Minister warnt vor überzogenem Preiskampf

9. Oktober 2009

Erntedankempfang von Minister Eckhard Uhlenberg: „Für die Bewahrung der Schöpfung eintreten“

Zum Erntedankfest hat Land­wirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg vor einem überzogenen Preis­kampf im Lebensmittelhandel gewarnt: „Gute Lebensmittel haben einen hohen Wert. Es besteht die Gefahr, dass dieser Wert verloren geht, wenn sich der Handel einen erbitterten Wettbewerb mit Dumpingpreisen liefert."

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:

Zum Erntedankfest hat der nordrhein-westfälische Umwelt- und Land­wirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg vor einem überzogenen Preis­kampf im Lebensmittelhandel gewarnt. „Gute Lebensmittel haben einen hohen Wert. Es besteht die Gefahr, dass dieser Wert verloren geht, wenn sich der Handel einen erbitterten Wettbewerb mit Dumpingpreisen liefert. Was den Verbrauchern heute als extrem billig angeboten wird, kann unsere Gesellschaft schon morgen teuer zu stehen kommen. Ohne Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen wird es die bisherigen Landschaften nicht mehr geben“, warnte Uhlenberg.

Minister Uhlenberg hatte zum Erntedankempfang in die Benediktiner­abtei Königsmünster in Meschede eingeladen. Nach dem ökumenischen Gottesdienst, den Abt Dominicus und Pfarrerin Dorothea Goudefroy gestalteten, sprach er am Freitagabend vor mehr als 300 Gästen, dar­unter viele Vertreter der Landwirtschaft und der Region, über „Verant­wortung und Vertrauen – gemeinsam für die Bewahrung der Schöpfung eintreten“.

„Wir nehmen das Erntedankfest zum Anlass, uns darauf zu besinnen, was wir zum Leben existenziell brauchen“, sagte Uhlenberg. „Gute Ernte und ein reiches Angebot an Lebensmitteln sind nicht selbstver­ständlich.“ Das Erntedankfest sei Ausdruck der Wertschätzung der Ar­beit der Bäuerinnen und Bauern. Die Landwirtschaft stehe vor neuen Herausforderungen, unter anderem durch die Entwicklungen auf den Märkten. „Unsere Landwirte spüren heute die Folgen der Weltwirt­schaftskrise: Absatzsorgen und die teils dramatischen Schwankungen der Preise bereitet vielen schlaflose Nächte. Mir liegt daran, im Dialog und in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit allen Beteiligten die nötigen Lösungen zu finden“, unterstrich Uhlenberg.

Erntedank rücke in den Blick, dass im Leben das Gelingen nicht kom­plett von Menschen machbar ist, sagte Uhlenberg und fügte hinzu: „An den drohenden Konsequenzen des Klimawandels spüren wir, dass Un­terlassen oder Übernutzen auf lange Sicht Lebensgrundlagen verändert und in Frage stellt. Wir stellen fest, dass die ökonomische Betrach­tungsweise dieser Welt immer mehr durch die ökologische ergänzt wird. Das ist positiv. Uns tut die Rückbesinnung auf die Abhängigkeit von der Natur gut – genauso wie die Dankbarkeit gegenüber Gott. Für mich ist das Erntedankfest ein Gradmesser dafür, ob und wie gesellschaftliches Bewusstsein diese Zusammenhänge achtet und schätzt. Daher freut mich, dass in vielen Regionen lebendig Erntedank gefeiert wird.“

Nach dem Gottesdienst wurde bei einem Imbiss mit regionalen Produk­ten in der Abtei weiter über das Erntedankfest und die Zukunft der Landwirtschaft diskutiert.

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Telefon 0211/4566 748 (Stephan Malessa).

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