E-world 2011: Appell für mehr Klimaschutz

8. Februar 2011

Eröffnung der E-world 2011 in Essen / Minister Remmel: „NRW soll Vorreiter beim Klimaschutz werden“ / Neuer Windenergieerlass soll Investitionshürden abbauen und Akzeptanz steigern – Teil der Klimaschutzstrategie des Landes

Mit einem Appell für mehr Anstrengungen beim Klimaschutz hat Um­weltminister Johannes Remmel die Fachmesse E-world energy & water in Essen eröffnet. „Der Klimawandel hat dramatische Folgen, die wir auch in Nordrhein-Westfalen erleben. Wir müssen daher das Klima schützen – und dafür haben wir uns in NRW ehrgeizige Ziele gesteckt“, sagte der Minister vor etwa 1200 Zuhörerinnen und Zuhörern.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Mit einem Appell für mehr Anstrengungen beim Klimaschutz hat Um­weltminister Johannes Remmel heute die Fachmesse E-world energy & water in Essen eröffnet. „Der Klimawandel hat dramatische Folgen, die wir auch in Nordrhein-Westfalen erleben. Wir müssen daher das Klima schützen – und dafür haben wir uns in NRW ehrgeizige Ziele gesteckt“, sagte der Minister vor etwa 1200 Zuhörerinnen und Zuhörern. Der Kli­mawandel sei die größte Herausforderung, vor der die Menschheit stehe und der Klimaschutz eine wichtige Aufgabe für alle Bürgerinnen und Bürger, für den Bund, die Länder und auch für die Kommunen. Remmel: „Wir dürfen nicht darauf warten, dass es bei internationalen Konferen­zen endlich eine Einigung gibt. Wir müssen mit gutem Beispiel vorange­hen und eigene Wege beschreiten. Wir brauchen mehr denn je Bewe­gung von unten - von der Wirtschaft, von engagierten Initiativen und natürlich von Bürgergruppen und den Kommunen, die guten Willens sind.“

Nordrhein-Westfalen kommt beim Klimaschutz eine besondere Verant­wortung bei der Erfüllung der nationalen Klimaschutzziele zu: Das Land erzeugt rund 30 Prozent des deutschen Stroms und ist daher für rund ein Drittel der bundesweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. „Die neue Landesregierung stellt sich dieser Verantwortung. Wir wollen NRW zu einem Vorreiter beim Klimaschutz machen, denn wir sehen Klimaschutz als Chance und wollen die Reparaturkosten für die zukünf­tigen Generationen minimieren.“ Dafür wird die Landesregierung ein eigenes Klimaschutzgesetz für Nordrhein-Westfalen verabschieden, in dem konkrete Klimaschutzziele verbindlich festgeschrieben werden. Als Teil der Klimastrategie wird das Land demnächst einen neuen Wind­energie-Erlass verabschieden. „Wir schaffen damit Investitionshürden der Vorgängerregierung ab und stellen sicher, dass die Kommunen selbst eigene Klimaschutz-Konzepte wirkungsvoll umsetzen können“, betonte Remmel. „Das Land soll den Rückstand der letzten fünf Jahre wieder aufholen. Wir wollen NRW bei der Windenergie wieder nach vorne bringen, dorthin, wo das Land schon 2005 einmal war.“

Die Windenergie ist die tragende Säule der erneuerbaren Energien und wichtiger Innovationsmotor der Wirtschaft. In Deutschland beschäftigt die Branche laut VDMA rund 100.000 Menschen und investierte zuletzt rund zwei Milliarden Euro in neue Windenergieanlagen. Somit ist die Windenergie auch eine wichtige Zukunftsbranche für den Industrie­standort NRW. „Die Windenergiebranche ist sowohl klima- als auch in­dustriepolitisch von besonders hoher Bedeutung. Rund 2.800 Wind­kraftanlagen produzieren mittlerweile fast 50 Prozent des regenerativ erzeugten Stroms in Nordrhein-Westfalen. Die Windenergie soll als tra­gende Säule der Erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden. Ihr Anteil an der Stromversorgung soll von heute nur drei Prozent auf 15 Prozent bis zum Jahr 2020 steigen. Dann wird NRW wieder zum Bin­nen-Windland Nr. 1 in Deutschland, das es bis 2005 schon einmal war. Und das schützt nicht nur das Klima, sondern schafft gleichzeitig Ar­beitsplätze in Nordrhein-Westfalen“, so Remmel. Bereits heute hat die Branche der Erneuerbaren Energien in NRW etwa 24.000 Beschäftigte. Remmel: „Klimaschutz ist aktive Wirtschaftspolitik. Und wir erhoffen uns durch die Vorreiterrolle beim Klimaschutz hohe Investitionen, neue Jobs und große Chancen, damit auch Bürgerinnen und Bürger, aber auch Kommunen, davon profitieren“.

Das Umweltministerium wird daher den Kommunen Unterstützungen bei der Ermittlung von Potenzialanalysen für Erneuerbare Energien zu­sichern, eine Clearing-Stelle einrichten, die bei der Lösung von Konflik­ten im Vorfeld Hilfestellung leistet, und ein umfassendes Beratungspa­ket für die Kommunen zur Verfügung stellen. „Wir wollen, dass sich die Kommunen sowie die Bürgerinnen und Bürger das beste für ihre Region aus dem erneuerbaren Energiemix aussuchen und wir werden die Städte und Gemeinden auf dem Weg zu kommunalen Klimaschutzkon­zepten begleiten.“ 

Hintergrund:
Die E-world energy & water findet zum elften Mal in der Messe Essen statt und hat geöffnet vom 8. bis 10. Februar 2011. Die EnergieAg­entur.NRW richtet am heutigen Eröffnungstag den 15. Fachkongress Zukunftsenergien mit mehr als 1000 Teilnehmern aus. Der Gemein­schaftsstand Nordrhein-Westfalen zeigt auf 450 Quadratmetern in Halle 3 (Nr. 3-370) Energiesysteme der Zukunft. Er wird organisiert von der Landesregierung mit den Clustern EnergieRegion.NRW und EnergieFo­rschung.NRW sowie der EnergieAgentur.NRW. Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW: „An dem Stand sind rund 20 Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die ihre Kom­petenzen in den Bereichen Elektromobilität, Energienetze und -speicher, Geothermie, Kraft-Wärme-Kopplung und Windenergie zeigen. Die Ener­gieAgentur.NRW präsentiert dazu ihr reichhaltiges Dienstleistungsspekt­rum.“
Weitere Informationen im Internet: www.umwelt.nrw.de, www.energieregion.nrw.de und www.cef.nrw.de

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Telefon 0211 4566-294 (Frank Seidlitz).

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