmund -

Wollen wir sie zu einer führenden internationalen Fach- und Verbrauchermesse für den Fairen Handel machen, die in Zukunft jährlich stattfinden soll.

Aber es geht um mehr als nur die Messe !

Wir wollen auch in die Breite wirken !

Die weitere Professionalisierung der Weltläden, die Information und Beratung des Einzelhandels und die Faire Beschaffung sind deshalb ebenfalls wichtige Bausteine des Gesamtprojekts.

Ziel der nordrhein-westfälischen Landesregierung ist es, die Marktanteile des Fairen Handels auszuweiten und den Fairen Handel zu einem selbstverständlichen Bestandteil des Einzelhandels zu machen.

5. Dortmund als Stadt des Fairen Handels

Anrede,

ich freue mich auch, dass wir für diese Messe mit der Stadt Dortmund einen so guten Standort gefunden haben.

Denn in Dortmund sind die besten Standort Voraussetzungen gegeben:

Dortmund ist unter den Kommunen engagierte Vorreiterin im Fairen Handel und ein profilierter Akteur bei der Fairen Beschaffung. In den Jahren 2003 und 2005 erhielt Dortmund die Auszeichnung als Hauptstadt des Fairen Handels und in 2009 die Auszeichnung zur Fairtrade Town.

die Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Sierau an der Spitze hat voller Engagement, auch für diese Messe und das Gesamtprojekt "FA!RKAUFEN" gezeigt, wie sehr ihnen das Projekt am Herzen liegt.

es gibt eine zukunftsorientierte und innovative Messegesellschaft, die bereit ist, Neuland zu betreten und dabei auch gewisse Risiken einzugehen

es gibt einen rührigen Einzelhandelsverband, der sich für neue Trends öffnet und sich außerordentlich engagiert und kooperationsbereit zeigt

Ihnen allen - nicht zuletzt aber auch dem Eine-Welt-Netz NRW als Träger des Projektes mit seinem Geschäftsführer Udo Schlüter und dem Projektleiter Jürgen Sokoll und seinem Team - möchte ich an dieser Stelle meinen Dank und meine Anerkennung aussprechen für diese gute und erfolgreiche Kooperation.

Sie konnten erfahren, dass die Landesregierung dieses Projekt nicht nur passiv als Fördermittelgeber begleitet, sondern dass sich meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter intensiv einbringen, um das Gelingen dieses ehrgeizigen Projektes sicherzustellen.

Das soll auch in Zukunft so bleiben !

6. Mit eigenem Beispiel voran gehen

Anrede,

nun sollte die Landesregierung beim Fairen Handel nicht nur andere loben und sie unterstützen, sondern sie sollte selbst mit gutem Beispiel voran gehen.

Ich werde mich deshalb in der Landesregierung dafür einsetzen, dass im Beschaffungswesen des Landes zukünftig soweit möglich fair gehandelte Produkte - vom Kaffee über die Blumen bis zur Dienstkleidung - berücksichtigt werden.

NRW darf im Bereich der fairen Beschaffung nicht weiter anderen Bundesländern wie Hamburg oder Bremen, die hier schon weit voran geschritten sind, hinterher hinken.

Nur durch eigenes Vorbild können wir die nordrhein-westfälischen Bürgerinnen und Bürger von der Attraktivität und der Praktizierbarkeit fairen Handelns überzeugen.

Immerhin gibt es in NRW nach jahrelangem, zähen Ringen seit April 2010 nun endlich einen Runderlass, mit dem Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit von der Beschaffung ausgeschlossen werden.

Das ist ein allererster Schritt in die richtige Richtung, aber das reicht bei weitem nicht aus.

Ich möchte deshalb auf Basis des Koalitionsvertrags, der die Einführung eines öko-sozialen Beschaffungswesens für die Landesregierung vorsieht, in der vor uns liegenden Legislaturperiode die Faire Beschaffung unter Beteiligung aller zuständigen Stellen voranbringen, damit wir hier unserer Vorbildfunktion gerecht werden.

7. Warum unterstützt die Landesregierung den Fairen Handel

Anrede,

nun habe ich viel darüber gesprochen, was wir alles tun, ich möchte es aber nicht versäumen, abschließend der Frage nachzugehen, warum wir als Landesregierung den Fairen Handel unterstützen und warum wir ihn als wichtiges entwicklungspolitisches Instrument ansehen.

Die nordrhein-westfälischen Regierungsparteien haben die Förderung des Fairen Handels im aktuellen Koalitionsvertrag festgeschrieben, weil sie darin einen wichtigen Beitrag zu mehr globaler Gerechtigkeit sehen.

Das ist auch meine ganz persönliche Überzeugung.

Der Faire Handel ist in meinen Augen ein zentrales Element zur Armutsbekämpfung und eine Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Nahrungsmittelproduktion.

Der Faire Handel wirkt zweifach: Er verbessert zum Einen die Lebensumstände der Produzenten und fördert zum Anderen das Bewusstsein der Konsumenten für die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den

Entwicklungsländern.

Hier gibt es eine Wechselwirkung:

Je mehr wir über die oft menschenunwürdigen Produktionsbedingungen in den Ländern des Südens wissen, um so eher sind wir bereit, den geringen Mehrpreis in Kauf zu nehmen und auf Faire Produkte umzusteigen.

Je größer die Nachfrage ist, um so mehr wird die Produktpalette wachsen und um so mehr Menschen in den Ländern des Südens können unter fairen Arbeitsbedingungen und zu fairen Preisen produzieren und ihre Produkte auf den Markt bringen.

Im Moment ist der Faire Handel weltweit noch eine Art Nische, auch wenn man es in Anbetracht der hier vertretenen Produktfülle kaum glauben mag.

Nur rund 6 Millionen Menschen - Familienangehörige eingerechnet - in Afrika, Asien und Lateinamerika - profitieren bisher direkt oder indirekt vom Fairtrade-System. - Das ist zu wenig!

Aber das können wir ändern und das müssen wir ändern!

8. Welthandel versus Fairer Handel

Wir wissen alle, dass die internationale Wettbewerbsordnung, die im Rahmen der WTO aber auch in multilateralen und bilateralen Wirtschaftsabkommen - zum Beispiel zwischen der EU und den AKP-Staaten - festgelegt ist, keine guten Voraussetzungen für einen gerechten Welthandel und für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern bietet.

Die meisten Entwicklungsländer sind dem Globalisierungsdruck fast wehrlos ausgeliefert.

Auch wenn der Protektionismus auf dem Rückzug ist, bringt die Liberalisierung der Märkte nicht automatisch eine faire Lösung.

„Freihandel ist nicht Anti-Protektionismus. Es ist der Protektionismus der Mächtigen“ – so hat es die indische Aktivistin und Trägerin des alternativen Nobelpreises, Vandana Shiva formuliert. -

9. Marktmacht der Konsumenten

Aber nicht nur multinationale Konzerne und die Regierungen der führenden Wirtschaftsnationen bestimmen den Markt, nein, es gibt auch die Macht der Konsumenten.

Am Kaffee, einem Leitprodukt des Fairen Handels mit über 20 Milliarden Jahresumsatz das zweitwichtigste Exportprodukt aus Entwicklungsländern nach dem Erdöl, lässt sich das gut illustrieren.

Wenn Sie oder ich als Einzelner die Entscheidung treffen, im Job und im Privatleben konsequent auf Fairen Kaffee umzusteigen, dann ändert das auf den ersten Blick wenig.

Wenn das aber Hunderttausende oder gar Millionen von Menschen in den reichen Industrieländern tun, dann verändert sich ein ganzer Markt und es verändern sich auch die Produktionsbedingungen in den Entwicklungsländern.

Ob im Fußballstadion des blauweißen Clubs, dessen Name ich in Dortmund nicht aussprechen werde (Schalke 04) oder bei der weltweit größten Kaffeehauskette, - überall hält der Faire Kaffee seinen Einzug und weitere Produkte werden folgen.

In einer Studie, die von TRANSFAIR kürzlich öffentlich gemacht wurde, gaben mehr als die Hälfte der Verbraucher an, in Zukunft noch stärker ethisch konsumieren zu wollen.

Wir sollten unsere Marktmacht als Konsumenten nutzen, um zu mehr globaler Gerechtigkeit und zu besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen beizutragen.

10. Alle profitieren

Es gibt – wie immer in der Entwicklungspolitik – dabei nicht nur altruistische Motive.

Denn was immer wir zur Armutsbekämpfung weltweit tun, sichert am Ende auch unsere eigene Zukunft und die unserer Kinder.

Richard von Weizsäcker hat das vor mehr als 20 Jahren zur Eröffnung einer Fastenaktion von MISEREOR auf den Punkt gebracht, als er sagte. „Wo immer Armut besteht, bedroht sie am Ende die Menschheit im Ganzen“.  

Und die Ministerpräsidenten der Länder haben es in ihrem wegweisenden, von Nordrhein-Westfalen initiierten Beschluss von 2008 so formuliert:

"Mit ihrem vielfältigen entwicklungspolitischen Engagement nehmen die Länder nicht nur Mitverantwortung für eine nachhaltige globale Entwicklung wahr, sondern sichern auch ihre eigene gesellschaftliche und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit. "

In diesem Sinne ist die "FA!R 2010" ein wichtiger Meilenstein.

Meine sehr verehrten Damen und Herrem,

Nordrhein-Westfalen soll als zentraler Standort des Fairen Handels in Deutschland gestärkt werden.

Die Dortmunder "FA!R2010" leistet dazu einen wesentlichen Beitrag.

Die besondere Bedeutung der "FA!R2010" bzw. des Gesamtprojekts "FA!RKAUFEN" liegt darin, dass erstmalig in diesem Bereich der Schulterschluss zwischen der Eine-Welt-Bewegung und dem konventionellen Handels- und Messewesen gelungen ist, der die Attraktivität und die Potentiale des Fairen Handels immer mehr zu schätzen weiß.

11. Abschluß und Eröffnung

Ich bin sicher, dass dieser Messe und der begleitenden Fachtagung wichtige Impulse ausgehen, die auch über den Tag hinaus Wirkung erzielen werden.

In diesem Sinne wünsche ich der "FA!R2010" viel Erfolg und gutes Gelingen.

Zur Eröffnung der FA!R2010 werde ich nun das Band durchschneiden

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

Die FA!R2010 ist eröffnet!

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